Interview mit Tom Gabriel Fischer von Triptykon (Teil 1/2)

Über zu wenig Beschäftigung kann sich Tom Gabriel Fischer derzeit wahrlich nicht beklagen: Auf dem Roadburn Festival konnte er mit TRIPTYKON das Requiem von CELTIC FROST uraufführen, mit TRIPTYKON reist er um die Welt und mit TRIUMPH OF DEATH zollt er HELLHAMMER Tribut. Nebenbei stehen ein neues Buch und mit NIRYTH ein weiteres Musikprojekt auf der Agenda.

Teil 1 unseres Interviews dreht sich um die einzigartige Roadburn-Show, TRIPTYKON und, wenngleich es dem stets bescheidenen Fischer kaum recht ist: seine Verdienste um die Szene. Teil 2 widmet sich in Gänze der HELLHAMMER-Reinkarnation TRIUMPH OF DEATH. >> Weiter zu Teil 2

Letztes Wochenende habt ihr auf dem Roadburn Festival in Holland gespielt, heute seid ihr hier, und dazwischen wart ihr aber noch für eine Show in Philadelphia – das ist ziemlicher Wahnsinn, oder?
Ja, vor allem, weil Philadelphia ja gleich nach dem Roadburn war. Wir sind noch in derselben Nacht nach ein paar Stunden Schlaf via Dublin nach Philadelphia geflogen. Um 4:30 Uhr mussten wir uns vor dem Hotel sammeln, und wir waren ja zudem ziemlich ausgelaugt wegen des enormen Drucks, der wegen des „Requiems“ auf uns lastete. Wir hatten das noch gar nicht richtig verstanden und verarbeitet, dass das jetzt aufgeführt wurde. Dort haben wir dann als Headliner als letzte gespielt – das heißt, als wir in Philadelphia auf die Bühne gingen, war es für unsere innere Uhr 5 Uhr morgens. Dann haben wir 75 Minuten gespielt, also war es viertel vor sechs, als wir von der Bühne kamen. Das war schon ein bisschen deftig, das muss man schon sagen.

Aber hat sich der enorme Aufwand dann wenigstens gelohnt?
Es war ein guter Gig, aber ich glaube, die zweite Hälfte war ein bisschen fahrig. Wir waren schon mal präziser. Wir haben mit viel Energie begonnen, aber irgendwann hat man wahrscheinlich schon gemerkt, dass wir gerade ein Monsterprojekt mit unzähligen Proben hinter uns hatten, den Jetlag und was nicht alles. Aber gemacht ist gemacht. Ich glaube, den Leuten hat es einigermaßen gefallen. Ich habe mich aber auch entschuldigt. Ich habe das dem Publikum erklärt. Ich wollte nicht, dass die denken, we don’t give a shit.

Das Roadburn ist ein sehr spezielles Festival – hattest du dort auch Zeit, dir selbst ein paar Bands anzuschauen?
Nein, diesmal nicht. Es lastete auf uns so ein Druck, vor allem auf mir, weil ich das ganze Ding geschrieben habe – und kaum war das vorüber, hatte ich unzählige Interviews plus eine Fotosession und dann ging es schon ins Hotel, da hatte ich auch noch ein Interview und dann hatte ich noch drei Stunden Schlaf – da war wirklich keine Zeit. Und die Tage davor hatten wir ja Proben in Holland mit dem Orchester. Insofern habe ich effektiv nicht einen anderen Künstler gesehen, obwohl das Lineup voll war mit Zeug, das ich sehen wollte.

„Ich bin einfach so ein kleiner Musiker aus der Schweiz,
ich schüttle ein Requiem nicht einfach aus dem Arm.“

