CD-Review: Arch Enemy - Covered In Blood

Besetzung

Alissa White-Gluz - Gesang
Michael Amott - Gitarre
Jeff Loomis - Gitarre
Sharlee D' Angelo - Bass
Daniel Erlandsson - Schlagzeug

Tracklist

01. Shout – Tears For Fears
02. Back To Back – Pretty Maids
03. Shadow On The Wall – Mike Oldfield
04. Breaking The Law – Judas Priest
05. Nitrad – Moderat Likvidation
06. When The Innocent Die – Anti-Cimex
07. Warsystem – Skitslickers
08. Armed Revolution – Skitslickers
09. Spräckta Snutskallar – Skitslickers
10. The Leader (Of The Fuckin’ Assholes) – Skitslickers
11. City Baby Attacked By Rats – G.B.H.
12. Warning – Discharge
13. The Zoo – Scorpions
14. Wings Of Tomorrow – Europe
15. The Oath – Kiss
16. The Book Of Heavy Metal – Dream Evil
17. Walk In The Shadows – Queensryche
18. Incarnated Solvent Abuse – Carcass
19. Kill With Power – Manowar
20. Symphony Of Destruction – Megadeth
21. Aces High – Iron Maiden
22. Scream Of Anger – Europe
23. Starbreaker – Judas Priest
24. The Ides Of March – Iron Maiden


Bei all den Negativschlagzeilen der letzten Wochen vergisst man fast, dass ARCH ENEMY ja auch Musik machen. Wobei es fraglich ist, ob „Covered In Blood“ überhaupt viele Schlagzeilen wert ist, handelt es sich doch dabei lediglich um eine Compilation mit allen Coversongs, die die Band jemals aufgenommen hat. Zwar waren einige davon bis dato nur auf Japan-Editionen zu finden, doch bleibt ein schaler Beigeschmack, wenn man dafür nun Geld ausgeben soll.

Mit 24 Songs ist die Scheibe aber gut bestückt und auch die musikalische Bandbreite der Cover ist ansehnlich. Von Iron Maiden, über Judas Priest hin zu Manowar und Discharge wildern ARCH ENEMY in den verschiedensten Genres. Dabei passt der melodische Death Metal der Truppe mal mehr und mal weniger zu den Stücken. Vor allem bei Iron Maidens „Aces High“ oder dem Tears For Fears-Song „Shout“ ist das brachiale Klanggewand doch etwas ungewohnt, was aber nicht heißen soll, dass die Band keinen guten Job macht. Besonders Spaß machen die zahlreichen D-Beat- und Grindcore-Cover, die ARCH ENEMY von einer ungewohnt dreckigen Seite zeigen und bei denen Alissa endgültig klar macht, dass sie eine mehr als würdige Nachfolgerin für Angela Gossow ist. Besagte ehemalige Frontfrau ist ebenfalls häufig auf „Covered In Blood“ vertreten und weckt nostalgische Erinnerungen.

Einen wirklichen Ausfall verzeichnet „Covered In Blood“ nicht, was aber auch daran liegen mag, dass ARCH ENEMY eine gute Songauswahl getroffen haben. Die Compilation macht also durchaus Spaß und zeigt die Wandlungsfähigkeit und die vielfältigen Einflüsse der Band, wobei man beim heutigen doch etwas glatten Sound der Truppe gar nicht glauben mag, dass Michael Amott auch auf derben Grindcore steht. Die-Hard-Fans von ARCH ENEMY dürften zwar die meisten dieser Songs bereits ihr Eigen nennen, werden aber bei „Covered In Blood“ wohl dennoch zuschlagen. Alle anderen müssen selbst entscheiden, ob sich die Anschaffung lohnt. Bock macht die Scheibe auf jeden Fall.

Keine Wertung

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