DVD-Review: Ozzy Osbourne - Speak Of The Devil (DVD)

Besetzung

Ozzy Osbourne - Gesang
Brad Gillis - Gitarre
Rudy Sarzo - Bass
Tommy Aldridge - Schlagzeug
Don Airey - Keyboards

Tracklist

01. Over The Mountain
02. Mr. Crowley
03. Crazy Train
04. Revelation: Mother Earth
05. Steal Away
06. Suicide Solution
07. Guitar/Drum Solo
08. Goodbye To Romance
09. I Don't Know
10. Believer
11. Flying High Again
12. Iron Man
13. Children Of The Grave
14. Paranoid


„Speak Of The Devil“ wurde 1982 im kalifornischen Irvine Meadows gefilmt. Es handelte sich dabei um einen der Nachholtermine für die wegen Randy Rhoads Tod ausgefallenen Konzerte der „Diary Of A Madman“-Tornee. Das Material erscheint nun erstmals als DVD.
Obwohl die Videospuren schon gute 30 Jahre auf dem Buckel haben, gibt es an der Bild-Qualität im Grunde kaum etwas zu bemängeln. Ich habe schon weitaus aktuellere Aufnahmen mit schlechterer Qualität gesehen. Da haben die Techniker wirklich rausgeholt, was ging. Der Ton ist für die Verhältnisse etwas zu klar und lässt auf eine spätere Nachbearbeitung schließen. Die Schnitte, die Wechsel der Perspektiven und die Zoom-Ins wirken für die frühen Achtziger ebenfalls sehr professionell.
Der Bühnenaufbau mit der Front eines Schlosses oder einer Kathedrale ist ein Augenschmaus. Auch die per Lasertechnik regelmäßig eingespielte Riesenfledermaus über dem erhöhten Drumset ist für damals ein toller Effekt. OZZY mimt bei dem Auftritt das, was er schon immer am besten konnte – einen Durchgeknallten. Die dunkle Schminke um die Augen, seine Mimik und die Bewegungen, das komplette Heruntereißen seiner Oberkörperkleidung während des Gig oder der Herumwerfen eines Kreuzes zu Beginn forcieren diese Darstellung. OZZY OSBOURNE liefert dem Publikum genau die Show, die es sehen will. Zudem passt das alles zum damals aktuellen Album „Diary Of A Madman“.
Die Setlist besteht aus einem gelungenen Querschnitt durch die beiden damals existierenden OZZY-Werke „Blizzard Of Ozz“ und „Diary Of A Madman“ und drei Songs aus Black-Sabbath-Zeiten. Einzig, dass der facettenreiche Titeltrack des zweiten Werkes es nicht auf die Bühne geschafft hat, finde ich etwas ärgerlich. Doch auch so hat man es auschließlich mit Top-Songs zu tun.
OZZY OSBOURNE steht bei dem Auftritt natürlich im Mittelpunkt der Kameraführung, aber auch Brad Gillis, der sehr kurzfristig Randy Rhoads ersetzen musste, bekommt einiges an Aufmerksamkeit ab. Und ich muss sagen, er macht seine Sache im Großen und Ganzen wirklich gut. Ein, zwei Patzer kann man ihm verzeihen. Die übrigen Bandmitglieder können sich nur selten in Szene setzen, man sieht sie großteils nur in der Fernansicht – ausgenommen beim Drumsolo, bei dem Tommy Aldridge nach Entsorgen der Sticks einfach mit den bloßen Händen weiterarbeitet. Erwähnenswert sind aber noch die Platzierung des Keyboards auf einem der großen Balkone des Bühnenbauwerks bzw. der Drums oberhalb des mächtigen Stufenaufgangs zu diesem Gebäude. Das sieht optisch alles sehr gelungen aus.

„Speak Of The Devil“ ist ein rundum gelungener Konzertmitschnitt aus den Glanzzeiten von OZZY OSBOURNE. Wer etwas für den skurrilen Ausnahmekünstler übrig hat, sollte sich diese DVD nicht entgehen lassen.

Bewertung: 8.5 / 10

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