Du hast diese sehr spezielle Roadburn-„Requiem“-Show jetzt schon zweimal kurz angesprochen. Wie war es für dich, diese Show zu konzipieren, wie bist du emotional mit der Arbeit umgegangen?
Es hat sich wie gesagt vor allem in enormem Druck geäußert. Ich bin einfach so ein kleiner Musiker aus der Schweiz, ich schüttle ein Requiem nicht einfach aus dem Arm. Ich wurde als junger Teenager in den 70er-Jahren aus der Gitarrenstunde gefeuert, weil ich so schlecht war. Und dann erwartet ein 35-köpfiges Orchester von mir, dass ich es führe und das schreibe – das ist schon eine Belastung, das mache ich nicht einfach mal so mit Links. Ich habe jetzt ein Jahr meines Lebens an dieses Requiem gegeben. Vor allem die letzten Monate und Wochen waren extrem. Wir hatten so viele Skype-Konferenzen und persönliche Treffen, da waren so viele Fragen, zu Arrangement, Musikern, Instrumenten, Aufstellung und Ablauf … ich musste alles andere hintenan stellen. Meine Beziehung, das neue TRIPTYKON-Album, das hat alles extrem darunter gelitten. Ich bin nicht nur stolz darauf, dass wir es geschafft haben, dass es jetzt endlich abgeschlossen ist und uraufgeführt wurde, sondern auch extrem froh, dass wir es hinter uns haben. Aber ich muss das nicht jedes Jahr machen. Das erlebst du nur einmal im Leben. Wir haben uns extrem viel Mühe gegeben, etwas Außergewöhnliches zu machen. Nicht einfach das Klischee, wo du einen Arrangeur dafür bezahlst, dass er ein paar Geigen schreibt, die das Riff mitspielen – das finde ich immer furchtbar. Das ist für mich ein Frevel.

Jedes dieser drei Stücke, die das Requiem ausmachen, ist speziell für Band und Orchester geschrieben. Da sind nicht einfach ein paar Geigen dazugeschrieben, weil das gerade trendy ist. Das hasse ich. Aber dementsprechend war es auch viel schwieriger. Das Orchester erwartete eine klare Führung, wir haben mit einem sehr, sehr professionellen Dirigenten gearbeitet – das ist alles eine entsprechende Herausforderung. Diese Leute sprechen eine völlig andere musikalische Sprache, als wir das tun. Schon allein, wenn du einem Dirigenten folgst und du bist Rockmusiker – da bist du ja eine ganz andere rhythmische Sprache gewöhnt. Das kollidierte zunächst sehr, die erste Probe war sehr schwierig. Ich habe eben keine Musiktheorie studiert und bin nur ein mitteldurchschnittlicher Gitarrist – ja es ist so, das ist nur ehrlich! Es sind so viele Leute, jeder spielt etwas und es geht immer was ab – das ist auch für die Konzentration nicht förderlich. Man darf in diesem ganzen, 45-minütigen Requiem ja auch keinesfalls irgendwann einmal die Orientierung verlieren, wo man ist, wann der nächste Einsatz kommt. Das ist schon eine Herausforderung. Ein großer Teil davon war zudem sehr uniform, es ist also sehr schwierig, sich zurechtzufinden. Man muss auf winzigste Details hören.

Für mich war das sicher das schwierigste Konzert meines Lebens, aber gleichzeitig auch das befriedigendste – das jetzt wirklich durchgezogen zu haben. Und wie ich der Tage auch in meinem Blog geschrieben hatte: Das war ja auch in Erinnerung an Martin [Ain, † 21.10.2017, A. d. Red.]. Und ich habe das nicht einfach nur pathetisch geschrieben – Martin war jede Sekunde dieser Aufführung in meinem Kopf. Der wäre auf der Bühne gestanden, wenn er noch gelebt hätte. Ich hätte ihn gefragt, bekniet, gezwungen – aber der wäre auf der Bühne gestanden.

„Und wie immer bei CELTIC FROST sind wir wieder auseinandergefallen.“

Wie ist das emotional – bekommt man das während der Show mit oder muss man das komplett ausblenden, um die Show überhaupt spielen zu können?
Ich glaube, wir – die Band – waren noch nie so fokussiert auf der Bühne. Deswegen habe ich auch nicht viel gedacht. Ich habe das Requiem auch nicht wirklich genießen können. Ich war nur darauf bedacht, dass alles stimmt, dass jeder seinen Part spielt, dass ich meinen Part richtig spiele – ich habe auch nicht viel davon mitbekommen, wie das Publikum reagiert hat. Ich habe das erst beim letzten Teil verfolgen können, wo die Band nicht mitgespielt hat. Aber Martin war in meinem Bewusstsein. Das war ganz eigen. Aber vermutlich auch, weil er in diesem Kontext schon seit Wochen in meinen Gedanken herumgegeistert ist.

