CD-Review: Acid Mammoth - Under Acid Hoof

Besetzung

Chris Babalis Jr. - Gesang, Gitarre
Chris Babalis Sr. - Gitarre
Dimosthenis Varikos - Bass
Marios Louvaris - Schlagzeug

Tracklist

01. Them!
02. Tree Of Woe
03. Tusks Of Doom
04. Jack The Riffer
05. Under Acid Hoof


Gut zwei Jahre sind vergangen, seit ACID MAMMOTH ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlicht haben. Nun steht mit „Under Acid Hoof“ das zweite Werk der Band aus Athen in den Startlöchern und wenn man der Facebook-Seite der Griechen glauben kann, dann dürfte es hier hauptsächlich klassischen Doom Metal der Marke Black Sabbath zu hören geben.

Bereits nach wenigen Minuten ist klar: Ganz so krass ist es dann zum Glück nicht. Die Urväter des Doom Metal haben sicherlich einen großen Einfluss auf den Trip des ACID MAMMOTH gehabt, aber auch diverse andere Bands aus dem Doom- und Stonerbereich könnten hier Geburtshelfer gewesen sein.
Die tonnenschweren Riffs dringen, begleitet von einem kräftig knurrenden Bass, ordentlich aus den Boxen und über allem steht dabei der hohe und phasenweise natürlich an Ozzy erinnernde Gesang. Das Schlagzeugspiel ist unaufgeregt und gibt gezielt den Takt und das Tempo vor, wobei die Wechsel hier eher dezent sind. Die Lead-Gitarren und Soli fügen sich auf „Under Acid Hoof“ zwar sehr gut ein, dürfen die drückende Schwere aber zu keinem Zeitpunkt durchbrechen. Dass das gesamte Album zudem im Verzerrer hängen geblieben ist, ist im Doom und Stoner Metal natürlich keine Seltenheit, aber verstärkt die Gleichförmigkeit der Lieder nur noch mehr.
Leider ist das auch der Schwachpunkt von „Under Acid Hoof“, denn insgesamt klingen ACID MAMMOTH nicht besonders innovativ oder experimentierfreudig. Die Produktion bewegt sich zwar auf einem guten Niveau und auch die einzelnen Musiker liefern gute Arbeit ab, aber bereits beim ersten Hören fällt einem die fehlende Abwechslung auf. Und auch sonst klingen die fünf Stücke zu oft nach Massenware aus dem mittlerweile sehr großen Stoner-Regal.
Mit dem Opener „Them!“ und „Jack The Riffer“ gibt es nichtsdestotrotz zwei Songempfehlungen auf dem Langspieler. Erstgenanntes Stück erfreut einfach durch sein etwas höheres Tempo und ist für den Einstieg in solch ein Album definitiv eine gute Wahl. Das letztgenannte Stück wiederum überzeugt durch seine doch mal etwas mehr Freiraum bekommenden Lead-Gitarren und das sich immer wieder steigernde Drumming.

ACID MAMMOTH präsentieren mit „Under Acid Hoof“ letztendlich ein sehr solides Stoner-Metal-Album, das vor allem die Fans des Genres anspricht, die es eher puristisch mögen. Wer viel Wert auf Dynamik und Abwechslung legt, wird hier hingegen nicht auf seine Kosten kommen.

Bewertung: 6.5 / 10

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