CD-Review: Gojira - The Flesh Alive

Besetzung

Joseph Duplantier – Gesang, Gesang
Christian Andreu – Gitarre
Jean Michel Labadie – Bass
Mario Duplantier – Schlagzeug

Tracklist

DVD1: Garorock (93 Min)
01. Orobrus
02. The Heaviest Matter Of The Universe
03. Backbone
04. Love
05. From The Sky
06. A Sight To Behold
07. The Art Of Dying
08. Drum Solo
09. Clone
10. Flying Whales
11. The Way Of All Flesh
12. Terra Incognita
13. Vacuity
Les Vieilles Charrues (15Min)
01. Indians
02. Toxic Garbage Island
03. World To Come

DVD2: Bordeaux (80 Min)
01. Orobrus
02. The Heaviest Matter Of The Universe
03. Backbone
04. Love
05. From The Sky
06. A Sight To Behold
07. The Art Of Dying
08. Drum Solo
09. Clone
10. Flying Whales
11. Toxic Garbage Island
12. The Way Of All Flesh
13. Terra Incognita
14. Vacuity
Documentary (62 Min)
The Way Of All Flesh From The Inside – Exclusive Behind The Scenes Footage

Tracklist CD (62min):
01. Orobrus
02. The Heaviest Matter Of The Universe
03. Backbone
04. Love
05. From The Sky
06. A Sight To Behold
07. The Art Of Dying
08. Clone
09. Flying Whales
10. The Way Of All Flesh
11. Terra Incognita
12. Vacuity


(Progressive / Melodic Death Metal) Seit 1996 im Geschäft, gehören GOJIRA, wie sich die als Godzilla gegründete Band heute nennt, vielleicht noch nicht zu den ganz Großen im Geschäft, allemal aber zu den Aufsteigern der letzten Jahre. Und so wundert es auch wenig, dass die Franzosen mit „The Flesh Alive“ nun zum ersten Mal in der Bandgeschichte eine DVD zusammengestellt haben.

Hinter einem sehr gelungenen Artwork beziehungsweise Layout verbergen sich dabei in der limitierten Deluxe-Edition gleich drei Silberlinge – zwei DVDs sowie eine Audio-CD.
Die Qual der Wahl, mit welchem der Bild- beziehungsweise Tonträger man sich am besten als erstes befasst, wird durch die Tatsache gemildert, dass alle drei mit einer quasi identischen Tracklist aufwarten – was das wiederum für einen Sinn haben soll, erschließt sich mir jedoch nicht. Denn wo dies beim Audiomitschnitt, welcher ja für gewöhnlich lediglich eine Audio-Version des für die DVD mitgeschnittenen Konzertes ist, noch logisch erscheint, vermag ich nicht nachzuvollziehen, wo der Sinn darin liegen soll, zwei hinsichtlich der gespielten Setlist nahezu identische Konzerte auf DVD zu bannen – zumindest, wenn sich die eine Show nicht in irgendeinem Aspekt merklich von der anderen unterscheidet. Und in der Tat: Bis auf die Tatsache, dass die Show in Bordeaux (DVD2) in einer kleineren Location stattgefunden zu haben scheint, als dies in Garorock (DVD1) der Fall gewesen ist, gibt es keine großen Unterschiede festzustellen: Schlichtes Bühnenbild, eine sehr stimmige Videoinstallation, eine nicht sonderlich extravagante Bühnenshow sowie in beiden Fällen vorzüglicher Sound machen beide Shows gleichermaßen sehenswert – beide DVDs hintereinander anzusehen ist aus ebendiesen Gründen jedoch nicht sonderlich reizvoll.
Erfreulich ist das Feature des Dolby5.1-Sounds, welcher eine recht lebendige Atmosphäre zu vermitteln vermag, auch wenn die Gitarren in dieser Abmischung ein wenig „aufgesetzt“ und überpräsent wirken – nichts zu kritisieren gibt es unterdessen am Bild, welches gestochen scharf, gelungen geschnitten und durch dezent eingesetzte Effekte wie Farbfilter oder Animationen aufgelockert voll und ganz zu überzeugen vermag.
Auch Bonus-Material darf auf einem solchen Output natürlich nicht fehlen: DVD 1 wartet diesbezüglich mit drei weiteren Livevideos, mitgeschnitten in Les Vieelles Charrues, auf, von denen immerhin zwei Livedarbietungen zeigen, die nicht im Set der anderen Shows enthalten sind – die Offenbarung sind diese Stücke jedoch ohne den Kontext eines Konzertes nicht wirklich.
DVD 2 hingegen beinhaltet neben der Show die für DVD-Veröffentlichungen dieser Art quasi obligatorische Band-Dokumentation. Wie viel man mit derartigem Behind-The-Scenes-Material, Bootleg-Aufnahmen von Recording-Sessions und Live-Konzerten sowie Interviewschnipseln anzufangen weiß, ist dabei natürlich Geschmacksfrage – denn während Die-Hard-Fans derartige Schmankerl gewiss zu genießen vermögen, ist Material dieser Art für gemäßigte Fans doch nicht unbedingt allzu spannend.
Welche der beiden Shows es auf die CD geschafft hat, ist ohne weiteres nicht herauszufinden – tut aber, wie gesagt, auch wenig zur Sache. Fakt ist: Auch hier ist der Sound kraftvoll und weiß zu begeistern. Für Live-CD-Fans hat man es bei dieser Beilage definitiv mit einem gut gewählten Bonus zu tun.

Mit „The Flesh Alive“ legen die Extreme-Metaller GOJIRA ein Rundum-Sorglos-Packet vor, welches Fans der Band definitiv zufriedenstellen sollte: Neben zwei sehr professionell mitgeschnittenen Konzerten, ist nicht zuletzt die soundtechnisch mehr als gelungene Live-CD ein echter Selling-Point des hübschen Packages, welches im Übrigen auch als Blue-Ray+CD-Bundle auf den Markt kommt. Einziger Wermutstropfen ist, wie bereits angesprochen, die nahezu identische Setlist beider Videomitschnitte – dass GOJIRA auf der zweiten DVD mit einem Akustik-Gig oder einem ähnlichen Extrem aufwarten, hätte wohl niemand erwartet – zumindest eine leicht variierte Setlist wäre allerdings schon nicht ganz verkehrt gewesen, um etwas mehr Anreiz zu schaffen, sich beide DVDs komplett anzusehen.

Bewertung: 8 / 10

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