Habt ihr die Show auch dokumentiert?
Natürlich! So etwas kannst du auf unserem Level unmöglich auf Tour nehmen. Da gab es in den 70er-Jahren Bands wie Emerson, Lake And Palmer, die damals Superstars waren, Millionäre! Die sind dann mal mit Orchester auf Tour gegangen und haben damit Bankrott gemacht. Die haben danach jahrelang Schulden gehabt. Für eine Band wie uns ist das schlicht unmöglich, deswegen ist das wohl ein Once-in-a-Lifetime-Event, allerhöchstens noch einmal …

Wacken?
… deswegen haben wir die Proben aufgenommen, den Soundcheck – das war ein extrem guter Durchgang – und wir haben die eigentliche Aufführung aufgenommen. Es wurde auch gefilmt und Ester Segarra, die bekannte Fotografin, hat das Ganze auch offiziell für uns dokumentiert. Es gibt also tonnenweise Material. Wir werden das vermutlich im Juni mischen und Ende 2019 kommt es dann als sehr sehr aufwendiges Album-Gatefold, mit Poster und Booklet und alles heraus. Das gibt uns jetzt auch etwas Luft, weil wir eben ein Jahr verloren haben bei der Arbeit am nächsten richtigen TRIPTYKON-Album. Das kommt dann 2020.Am Anfang stand die Idee eines weiteren CELTIC-FROST-Songs, der zwischen „Rex Irae“ von „Into The Pandemonium“ und „Winter“ von „Monotheist“ hätte stehen sollen, korrekt?
„Rex Irae“ war immer als der erste von drei Teilen gedacht. Wir haben das schon 1986, 1987 als Triptychon konzipiert. Aber wir haben uns keinen Zeitrahmen gesetzt. Wir haben gedacht, wir machen die restlichen Teile, wenn es eben so kommt. Dann ist die Band auseinandergefallen, das hat mich natürlich etwas gewurmt. Insofern war das sofort eines der ersten Themen, also wir die Band Anfang der 2000er reformiert haben: Sollen wir das Requiem weitermachen. Martin und ich haben dann beschlossen, das zu tun. Und wie immer bei CELTIC FROST sind wir wieder auseinandergefallen. Dann habe ich gedacht, irgendwann mache ich das mit TRIPTYKON. Das war immer die Idee, das als dreiteiliges Ding aufzuhühren. Wir hätten nur nie gedacht, dass es so lang wird. Wir haben damals, 1987 gedacht, wir spielen das mal live und machen eine EP draus. Jetzt wurde es halt viel länger. Aber ich glaube, es ist schon so, wie es hätte sein sollen. Den Mittelteil hatte ich immer als rohes Konzept im Kopf – das ist schon ungefähr, was ich damals machen wollte. Es ist einfach etwas ausführlicher geworden.

Aber eine Studioversion, wie diese damals geplante EP, wird es nicht mehr geben?
Nein. Aber es ist ja so: Vor allem in den 70er-Jahren war es ganz normal, dass man eine Live-Aufnahme als Basic-Track genommen hat, diese im Studio überarbeitet hat und das dann als Album herausgebracht hat. Zum Beispiel Frank Zappa hat so gearbeitet. Die ganzen Basic-Tracks von Frank Zappa sind Live-Aufnahmen, die er im Studio dann noch nach Belieben nachbearbeitet hat. Ich sehe das Requiem so: Es muss für mich nicht unbedingt eine Dokumentation des Auftritts sein. Sondern weil es eben so ein außergewöhnliches Stück ist, das man nur einmal macht, möchte ich es als möglichst perfektes Requiem herausbringen. Das heißt, wir werden die Live-Aufnahmen sichten, werden die beste Version nehmen, und wenn wir da noch Fehler entdecken, werden wir die im Studio natürlich beheben. Das soll auch kein Geheimnis sein. Es geht darum, dass die Leute, die das nicht miterleben konnten, das auch möglichst vollständig und perfekt genießen können. Live waren ja nur ein paar tausend Leute vor Ort.

