CD-Review: Ozzy Osbourne - Memoirs Of A Madman

Besetzung

Ozzy Osbourne - Gesang
Backingband siehe Tracklist

Tracklist

DVD 1 – THE MUSIC VIDEOS
01. Bark At The Moon
02. So Tired
03. The Ultimate Sin
04. Lightning Strikes
05. Crazy Train
06. Miracle Man
07. Crazy Babies
08. Breaking All The Rules
09. No More Tears
10. Mama, I’m Coming Home
11. Mr. Tinkertrain
12. Time After Time
13. Road To Nowhere
14. I Don’t Want To Change The World (Live)
15. Changes
16. Perry Mason
17. I Just Want You
18. See You On The Other Side
19. Back On Earth
20. Gets Me Through
21. Dreamer
22. In My Life
23. I Don’t Wanna Stop
24. Let Me Hear You Scream
25. Life Won’t Wait
26. Let It Die
BONUS
27. Mama, I’m Coming Home (Alternativ-Version)
28. Making Of Let Me Hear You Scream
29. Making Of Life Won’t Wait
30. Changes (with Kelly Osbourne)

DVD 2
Rochester, NY 1981
I Don’t Know
Suicide Solution
Mr. Crowley
Crazy Train

Ozzy’s Bunker

Albuquerque, NM 1982
Over The Mountain

MTV 1982
New York, NY 1982
Fairies Wear Boots (Clip)

Ozzy’s Bunker

Entertainment USA 1984

Kansas City, MO 1986
(Jake E Lee, Phil Soussan, Randy Castillo)
Bark At The Moon
Never Know Why

Ozzy’s Bunker

Killer Of Giants
Thank God For The Bomb
Secret Loser

Ozzy’s Bunker

Philadelphia, PA 1989
(Zakk Wylde, Geezer Butler, Randy Castillo)
Bloodbath In Paradise
Tattooed Dancer
Miracle Man

MTV 1989

Marquee, UK 1991
(Zakk Wylde, Mike Inez, Randy Castillo)
Bark At The Moon (Clip)

Studio 1992

San Diego, CA 1992
(Zakk Wylde, Mike Inez, Randy Castillo)
I Don’t Want To Change The World
Road To Nowhere

Japan 1992

Ozzy’s Bunker

No More Tears

Studio 1992
Desire

MTV 1992
Mama, I’m Coming Home

Studio 1992

Ozzmosis Recording Session 1995

Ozzfest 1996
(Joe Holmes, Robert Trujillo, Mike Bordin)
Perry Mason

Fame & Fortune

Tokyo, Japan 2001
(Zakk Wylde, Robert Trujillo, Mike Bordin)
Gets Me Through

Fame & Fortune

Ozzfest 2007
(Zakk Wylde, Blasko, Mike Bordin)
Not Going Away

Black Rain Photo Shoot

Las Vegas, NV 2007
(Zakk Wylde, Blasko, Mike Bordin, Adam Wakeman)
I Don’t Wanna Stop

Scream Recording Session 2010

London, England 2010
(Gus G, Blasko, Tommy Clufetos, Adam Wakeman)
Let Me Hear You Scream

BONUS
Philadelphia, PA 1989
(Zakk Wylde, Geezer Butler, Randy Castillo)
Flying High Again

Tokyo, Japan 2001
(Zakk Wylde, Robert Trujillo, Mike Bordin)
Believer


Es gibt wohl nur sehr wenige Musiker, die so synonym für Heavy Metal stehen, wie OZZY OSBOURNE. Ursprünglich Sänger bei Black Sabbath und damit Miterfinder des Genres an sich, gelang dem Briminghamer auch solo eine große Karriere, im Zuge derer er die Bühne mit einer Vielzahl grandioser Musiker teilte. Nun steht unter dem Titel „Memoirs Of A Madman“ große Rückschau an.

Zu diesem Zwecke hat der Meister zwei DVDs randvoll mit bewegten Bildern gefüllt, die seine Solokarriere von 1981 bis 2010 dokumentieren. Quasi nebenbei zeigt „Memoirs Of A Madman“ dabei gleichzeitig den Wandel auf, der sich in der Musik, der Mode und der Bandbesetzung vollzog.
Die erste DVD enthält dabei die Musikvideos, die OZZY OSBOURNE im Laufe der Zeit veröffentlicht hat. Ganze 26 Clips sind in den knapp drei Dekaden entstanden und neben der deutlichen Weiterentwicklung der Videotechnik, die hier exemplarisch zu beobachten ist, bringt einen die konstant hohe Qualität der Musik zum Staunen. Denn die hier versammelten Songs würden in CD-Form problemlos als Best Of durchgehen. Eine solche hätte man sich an dieser Stelle allerdings auch gewünscht, denn die wäre sicher doch regelmäßiger zum Einsatz gekommen, als eine DVD voller Musikvideos.

Auch die zweite DVD ist randvoll, diesmal allerdings mit Livematerial, aufgenommen quer durch alle Schaffensphasen des Altmeisters. Beeindruckend ist hierbei das häufig wechselnde und doch immer namhafte Personal. Egal ob Randy Rhoades oder Zakk Wylde die Gitarre bedienen, ob Robert Trujillo oder Geezer Butler die tiefen Saiten zupfen – OZZY OSBOURNE hat stets eine absolute Topmannschaft hinter sich.
Die auf „Memoirs Of A Madman“ enthaltenen Tracks überschneiden sich selbstredend auf den beiden DVDs, was dem Ganzen jedoch nicht zum Nachteil gereicht. Vielmehr ist es eine wahre Freude, Songs wie „Bark At The Moon“, „Crazy Train“ oder „I Don’t Wanna Stop“ sowohl im Rahmen eines Musikvideos, als auch Live zu sehen.

Besonders spannend ist auf „Memoirs Of A Madman“ zu verfolgen, wie sich mit den Besetzungswechseln, speziell denen an der Gitarre, auch der Sound der Lieder ändert. Gerade die Spätphase von Mr. Wylde wartet mit derart fetten Riffs und (modernen) Grooves („Gets Me Through“) auf, dass frühere Gitarristen wir Rhoades oder Lee wohl nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt hätten.
Zugleich wird durch diese Veränderung aber auch deutlich, wie OZZY OSBOURNE sich immer wieder auch verändert und dem Zeitgeist anpasst, allerdings ohne dabei seine typischen Trademarks zu verlieren. Dieser Spagat zwischen Veränderung und Beibehaltung von Kernpunkten sind wohl letztlich auch der Hauptgrund, weshalb der Madman auch nach 30 Jahren noch erfolgreich auf der Bühne steht – ein Aspekt auf den der Chef übrigens auch in den sehr unterhaltsamen Interviews eingeht, die auf der zweiten DVD enthalten sind und zwischen die einzelnen Liveauftritte gestreut wurden.

„Memoirs Of A Madman“ bietet einen umfassenden Überblick über das Schaffen des vielleicht bekanntesten Metalsängers. OZZY OSBOURNE ist eine lebende Legende und diese Zusammenstellung macht deutlich, dass er diesen Status verdient – sowohl durch seine Arbeit mit Black Sabbath, als auch durch sein Soloschaffen.

Bewertung: 9 / 10

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