Lord Belial - Revelation

Review Lord Belial – Revelation – The 7th Seal

LORD BELIAL ist auch eine dieser Bands, die keine Pausen kennt. Regelmäßig und in relativ kurzen Abständen erscheint ein neues Album und 2007 ist es schon wieder so weit, gerade einmal eineinhalb Jahre sind seit dem überzeugenden „Nocturnal Beast“ vergangen. Mit dem 2004er „The Seal Of Belial“ wechselten die Schweden in langsamere Gefilde und ließen den Klischee-Schweden-Melodic-Black Metal hinter sich. Das funktionierte durchaus gut, emotionsgeladen und eingängig waren die beiden letzten Alben. Auch mit „Revelation – The 7th Seal“ ändert sich nichts am Stil des Vierers – dennoch funktioniert das Teil irgendwie nicht so gut wie die beiden Vorgänger. Auch wenn alles darauf hindeutet, ein großartiges Artwork, die typischen Songnamen und vielversprechende Botschaften auf dem Promozettel, die 45 Minuten auf „Revelation“ scheinen zwar zunächst fortzuführen, was LORD BELIAL damals begannen, entpuppen sich zwar nicht direkt als seelen- und inspirationslos, dennoch bleibt dieses Album definitiv auf der Strecke. Warum nur, lest weiter.

Nach dem kurzen Intro „7th Seal“ geht es mit „Ancient Splendor“ los, zunächst scheint alles ganz normal, schleppendes Riffing und Cleangitarren, die simpel Mollakkorde runterklimpern. Doch schon hier ist irgendetwas anders. Der Song wirkt verhältnismäßig drucklos, was vielleicht auch an dem seltsamen Gesang liegt. Das Solo hingegen kann vollkommen überzeugen, ansonsten bleibt recht wenig hängen, auch wenn das Riffing nicht unbedingt schlecht ist. Auch „Aghast“ weiß noch zu begeistern, doch auch hier fehlt irgendwie der typische „Wow-Effekt“ und „Death As Solution“ wirkt mit dem eigenartigen gequälten „Clean“-Gesang etwas komisch. Natürlich hat auch „Revelation“ seine Momente, wie beispielsweise das eingängige „Death Cult Era“ und noch einige andere Titel. Möglicherweise sind meine Erwartungen einfach zu hoch, aber einen Fortschritt könnte man schon erwarten. Man hat stets das Gefühl, man weiß schon genau, was passiert.

Schade eigentlich, hätte man dieses Album noch zwei Jahre reifen lassen, wäre sicher wieder ein Hammerteil rausgekommen, aber dem ist nicht so. „Revelation“ ist beim besten Willen alles andere als schlecht, aber von einer alteingesessenen Truppe wie LORD BELIAL hätte man eigentlich etwas mehr erwarten können. Die gefühlvollen Refrains vom Vorgänger herrschen hier lange nicht so sehr vor, sind aber vorhanden. Deswegen bleibt als abschließendes Wort zu sagen, dass man sich das Ding getrost zulegen, allerdings nichts zu tolles erwarten darf. Ich persönlich bin definitiv enttäuscht, es hätte aber viel schlimmer kommen können.

Wertung: 6 / 10

Geschrieben am 6. April 2013 von Metal1.info

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