„Ich laufe nicht als Legende herum – ich laufe als Tom herum,

der ein Album schreiben muss wie jeder andere“

Einer der dabei war, den du selbst gut kennst und der selbst eine Koryphäe der Szene ist – Gunnar Sauermann – hat über dich auf Facebook geschrieben: There are a few visionary artists in every generation. There are even less that can rightfully claim to wield influence over decades. Tom G. Warrior Fischer is one rare visionary.“ Wie fühlt sich das an, wenn so jemand so über einen spricht?
Ich wusste nicht, dass er das geschrieben hat. Wir sind auf Facebook befreundet, aber das ist nicht in meinem Feed erschienen, oder ich habe es nicht gesehen, weil wir gereist sind. Aber das ist natürlich eine Ehre, gerade von Gunnar Sauermann, der wirklich jeden kennt und alles erlebt und alles gesehen hat. Aber du weißt vielleicht: Ich habe auch ein bisschen Mühe mit diesen Dingen. Ich glaube, ich sehe mich relativ realistisch und sehr nüchtern, und natürlich bin ich stolz auf gewisse Dinge, die ich in den letzten 38 Jahren gemacht habe – aber ich überhöhe das auch nicht. Es gibt Leute, die sind sehr schnell mit solchen Begriffen wie „Legende“ – heute ist alles überhypt. Für mich ist eine Legende so jemand wie HR Giger oder Hieronymus Bosch oder Ritchie Blackmore. Da gehöre ich definitiv nicht rein und ich selbst habe einen unheimlichen Respekt vor solchen Titeln: Koryphäe, Legende und so weiter.

Das ist mir fast schon unangenehm. Ich weiß sehr wohl, dass ich nur mit Wasser koche. Ich sage das auch nicht, um mir Lob zu erschleichen. Natürlich ist das besser als eine vernichtende Kritik, aber ob das dann auch alles immer zutrifft … Es steckt so viel Arbeit in diesem Requiem – es ist ja nicht so, dass ich als Genie geboren bin und das einfach aus dem Ärmel schüttle – ganz im Gegenteil. Dieses fuckin‘ Requiem hat mich in den Wahnsinn getrieben. Und ich war sehr oft in diesem Prozess mit meinem Latein am Ende und habe unheimlich viel dazulernen müssen. So einfach ist das für mich auch nicht. Insofern ist es schön, so etwas zu hören, aber ich sehe das immer etwas realistischer.

Eine gesunde Herangehensweise, denke ich …
Gesund oder nicht … das ist einfach Realität. Wenn ich ein Geheimrezept hätte für gute Alben, wäre mein Leben viel einfacher, verstehst du? Ich hatte unheimlich Glück – die letzten drei Alben, die ich gemacht habe, das letzte CELTIC-FROST-Album und die beiden von TRIYPTYKON – waren sehr sehr erfolgreich. Das heißt aber auch, dass die Leute etwas erwarten: Der Tom macht immer super Alben … du schaffst das schon. Ihr habt es einfach, so etwas zu sagen. Ich muss das schreiben und nach 38 Jahren habe ich manchmal das Gefühl, ich hätte schon alles geschrieben. Es gibt in der Szene auch schon jedes Riff, jeden Text. Unsere Musik ist ja nicht einmal jung, es ist alles schon einmal gemacht worden. Es wird jedes Mal schwerer. Das andere ist: Wenn du so erfolgreich bist und dich so exponierst, schauen die Leute auch mit dem Mikroskop: Tom kann das, und wenn er es nicht kann, ist es gleich eine Katastrophe. Das sind auch Realitäten von diesen ganzen Titeln. Ich laufe nicht als Legende herum – ich laufe als Tom herum, der ein Album schreiben muss wie jeder andere, und das ist nicht ganz einfach. Sonst gäbe es ja nur sensationelle Alben, wenn es so einfach wäre. Ist es aber nicht!

„Nach 38 Jahren als Musiker – natürlich weißt du da, was die Leute erwarten.“

Fühlst du das dann auch als Erfolgsdruck, belastet dich das beim Schreiben?
Natürlich! Ich versuche natürlich, einfach zu schreiben, was in meinen Gefühlen ist. Ich versuche, sehr ehrlich zu schreiben. Aber ich bin lange genug in der Szene, um zu wissen, dass das alles existiert. Das kann ich nicht abschalten. Es geht mir ja auch so! Wenn eine meiner Lieblingsbands ein Album rausbringt, will ich auch, dass das super ist. Und bin enttäuscht, wenn es nicht super ist. Ich bin ja genauso. Aber natürlich ist das im Bewusstsein. Nach 38 Jahren als Musiker – natürlich weißt du da, was die Leute erwarten. Dass die Journalisten erwarten, dass Tom das gut macht. Und wenn er es nicht gut macht, sind alle schockiert und bla bla bla. Natürlich weißt du das.

