CD-Review: Whoredom Rife - Nid - Hymner Av Hat

  • Veröffentlichung: 2018
  • Label: Terratur Possessions
  • Spielart: Black Metal
Besetzung

K.R. - Gesang
V. Einride - alle Instrumente

Tracklist

1. Summoning The Ravens
2. Verdi Oeydest
3. Where The Shadows Dwell
4. Hyllest
5. Crown Of Deceit
6. New Hate Dawns
7. Ceremonial Incantation


Weswegen eine Band zu einen Bandnamen kommt, wie es WHOREDOM RIFE mit ihrem geschehen ist, dürfte wohl eine witzige oder zumindest interessante Anekdote sein. Weniger witzig, aber dafür definitiv interessant ist das zweite Album der Norweger, die ihrem Debüt „Dommedagskvad“ nach nur einem Jahr einen Nachfolger schenken.

Auch dieser ist mit sieben Songs der düstersten Black-Metal-Ecke entsprungen, für die das Heimatland des Duos bekannt ist. Allerdings haben WHOREDOM RIFE ihren Songs mehr Raum zur Entfaltung gegeben, denn die Trondheimer speien 52 Minuten lang dem Hörer „Nid – Hymner Av Hat“, Hymnen des Hasses, entgegen.

Die Absicht der beiden Musiker ist dabei schnell entlarvt: Den Spirit längst vergangener Tage in einem neuen Gewand einzufangen. Weniger kryptisch formuliert: WHOREDOM RIFE präsentieren ihre Interpretation von True Norwegian Black Metal so true wie möglich und so modern wie nötig, um beide Seiten nicht vor den Kopf zu stoßen. Gorgoroth-Hörer können sich „Nid – Hymner Av Hat“ ebenso zulegen wie Fans von Nightbringer. Denn die beiden Norweger bewegen sich im dissonanten Riffing („Summoning The Ravens“) ebenso in ihrer Komfortzone wie in ausufernden melodischen Gitarrenverläufen („Hyllest“).

Dabei scheuen WHOREDOM RIFE keinerlei Kontakt mit Akustikgitarren („Where The Shadows Dwell“) oder frischen Leads („New Hate Dawns“), die bitterböse und catchy zugleich aus den Boxen dröhnen. Durch die dauerhaft eingesetzten Twin Guitars erhalten die sieben Songs außerdem einen ausdrucksstarken Gitarrensound, der für eine Platte im Stile der 90er Black-Metal-Jahre eher einen Segen denn eine Grundvoraussetzung darstellt.

Das ist der Punkt, an dem WHOREDOM RIFE ihren größten Trumpf wortwörtlich ausspielen: Die Norweger verbinden einen klaren, druckvollen Klang mit dem bitterbösen Charme einer Black-Metal-Platte. Dazu noch ein paar Reminiszenzen an ihre amerikanischen Kollegen von Inquisition und voila, „Nid – Hymner Av Hat“ kann sich noch einige Mal im Player drehen, ohne dabei die Euphorie für die Platte zu schmälern.

Bewertung: 8 / 10

Geschrieben am

1 Kommentar zu “Whoredom Rife – Nid – Hymner Av Hat”

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: