CD-Review: Graveyard (ESP) - Back To The Mausoleum (EP)

Besetzung

Julkarn – Gesang, Bass
Bastard – Gitarre
C.S. – Gitarre
Gusi – Schlagzeug

Tracklist

01. Scorched Earth
02. And The Shadow Came
03. Craving Cries I Breath
04. In Contemplation
05. An Epiphany Of Retribution


Davon ausgehend, wie kreativ der Bandname GRAVEYARD ist, ist es eigentlich erstaunlich, dass es nicht viel mehr Metalbands gibt, die diesen Namen gewählt haben. Aktuell teilen sich – neben einigen Underground-Formationen – zwei etablierte Bands den Namen: Die schwedischen Rocker und die spanischen (eigentlich: katalonischen) Deather GRAVEYARD. Letztere veröffentlichen nun zur Feier ihres zehnjährigen Bandjubiläums, eine neue EP.

In Anlehnung an das erste Demo „Into the Mausoleum“ trägt diese den Titel „Back To The Mausoleum“. Damit enden die Parallelen zum Frühwerk jedoch – schon das Artwork ist merklich düsterer als die Zeichnung aus dem Jahr 2007: Ein Friedhof, offene Gräber, Monster, Blitze, Särge – das Ganze in schwarz-weiß und auch sonst sehr düster gehalten, zieren das Cover. Eine Verwechslungsmöglichkeit mit den schwedischen Rockern ist damit quasi schon optisch ausgeschlossen – klarer könnte sich die EP von ihrem Erscheinungsbild kaum als waschechter Oldschool Death Metal ausweisen.

Die Musik, die sich dahinter verbirgt, ist ähnlich genretypisch – was aber nicht automatisch schlecht ist: Auf das verhallte Cleangitarren-Intro „Scorched Earth“ folgt die volle Ladung Schlamm. Der dreckige Gitarrensound, der räudige Gesang von Fronter Julkarn und das mächtige Midtempo-Riffing ergänzen sich auf „Back To The Mausoleum“ zur Oldschool-Death-Vollbedienung. Zur Auflockerung schicken GRAVEYARD von Zeit zu Zeit ein schmissiges Solo ins Rennen – auf Experimente wie die etwas überflüssigen Interludes auf dem letzten Studioalbum „… For Thine Is The Darkness“ verzichten GRAVEYARD diesmal hingegen. Eine weitere cleane Gitarre zu Beginn des vergleichsweise majestätischen „An Epiphany Of Retribution“ ist dahingehend das Höchste der Gefühle. Bei knapp 20 Minuten Gesamtspielzeit ist mehr aber auch gar nicht nötig.

Wirkte „… For Thine Is The Darkness“ aufgrund seiner Länge und der etwas willkürlich dazwischengestreuten Interludes zerfahren und zugleich dennoch etwas langatmig, gelingt GRAVEYARD mit „Back To The Mausoleum“ eine Punktlandung: Für diese Spieldauer ist der Death Metal der Katalanen gerade richtig. Puristen und Oldschool-Fans können hier ohne viel Risiko zugreifen.

Keine Wertung

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