CD-Review: Cataphraktus - Zorn des Waldes

Besetzung

Lenz – Gesang
Schabinger – Gitarre
Meffle – Gitarre
Clausing – Bass
Kabbe – Schlagzeug

Tracklist

01. Zorn des Waldes
02. Hoffnungstod
03. Fluch der Weisheit
04. Auf zum Kampfe (live)


CATAPHRAKTUS meldeten sich recht zeitig für den Underground-Contest unseres Webzines und genauso zügig spielte mir Mastermind Bobbo ihr eingesandtes Lied „Zorn des Waldes“ vor. Von diesem war ich sehr angetan, noch Tage danach zierte es meine Playlist und so war es obligatorisch, dass CATAPHRAKTUS beim Contest dabei sind und zudem von mir besprochen werden. Ihr Bandname leitet sich übrigens von cataphractus, zu Deutsch Panzer, ab. Das C wurde dann durch das K ersetzt, um die deutsche Herkunft der Band zu unterstreichen. Die Demo ist recht schickt aufgemacht, das Cover wurde schön gestaltet, außerdem gab es einen kleinen Tannenzweig dazu.

Den Anfang macht auch der Titeltrack, der mich vorab schon durchaus begeistern konnte. Ruhig geht es los, Lenz flüstert einige Textzeilen, bevor sich die Band mehr und mehr für den nachfolgenden Sturm rüstet. Dabei meldet sich die verzerrte Gitarre zu Wort. Zudem krächzt Lenz nun, was er sehr gut macht. Ab und an verfällt er an bestimmten Stellen leicht ins Growlen, das liegt aber für Black Metal noch im erträglichen Bereich. Das Stück geht nach vorne, steigert sich immer mehr, je weiter es voranschreitet. Der Gesang blüht auf, versinkt richtig im Text und im Gefühl, welches dem Lied innewohnt. Dazu werden die Instrumente eindringlicher, bauen eine sehr dichte Atmosphäre auf. Beim folgenden „Hoffnungstod“ dachte ich zunächst einmal an eine eigene Interpretation des Wigrid-Stückes, lag damit aber total falsch. CATAPHRAKTUS agieren hier sehr treibend und druckvoll, das Lied weiß zu gefallen und zeigt zudem auf, wie vielseitig die junge Band ist. Dieses Spektrum wird durch „Fluch der Weisheit“ noch ein wenig erweitert, die Gitarre agiert zu Beginn recht unkonventionell, desweiteren wechselt man ruckartig das Tempo.

Obwohl man auch hiermit Qualitäten vorzeigen kann, ist das Lied eventuell etwas zu lang geraten. Gen Ende ebbt die Spannung, mit der der Hörer „Fluch der Weisheit“ verfolgt, leicht ab. Zwar bemüht sich die Truppe hörbar, dem entgegenzusteuern, dies gelingt aber nur bedingt. Zum Schluss gibt es dann einen Livetrack zu hören, bei dem die Aufnahmequalität nicht wirklich von Vorteil ist, so ist das Schlagzeug hier und da zu schwach aufgelegt. Dennoch ein netter Bonus auf der Demo, die immerhin beachtliche 26 Minuten Spielzeit ausfüllt. Das Publikum scheint mit der Darbietung aber sehr zufrieden zu sein, so darf man einzelne Zurufe vernehmen.

„Zorn des Waldes“ ist eine empfehlenswerte Demo. Klar gibt es an wenigen Stellen kleine Mängel, aber das darf bei der ersten Demo so sein. Ansonsten ist ersichtlich, dass Talent und vor allem auch das Können, Größeres zu schaffen, vorhanden sind. So, wie sich CATAPHRAKTUS hier geben, denke ich, wird das deutlich erkennbare Potential auch über kurz oder lang ausgeschöpft und wenn alles gut läuft und kein Label fehlerhaft agiert, wird man zukünftig wohl über die Jungs erneut stolpern.

Bewertung: 7 / 10

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