Review ASP – Per Aspera Ad Aspera (Best Of)

2014, 15 Jahre ASP. Die Quintessenz des musikalischen Schaffens der Frankfurter rund um Mastermind Alexander F. Spreng hat die Formation nun auf ihrem neuen Best-Of namens „Per Aspera Ad Aspera“ zusammengefasst. Die lateinische Redewendung „Per Aspera Ad Astra“ hat ihren Ursprung bei Seneca und bedeutet übersetzt soviel wie „Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen“. Dass Lehrjahre Herrenjahre sind, haben ASP in diesem Zeitraum am eigenen Leib erfahren. Doch inzwischen sind die Musiker angekommen. Das beweist auch diese Werksschau, die allerdings in der Standedition wenig Neues zu bieten hat.

Aus den acht Studioalben nebst zig weiteren Veröffentlichungen ein rundes Paket zu schnüren, gestaltet sich schwierig, gelingt aber im Falle von „Per Aspera Ad Aspera“ gut. Die Doppel-CD verbindet die Komplexität der Musik mit ihrer Eingängigkeit und unbestrittenem Live-Potential. Für Letzteres erweisen sich die Horror-Vacui-Versionen von „Ich will brennen“, „Werben“ und „Sing Child“ als absolut passend. Lyrisch und kompositorisch anspruchsvoller wird es beispielsweise mit „Weichen[t]stellung“, „FremdkörPerson erstens (Erster Abschnitt)“ oder „Die Löcher in der Menge“. Inwiefern die Songauswahl das musikalische Schaffen von ASP gut repräsentiert, muss jeder für sich entscheiden.
Im Hinblick auf neues und/oder exklusives Material ist „Per Aspera Ad Aspera“ in der 2-CD-Version, besonders im Vergleich zu „Horror Vacui“, dünn besetzt. Gab es bei „Horror Vacui“ noch neun Neuaufnahmen und einige Neuabmischungen obendrauf, so bietet der inoffizielle Nachfolger zwei kürzere Edits von „Die Löcher in der Menge“ und „Die Kreatur mit der stählernen Maske“, zwei Live-Versionen von „Schwarzer Schmetterling“ und „Kokon“ (mitgeschnitten im Rahmen der Maskenball-Tour ) sowie die neue Contra-Uermes-Variante von „Eisige Wirklichkeit“. Darin wurde aber lediglich ein grammatikalischer Textfehler der Ursprungsversion ausgemerzt. Insgesamt recht wenig Neues für alte Fans. Diese dürften eher zur 3-CD-Version greifen: Jene umfasst mit „Man Of Constant Sorrow“, „Sündige Heilige“ und „Die vielen Jahre“ ganze drei neue Songs, dazu einige Coverversionen wie z.B. „Schwarzes Blut“ von Eisbrecher und einige weitere, aktuelle ASP-Liveaufnahmen.

Die beiden CDs in der Standardauflage kommen mit 30 Songs und rund 155 Minuten Spielzeit daher. Das ist für 15 Jahre ASP gerade einmal ausreichend. Dazu gesellt sich ein 64-seitiges Booklet mit  30 neuen Illustrationen von Artworker Timo Würz. Die Kaufempfehlung richtet sich in erster Linie an die neu hinzugekommenen Fans der letzten Jahre, die das inzwischen vergriffene „Horror Vacui“-Doppel nicht besitzen, und an Komplettisten. Mag es zwar insgesamt auf den beiden CDs wenig Neues geben, so ist die Vielfalt und Qualität der bereits veröffentlichten Materials in dieser Zusammenstellung dennoch offenkundig.

 

Keine Wertung

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3 Kommentare zu “ASP – Per Aspera Ad Aspera (Best Of)

  1. Kennt vielleicht jemand eine Seite auf der ASP Lieder interpretiert werden, bzw. Wo die Bedeutung der Lieder steht. Bei manchen Stücken habe ich auch nach hundert mal hören den Sinn noch nicht ganz verstanden.
    Würde mir echt helfen. Danke

  2. Öhm, was mit der Übersetzung gemeint war, war wohl „Per Aspera Ad Astra“ – “Über raue Pfade gelangt man zu den Sternen”. Genau so heißt das Album ja aber nicht…

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