CD-Review: Arch Enemy - Wages Of Sin

Besetzung

Angela Gossow – Gesang
Michael Ammot – Gitarre
Christopher Ammot – Gitarre
Sharlee D’Angelo – Bass
Daniel Erlandsson – Schlagzeug

Tracklist

CD 1:
01. Enemy Withhin
02. Burning Angel
03. Heart Of Darkness
04. Ravenous
05. Savage Messiah
06. Dead Bury Their Dead
07. Web Of Lies
08. The First Deadly Sin
09. Behind The Smile
10. Snow Bound
11. Shadow And Dust
12. Lament Of A Mortal Soul
13. Ravenous (Video)

CD 2:
01. Stabreaker
02. Aces High
03. Scream Of Anger
04. Diva Satanica
05. Fields Of Desolation ’99
06. Damnation’s Way
07. Hydra
08. The Immortal (Video)


Schnauze voll vom modernen, weichgespültem Göteburger Sound, der mehr „Melodic“ als „Death“ ist ? Wem das Bettzeug eines Fakirs noch zu weich ist, aber trotzdem Wert auf ausgefeilte Gitarrenläufe legt, der könnte mit „Wages of Sin“ richtig glücklich werden. „Schnauze voll“ gibt’s hier nämlich auch, aber auf eine sehr viel direktere Art und Weise als heutzutage üblich.

Dieses Eisen ist verdammt heiß. Ein einziges, kompromissloses Stück melodisches Todesmetall. Die Gitarren sägen am Verstand, der Bass schüttelt einen durch, das Schlagzeug erklingt sanft wie ein Bombenteppich und über alles erhebt sich die unglaubliche Stimme der bezaubernden Frontfrau. Wenn die Dame genauso nachdrücklich an der Fleischtheke ihre Bestellung aufgibt („3 KILO MORTADELLA, BITTE !!!) wie sie hier singt, will ich sie auf der Stelle heiraten! Vor kurzem hat Kollege Daniel in einem Review gefragt, ob es „die“ Musik für jede Stimmung gibt: Ja, hier ist sie! Stürzt euch damit todesmutig auf Skiern den Hang runter, braust damit an einem heißen Sommertag durch die Gegend, hört sie im Freibad, zum morgens zum wach werden, oder schreit eure Wut auf den neuen Freund eurer Liebsten zusammen mit Angela heraus, egal ob gute oder schlechte Laune, Wages of Sin ist für euch da.

Dummerweise habe ich das Fazit damit schon vorweg genommen, aber ich muss trotzdem irgendwie noch auf eine annehmbare Länge für eine CD-Besprechung kommen. Was gibt’s also sonst noch zu berichten ? Die Produktion ist mehr als ordentlich, es tönt einfach richtig gut und kernig aus den Boxen. Die Abwechslung kommt niemals zu kurz, obwohl das gesamte Album – wie bereits erwähnt – einen enormen Härtegrad aufweist. Die Gitarrenläufe sind fantastisch und an allen Ecken und Enden werden einem mehr oder weniger lange Gitarrensoli geboten, die sich bis ganz tief ins Gehör fressen. Hatte ich schon die urböse Stimme der Sängerin erwähnt ? Das Album weißt außerdem eine erfreuliche Spiellänge von beinahe 50 Minuten auf und kommt zusätzlich noch mit einer Bonus CD daher, auf welcher einige alte oder nur in Japan veröffentlichte Songs zu finden sind, außerdem ist auf beiden CD’s jeweils noch ein Video zu finden.

Alle Fans des Genres müssen an dieser Stelle entweder hektisch den Weg zum Plattendealer ihres Vertrauens antreten oder zumindest schon mal ihren Lieblingsmailorder ansurfen, hier kann man gar nichts verkehrt machen. Ein schamlos euphorisches Review…
(Sebastian Klein)

Bewertung: 9 / 10

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