Interview mit Kirk Windstein von Crowbar

Bereits 2011 stellten CROWBAR mit „Sever The Wicker Hand“ klar, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Mit dem beeindruckend starken „Symmetry In Black“ legen die Herren aus New Orleans nun noch einen drauf. Urgestein Kirk Windstein im Interview über Touren, Alkohol und 26 Jahre Sludge.

crowbarIhr seid gerade von eurer Europa-Tour zurück – zufrieden?

Die Tour war großartig – wir werden im Sommer aber noch zweimal zurück nach Europa kommen!

Gibt es eine witzige Anekdote von der Tour zu berichten?
Nicht wirklich., nein. Wir sind zahm geworden auf die alten Tage.

Du tourst seit Dekaden um die Welt. Freust du dich heute mehr als früher, von einer Tour wieder daheim zu sein?
Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen, aber ich hasse das herumfahren. (lacht) Wenn ich daheim bin, liebe ich mein Familienleben – aber ich freue mich immer schon darauf, wieder auf Tour zu sein.Crowbar-01

Wenn du das Tourleben heute mit deinen ersten Konzertreisen vergleichst – was hat sich geändert und was wird sich nie ändern?
Der Wechsel zwischen Stress und Warten wird sich nie ändern. Deutlich weniger Party und mehr Technologie haben das Touren aber weniger langweilig gemacht.


Wann werdet ihr anfangen, Songs von eurem neuen Album zu spielen?

Bisher haben wir nichts davon gespielt. Aber ein neuer Song bekommt jetzt am Freitag hier in New Orleans sein Bühnen-Debüt!


Crowbar - Symetry In BlackDas Album heißt „Symmetry In Black“, während ein Stück „Symmetry In White“ betitelt ist. Was war die Idee dahinter?

Der Albumtitel bedeutet für mich Perfektion in Schwarz, oder im Verderben. Der Albumtitel ist ein Wortspiel mit dem von dir angesprochenen Song.


Wo siehst du die Hauptunterschiede zwischen dem neuen Album und
Sever The Wicked Hand”?
Es ist die natürliche Weiterentwicklung seines Vorgängers.


Die Texte zu „Sever The Wicker Hand“ hast du sehr spontan geschrieben – war das dieses Mal anders?

Nicht wirklich. Ich mag es einfach am liebsten, die Texte spontan zu schreiben.


Im letzten Interview mit Metal1.info 2011 hast du erzählt, dass du dich freust, dass du dank des hohen Budgets nicht am Artwork sparen musst. Warum habt ihr euch dieses Mal für ein so schlichtes Layout entschieden?

Um das absolute Gegenteil zu tun. Wir wollten dieses Mal etwas sehr simples.


Du hast damals auch gesagt, dass du dem Alkohol und anderen Drogen nach ernsthaften gesundheitlichen Problemen den Rücken gekehrt hast. Wie sieht es diesbezüglich heute aus?

Ich trinke wieder, aber viel umsichtiger und ich trinke deutlich weniger.


Mittlerweile sind 26 Jahre vergangen, seit du mit Aftershow die Vor-Vorgänger-Band von CROWBAR gegründet hast. Wie lässt sich dieses Vierteljahrhundert in Worte fassen?

Es war eine unglaubliche Reise – und jetzt ist CROWBAR wiedergeboren. Insofern: Wir sind gespannt, was da noch kommt!


Bands wie Killswitch Engage, Chimaira oder Hatebreed nennen Crowbar als Haupteinfluss. Interessiert dich das?

Natürlich! Ich bin sehr stolz darauf, was ich geschaffen habe.

Crowbar

Du hast 2013 Down verlassen – warum?
Es ging nicht anders. Ich musste mein Leben vereinfachen und unter Kontrolle bekommen … und es hat geklappt!


Zu guter Letzt: Gibt es etwas Neues aus dem Kingdom-Of-Sorrow-Lager zu berichten?

Es wird … versprochen!


Die letzten Worte gehören dir – willst du unseren Lesern und euren Fans noch etwas mitteilen?

Danke euch für 25 Jahre Unterstützung!

Zum Abschluss ein kurzes Brainstorming:
Deutschland: Ich liebe es!
Das letzte Album, das du dir gekauft hast: Ich habe mir heute eine CD von “Symmetry In Black” gekauft!
Festivals: Geil!
Russland: Anders, aber ich mag es dort.
Sludge: Das, was wir machen.
Alkohol: Stellt sicher, dass euer An/Aus-Schalter noch geht!

Vielen Dank für das Interview!