CD-Review: Centinex - Doomsday Rituals

Besetzung

Alexander Högbom – Gesang
Sverker Widgren – Gitarre
Martin Schulman – Bass
Kennet Englund – Schlagzeug

Tracklist

01. Flesh Passion
02. From Intact To Broken
03. Dismemberment Supreme
04. Generation Of Flies
05. The Shameful Few
06. Doomsday
07. Exist To Feed
08. Death Decay Murder
09. Sentenced To Suffer
10. Faceless


Stolze neun Jahre mussten Fans sich seit dem Album „World Declension“ (2005) gedulden, ehe CENTINEX nach jahrelanger Inaktivität in gänzlich neuer Besetzung schließlich doch noch ein neues Studioalbum veröffentlichten – „Redeeming Filth“. Es scheint, als haben die Schweden wieder Blut geleckt: Auf den rundweg gelungenen Nackenbrecher folgt nun, nur zwei Jahre später, mit „Doomsday Rituals“ bereits Album Nummer zehn.

Erneut belassen es CENTINEX bei einer guten halben Stunde, gefüllt mit zehn Songs, die wie schon beim Vorgänger der Fall ohne große Überraschungen auskommen und so genretypisch klingen, dass sie mit „Death Metal“ schon eingehend beschrieben sind: Griffiges Riffing, stumpf geprügelte Kessel und roher Gesang prägen das Bild, Abweichungen gibt es allenfalls im Tempo und selbst dahingehend bleiben CENTINEX sich und ihrem angestammten Midtempo diesmal über weite Strecken treu. Auch qualitativ nehmen sich die Songs wenig: Zwar unterscheiden sich die Stücke untereinander noch weniger als auf dem ebenfalls sehr homogenen Vorgänger, so dass keiner der Songs wirklich heraussticht. Dafür jedoch halten CENTINEX das generelle Niveau hoch, so dass auf „Doomsday Rituals“ keine Rohrkrepierer zu finden sind.

Die Unterschiede zum letzten Album sind somit marginal und eher subjektiver Natur. Exemplarisch sei hier der Sound erwähnt: Während „Redeeming Filth“ eher knackig und voll klang, fällt „Doomsday Rituals“, was die Gitarren angeht, merklich undifferenzierter aus, und auch das Schlagzeug hat im ersten Moment weniger Punch. Hat man sich jedoch erst an die Abmischung gewöhnt, klingt „Redeeming Filth“ im direkten Vergleich – gerade im Bezug auf das Schlagzeug – fast zu steril: Wer seinen Death Metal gerne etwas räudiger hat, dürfte sich somit an diesem Detail von „Doomsday Rituals“ nicht stören.

Mit „Doomsday Rituals“ versöhnen CENTINEX ihre Fans für die schier endlose Wartezeit auf den Vorgänger: Keine zwei Jahre musste man sich diesmal gedulden und wenn das Resultat auch gewiss keine Sensation darstellt, sollte es doch zumindest jeden CENTINEX-Hörer zufriedenstellen: Auch 2016 spielen CENTINEX Death Metal wie aus dem Lehrbuch. Mag das für Innovations-Fanatiker auch noch so langweilig klingen – Freunde schwedischen Oldschool Death Metals sind mit CENTINEX auch 2016 gut bedient.

Bewertung: 7 / 10

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