CD-Review: Xandria - Fire & Ashes

Besetzung

Dianne van Giersbergen - Gesang
Marco Heubaum - Gesang, Gitarre, Keyboard
Philip Restermeier - Gitarre
Steven Wussow - Bass
Gerrit Lamm - Schlagzeug

Tracklist

01. Voyage Of The Fallen
02. Unembraced
03. In Rememberance
04. I'd Do Anything For Love (But I Won't Do That)
05. Ravenheart
06. Now & Forever
07. Don´t Say A Word


Dieser Titel wird kaum willkürlich gewählt worden sein: Natürlich haben XANDRIA schon immer mit dem flammenden Element kokettiert, aber dieses Mal findet auch der Rückstand desselben Berücksichtigung. Schließlich werden nicht nur zwei Coverversionen älterer Klassiker angeboten, man covert sich auch quasi selber, indem man zwei der bekannten Nummern noch einmal neuauflegt.

Das hat natürlich alles seine Daseinsberechtigung, schließlich ist Dianne van Giersbergen trotz des gelungenen Debüts „Sacrificium“ immer noch relativ neu bei der Band und da lässt man sich die Chance, mit einer raschen EP im Gespräch zu bleiben, nicht entgehen. Positiv sollte direkt zu Beginn die für eine EP opulente Spielzeit von fast 35 Minuten erwähnt werden. Drei neue Songs, zwei Neueinspielungen und zwei Cover gehen auch über Standards hinaus, so dass man XANDRIA kaum kommerzielle Gedanken unterstellen kann.
Zumindest nicht, was die Vermarktung angeht, beim Songwriting kommt dieser Verdacht (mal wieder) doch hier und da auf. Die Westfalen haben sich nun einmal symphonischen Metal der leichteren Gangart auf die Fahnen geschrieben, was sich im Wesentlichen auf die Eingängigkeit bezieht. Die neuen Songs klingen gar nicht neu, sondern als würde man sie schon genauso lange kennen wie die neueingespielten. Allerdings tut sich dazwischen schon ein Qualitätsunterschied auf. Natürlich hat es neue Musik schwer, wenn man sie den größten Hits der eigenen Geschichte gegenüberstellt und so sticht maximal das balladeske „In Rememberance“ heraus.
Gleiches gilt auch für die Coverversionen. Kann sich der Hörer bei Meat Loafs „I’d Do Anything For Love (But I Won’t Do That)“ noch darüber freuen, dass XANDRIA die erdrückende Schwülstigkeit des Originals durch symphonische Dynamik etwas ausbremsen, bietet „Don´t Say A Word“ von Sonata Arctica nur wenig, was einen wiederholten Konsum rechtfertigt. Und so bleibt es am Ende dabei, die neuen Versionen von „Ravenheart“ und „Now & Forever“ bilden mit ihrer noch einmal gesteigerten Symphonik die Highlights von „Fire & Ashes“.

Braucht der Fan die EP? Nun, der beinharte Freund der Bielefelder sicherlich, wer XANDRIA mal nebenher hört, kann auch einen Bogen darum machen. Interessant ist „Fire & Ashes“ aber sicher für Neueinsteiger, die sich einen schnellen Überblick verschaffen wollen. Dafür ist die Low-Budget-Variante eines Backkatalogs bestens geeignet.

Keine Wertung

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