Gab es einen Punkt in deiner Karriere, an dem du dir bewusst geworden bist, dass du zumindest für viele sowohl mit HELLHAMMER als auch mit CELTIC FROST wirklich etwas Visionäres geschaffen hast, oder war es immer nur für dich dein Material?
Es ist immer für mich mein Material. Aber was du gesagt hast, wird mir natürlich ständig zugetragen. Das war zu Beginn nicht so: Die ersten zehn Jahre waren wir absoluter Underground, wir wurden sogar zum großen Teil verlacht, auch am Anfang von CELTIC FROST. Am Ende von CELTIC FROST lebten wir in den USA, die Band ist dann 1993 auseinandergefallen, ich kam 1994 nach Europa zurück – und plötzlich hieß es in Interviews: HELLHAMMER sind ja Legende. Als ich in die USA gegangen bin, waren HELLHAMMER verlacht, verstehst du? Aber inzwischen ist diese Black-Metal-Welle passiert und alle haben in Interviews von unseren Bands geredet und diese Leute hatten unsere T-Shirts an und im Helvete waren unsere Alben an der Wand. Aber das wussten wir ja alles nicht. Und dann kam ich zurück, und auf einmal hieß es: Du warst bei den legendären CELTIC FROST, bei den legendären HELLHAMMER – da wurde mir das bewusst. Aber das war für mich genauso eine Überraschung. Aber wie gesagt, ich laufe deswegen nicht mit stolzgeschwellter Brust herum.

In unserem letzten Interview hast du auch davon gesprochen, dass du deine Biographie mal weiterführen willst …
Da bin ich dran! Das muss ich dieses Jahr noch meinem Verleger abliefern, das wird auch noch ein Stück Arbeit. Es wird quasi eine massiv erweitere Version meines Buches „Are You Morbid?“. Mit viel mehr Fotos, Informationen und im großen Format, wie „Only Death Is Real“.

Welche Zeitspanne deines Lebens wird das Buch dann abdecken?
Ich glaube, ich muss das abschließen, bevor sich CELTIC FROST reformiert haben – da ist einfach so viel Information drin. Aber ich habe einen Vertrag für zwei weitere Bücher, das erste ist eben diese Neuauflage von „Are You Morbid?“, das zweite wird von der Wiedervereinigung bis zur Selbstzerfleischung von CELTIC FROST, und das dritte dann natürlich die Geschichte von TRIPTYKON, TRIUMPH OF DEATH und NIRYTH, wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dass es über TRIPTYKON gar nichts zu schreiben gibt, weil es absolut skandalfrei ist. Die ganze Geschichte von CELTIC FROST und HELLHAMMER lebt natürlich von den Dingen, die passiert sind. Aber bei TRIPTYKON ist sind wir alle reif und wir haben eine extrem harmonische Band. Da gibt es genau gar nichts zu erzählen – das ist fast schon frustrierend.

Du hast es ja schon angesprochen, das TRIPTYKON-Album wurde durch die ganzen Projekte verschoben – was ist da konkret der aktuelle Zwischenstand?
Wir werden dieses Jahr sehr fokussiert daran arbeiten, es ist auch der Plan, das dieses Jahr fertig aufzunehmen. Es wird nicht mehr reichen, es dieses Jahr auch rauszubringen, aber wie gesagt, es kommt ja das Requiem-Album, und wir werden wahrscheinlich auch vor dem nächsten richtigen TRIPTYKON-Album noch eine EP veröffentlichen – wann genau, weiß ich noch nicht. Aber das Requiem soll wenigstens als Überbrücker funktionieren, damit die Leute wenigstens wissen, dass wir noch leben. Aber die Absicht ist schon, das Album in diesem Jahr fertigzustellen und nächstes Jahr herauszubringen. Es ist schon viel zu lange … wenn ich so weitermache, bin ich tot beim nächsten Album.

… das wollen wir jetzt mal nicht hoffen!
Na ja, ich hoffe das eigentlich schon. Also nicht, dass kein Album mehr herauskommt, aber dass ich bald tot bin.

>> In Kürzte auf Metal1.info Teil 2 des Interviews über das HELLHAMMER-Tribute-Projekt TRIUMPH OF DEATH!

Dieses Interview wurde persönlich geführt.

Geschrieben am

Fotos von: Afra Gethöffer

2 Kommentare zu “Triptykon (Teil 1/2)”

  1. Larry

    I couldn’t read any of this but I appreciate the decades of metal from the warrior! Keep it up! Monotheist was bad ass! Best since morbid tales! I’m a death metal drummer from Detroit Michigan, stay true man. Gonna look into tripticon. I gotta say, watched live a waken 2006 at least 10 times! Rock it!!!!!!!

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