Review Six Feet Under – 13

  • Label: Metal Blade
  • Veröffentlicht: 2005
  • Spielart: Death Metal

Neues aus dem Hause SIX FEET UNDER. Nachdem die Recken um Frontmann Chris Barnes bereits mit „True Carnage“ und „Bringer Of Blood“ aufzeigten, dass sie weit von glanzvollen Zeiten einer „Maximum Violence“ sind, legen sie im Jahre 2005 mit „13“ das nächste Album ins Plattenregal. Dass Mr. Barnes vor jedem neuen Album der Band das persönliche „Master of Puppets“ ankündigt ist spätestens seit der „Bringer Of Blood“ weitläufig bekannt. Was sich der charismatische Mann mit dem Joint unter der Nase dabei immer denkt, kann leider kaum jemand beantworten.

Für Six Feet Under-Verhältnisse erwartet den Hörer ein recht zügiges Werk, schräge Riffs und drückendes Drumming. Über den Gesang des einst so genialen Death Metal Shouters, der das Cannibal Corpse Aushängeschild „The Bleeding“ einsang, bin ich allerdings geteilter Meinung. Er kommt wieder etwas tiefer, holt aber für meine Begriffe lange nicht alles aus sich raus. Beim Titelsong hört man von ihm ganz ungewohnte Töne, die sich als ein Krächzen umschreiben lassen. Bei anderen Tracks wiederum hört er sich an, als stecke ihm ein halber Zombie in der Speiseröhre. Gar lustig tönt seine vermutlich scherzhaft eingesetzte Stimme bei „This Suicide“, denn so wie er da die Wörter schräg in die Länge zieht, kann er das selbst benebelt nicht ernst meinen. Eine nette, auffällige Aktion.
Es fällt schwer, hier einen stärksten Titel ausfindig zu machen, da die Songs großen Teils ähnlich strukturiert sind nur dabei leider weder glänzen noch besonders auffallen. Dies tut höchstens noch „Shadow Of The Reaper“, welcher zu Promotion-Zwecken bereits zum Download angeboten wurde und daher vielleicht einfach schon geläufig ist. Insgesamt muss man allerdings sagen, dass sich den Songs nur schwer die passenden Namen zuordnen lassen, was teilweise an der Ähnlichkeit der Songs liegt und teilweise am Gesang, der sich ständig gleich anhört. Wo sind die starken Betonungen geblieben, die die „Maximum Violence“ so hörenswert macht?

Alles in allem ist „13“ nicht anders als die „Bringer of Blood“ und wenn es um konstanten musikalischen Rückschritt geht, ist Six Feet Under aktuell eine der stabilsten Gruppen überhaupt. Natürlich kann man sich dieses Album als Fan des klassischen Grooves mal anhören, aber ein Pflichttermin ist dieser Silberling weißgott nicht. Lebe wohl, Six Feet Under!

Wertung: 3 / 10

Geschrieben am 5. April 2013 von Metal1.info

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