Albumcover Centinex

Review Centinex – The Pestilence (EP)

  • Label: Agonia
  • Veröffentlicht: 2022
  • Spielart: Death Metal

Ähnlich wie ihre Landsmänner sowie Label- und Genrekollegen von Demonical schicken sich auch CENTINEX an, die Death-Metal-Gemeinde anno 2022 mit neuer Musik zu beglücken. Nachdem die äußeren Faktoren zwischen beiden Bands identisch sind, bleibt nur zu hoffen, dass CENTINEX mit ihrer neuen EP „The Pestilence“ ein besseres Stück an Oldschool Death Metal geschrieben haben als Demonical mit „Mass Destroyer“.

Die EP wurde bereits im Sommer des vorangegangenen Jahres aufgenommen und beinhaltet für digitale Hörer vier Tracks, während CD- und Vinyl-Käufer mit „Afraid Of The Light“ ein Bonus-Track erwarten wird. Das Quintett um das letzte verbliebene Gründungsmitglied Martin Schulman klöppelt sich knapp 17 Minuten durch „The Pestilence“ und weiß dabei mehr zu überzeugen als Demonical auf Albumlänge. An den Zutaten kann das nicht liegen, denn die sind bei CENTINEX ähnlich, vielmehr ist es aber deren Verwendung. Schulmann und Co. entscheiden sich bei einer Songstruktur nicht entweder für reinen Death-Metal-Bombast oder langsamen Groover, sondern nutzen beides und noch mehr im selben Song.

Während der Opener „Armageddon“ mit Samples eingeleitet wird und davon lebt, dass das Riffing dem agilen Drumming von Schlagzeuger Rehn folgen muss, punktet „Tremble In Fear“ immerhin mit doomigen Parts und einem schmissigen Outro. CENTINEX beenden ihre EP mit „Torture“ dabei genauso rasant, wie sie sie knapp eine Viertelstunde vorher begonnen haben, wobei das gegrunzte „Tortuuureee“ aus der öligen Kehle von Sänger Andersson besonders live zum Mitgrölen anregen wird.

CENTINEX feuern mit ihrer neuesten EP kein Hitfeuerwerk ab, Kenner ihres bisherigen Schaffens werden das aber ebenso erwartet haben wie die unmoderne Produktion von „The Pestilence“. Die Tracks darauf spiegeln die Trademarks des schwedischen Oldschool-Death-Metals wider, wie ihn Dismember, Grave oder Unleashed seit den frühen 90er Jahren mitbegründet haben. Für Szeneanhänger ein guter Kauf, für Hörer, die Abwechslung oder Überraschungen suchen, allerdings nicht.

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Ein Kommentar zu “Centinex – The Pestilence (EP)

  1. Mich schreckt hier schon das Cover ab – wie uninspiriert und frei von jeder Ästhetik ist das denn bitte zusammengeklöppelt? Logo, Bandfoto, Titel in random Font auf schwarz. Klingt vielleicht blöd, ist aber tatsächlich der Grund, warum ich schlussendlich keine Lust hatte, mich mit dem Release zu beschäftigen.

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