CD-Review: Downfall Of Gaia - Aeon Unveils The Thrones Of Decay

Besetzung

Dominik Goncalves dos Reis – Gesang, Gitarre
Peter Wolff – Gesang, Gitarre
Anton Lisovoj – Gesang, Bass
Michael Kadnar – Schlagzeug

Tracklist

01. Darkness Inflames These Sapphire Eyes
02. Carved Into Shadows
03. Ascending The Throne
04. Of Stillness And Solitude
05. To Carry Myself To The Grave
06. Whispers Of Aeon
07. Excavated


(Post-Rock/ Sludge) Was bringt die Zeit mit sich, wenn sie vergeht? Knappe zwei Jahre ist es her, dass das Quartett DOWNFALL OF GAIA die Kritiker mit ihrem Debütalbum „Suffocating In The Swarm Of Cranes“  begeistern konnte. Im Jahr 2014 wird  das Artwork wiederholt in den Farben schwarz und grau präsentiert und auch die Anzahl der Songs ist mit sieben identisch. Einen Wechsel gab es in der Zwischenzeit am Schlagzeug, das jetzt von Michael Kadnar gespielt wird, der damit Johannes Stoltenburg ersetzt.

Musikalisch startet das neue Machwerk „Aeon Unveils The Thrones Of Decay“ mit sphärischen Klängen und Akustikgitarre, bevor der Opener „Darkness Inflames These Sapphire Eyes“ aus dem Nichts explodiert. Massive Blastbeats, messerscharfe Gitarren und wahnsinnig keifende Vocals formen eine bedrohlich-aggressive Atmosphäre. Interessant ist vor allem der, ungefähr mittig platzierte, akustische Teil mit heiser-krächzendem Sprechgesang, bevor der Song in den letzten drei Minuten nochmal richtig an Fahrt aufnimmt. Mit „Ascending The Throne“ hat es ein instrumentales Intermezzo auf das Album geschafft, das zum entspannten Verweilen einlädt. In der Folge lässt  die Band ihre schleppenden Doom-Elemente einfließen, die von harschen Black-Metal-Sequenzen durchbrochen werden. Einige Momente lassen kurzfristig die ruhige und die extreme Seite von DOWNFALL OF GAIA parallel aufblitzen, wodurch die Intensität des musikalischen Schaffens nochmals gesteigert wird. Herzstück des Albums ist das nahezug zwölfminütige „Whispers Of Aeon“, das mit unfassbaren Instrumental-Parts aufwartet  und auch die Post-Rock-Elemente des Vorgängers zu Tage fördert. Gegen Ende wirkt die Komposition durch die immer wiederkehrenden Strukturen sehr psychedelisch auf das Gehör ein. Die Produktion ist keinesfalls perfekt oder glattgebügelt, aber der Atmosphäre der Klanglandschaften dieser Formation mehr als dienlich.

Wenn die Ewigkeit längst verfallene Throne enthüllt, dann zermahlen DOWNFALL OF GAIA mit all ihrer Macht. Die gesamte Band zeigt ihr Können völlig unverhüllt in Form von formidablen Riffwänden, chaotisch-mächtiger Schlagzeugarbeit und wahnsinnig anmutenden Dreiergesang. „Aeons Unveil The Thrones Of Decay“ ist etwas anders gestrickt als der Vorgänger, aber dennoch unverkennbar der Feder von DOWNFALL OF GAIA zuzuordnen. Durch die leichte Variation des eigenen Stils und keiner bloßen Fortführung landet dieses Album auf dem gleichen Qualitätslevel wie der Vorgänger. Spätestens jetzt sollte man diesen Namen seiner Liste deutscher Metal-Bands fest zuordnen.

Bewertung: 8.5 / 10

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