CD-Review: Hordac - Caress The Demon Inside

  • Veröffentlichung: 2007
  • Label: Eigenproduktion
Besetzung

Hanspeter – Gesang
Tim – Gitarre
Hans-Christian – Bass, Gesang
Andreas – Schlagzeug

Tracklist

01. Intro
02. Of A Selfdestructive Kind
03. The Art Of Conversation
04. Your Sacrifice
05. Life Is A Slow Death
06. Interlude
07. Released From Life
08. Everlasting
09. Breathing Torment
10. Facing The Dust


Aus Niedersachsen kommt der Vierer HORDAC daher und legt mit „Caress The Demon Inside“ sein erstes Lebenszeichen vor. Ein recht langweiliges und wenig ansehnliches Artwork und kurz nach dem Einlegen ein ziemlich dumpfer Sound begrüßen den Hörer, aber klar, von einer ersten Demo muss man nicht gleich eine tolle Aufmachung und einen überzeugenden Sound erwarten – deswegen sehen wir darüber mal hinweg und konzentrieren uns einfach auf die Musik.

HORDAC bieten uns in acht Liedern (plus Intro und Zwischenspiel) und einer guten halben Stunde Spielzeit modernen melodischen Death Metal und legen dabei Wert auf ausgefeilte Melodien und Arrangements, anstatt einfach zu knüppeln. Die Norddeutschen sind wirklich bemüht, spannende und interessante Abläufe zu kreieren und streuen auch mal den ein oder anderen akustischen Part ein, was sehr gut passt.

Leider muss man aber sagen, dass HORDAC ihre Einfälle noch nicht überzeugend umsetzen können. Vor allem dem Gitarristen Tim Nulpa merkt man sein Können deutlich an, die allgemeine Zusammensetzung der Lieder aber wirkt noch stark holprig und vielleicht versuchen die Jungs zu viel an komplexen Strukturen, diese kommen für den aktuellen Status der Truppe einfach noch ein wenig früh. Um Abwechslung sind sie auch sehr bemüht, so ist „Released From Life“ teils sehr doomig, was aber auch noch zu unrund wirkt.
Ein weiteres „leider“ kommt noch dazu: Der Sänger möchte sowohl kreischen, growlen als auch heiser und klar singen und er scheint mit allen Gesangsvarianten ein wenig überfordert zu sein. Nein, das klingt einfach zu gezwungen und unnatürlich und kann in dieser Form kaum gefallen.

Was die Einflüsse angeht, scheinen HORDAC erst gar nicht zu versuchen, diese zu verschleiern, so hört man überall Anleihen an In Flames, Dark Tranquillity oder Amon Amarth heraus. Selbstredend ohne auch nur annähernd deren Qualität zu erreichen, das war aber nicht zu erwarten. Ansätze und Ideen sind aber zuhauf erkennbar, ebenso wie der Wille eine gewisse Eigenständigkeit aufzuweisen.
Üben, sich verbessern und die eigenen Grenzen kennen lernen – das ist nun erstmal wichtig für HORDAC. Kopieren wollen die Vier ganz offensichtlich nicht, sie haben eigene Ideen und müssen ihre Qualitäten nun nur noch besser einzusetzen wissen.

Bewertung: 5 / 10

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