CD-Review: Dissection - Maha Kali (Single)

Besetzung

Jon Nödtveidt – Gesang, Gitarre
Set Teitan – Gitarre
Brice Leclercq – Bass
Thomas Asklund – Schlagzeug

Tracklist

01. Maha Kali
02. Unhallowed (Rebirth Version)


“Fear The Return”! So lesen sich die Schlussworte der offiziellen DISSECTION-Biografie. Ganze acht Jahre lang war es jedoch still um die norwegischen Black/Death-Metaller um Jon Nödtveidt, der bekanntlich im Jahre 1997 wegen Beihilfe zum Mord ins Gefängnis musste. Nach einem ersten Lebenszeichen im neuen Jahrtausend, der Veröffentlichung der Live-CD „Live Legacy“ (2003), stand anschließend die Wiedergeburt von DISSECTION ins Haus.

Diese manifestierte sich in der Single „Maha Kali“, auf der DISSECTION erstmalig in neuer Besetzung zu hören sind: Neben Fronter Nödtveidt, der Gesang und Gitarrenspuren für „Maha Kali“ noch hinter schwedischen Gardinen aufnahm, komplettieren Set Teitan an der Gitarre, Brice Leclercq am Bass und der ehemalige Dark-Funeral-Drummer Thomas Asklund das neue Lineup.

Neu auch die Farbenwahl beim Artwork: Mag das für Fans der liebgewonnenen, blaulastigen Necrolord-Cover auch ungewohnt sein, ist das Bild doch sowohl bandtypisch als auch äußerst szenetauglich. Gezeigt wird Maha Kali, die „Göttin der Zerstörung“ im Hindu-Mythos, in einem zerstörerischen Zyklon. Musikalisch beinhaltet die Single den Titelsong „Maha Kali“ und eine „Rebirth Version“ des ’95er-Krachers „Unhallowed“.

Der Titeltrack „Maha Kali“ startet mit sehr eingängigen Riffs und rhythmischem Drumming, das deutlich auf die Wurzeln von DISSECTION im schwedischen Death Metal verweist. Während das Stück generell im Midtempo gehalten ist, sorgen einige Double-Bass-Attacken und ein schwungvolles Solo im Mittelpart für die nötige Dynamik. Einzigartig und in kaum zu fassendem Maße episch wird die Hymne an Maha Kali jedoch erst durch den lieblichen Gesang der Schwedin Nyx 218.

In „Unhollowed (Rebirth Version)“ geht es anschließend wesentlich mehr zur Sache. Wie unschwer zu erraten, stammt der Song ursprünglich vom ’95er-Eisen „Storm Of the Light’s Bane“. Zwar wurde der Sound etwas modernisiert und das Stück insgesamt einige Töne tiefergelegt. Ansonsten hat sich im Vergleich zur ursprünglichen Version jedoch nicht viel geändert: An Schnelligkeit, Aggressivität und Up-Tempo-Drumming wird nach wie vor nicht gegeizt. Ob es in Anbetracht der Tatsache, dass es am Sound von „Storm Of the Light’s Bane“ nach wie vor nichts auszusetzen gibt, eine neue Version gebraucht hätte, ist fraglich – da die Band schnellstmöglich ein Lebenszeichen von sich geben wollte, geht diese B-Seite jedoch in Ordnung.

Während das Eigen-Cover musikalisch eher überflüssig ist, ließ der Titeltrack dieser Single Freude auf das kommende Werk aufkommen: Das Songwriting für das dritte Album sollte nach der aktuell laufenden Tour starten – wer weiß, ob mit „Maha Kali“ nicht auch musikalisch eine neue Ära eingeleitet wurde? Eines steht jedenfalls fest: Mit der Marschroute „Fear The Return“ hat man im Hause DISSECTION keine leere Versprechung gemacht.

Keine Wertung

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