CD-Review: In Flames - The Jester Race

Besetzung

01. Member1
02. Member2
03. Member3
...

Tracklist

1. Moonshield
2. The Jester’s Dance
3. Artifacts Of The Black Rain
4. Graveland
5. Lord Hypnos
6. Dead Eternity
7. The Jester Race
8. December Flower
9. Wayfaerer
10. Dead God In Me


Mit ihrem zweiten Langeines “The Jester Race” beschreiten die Göteborger IN FLAMES erstmals neues Terrain. Nach dem weniger melodischen Debüt „Lunar Strain“ wird hier mit vielen Melodien geklotzt, bekannterweise zählt man ja neben Dark Tranquillity zu den Pionieren der Melodic Death-Bewegung.

Etwas gewöhnungsbedürftig klingt das Album jedoch teilweise schon – die Opening-Tracks „Moonshield“ und „The Jester’s Dance“ bestechen mehr durch Akustikklampfen und sanfte Töne, denn durch harte Sounds. Das ändert sich erst bei der ersten metallischen Hälfte der Platte.
Erste Hälfte deswegen, weil sich „The Jester Race“ in zwei Teile spalten lässt, von Qualität der Songs her vor allem. „Artifats Of The Black Rain“ und „Lord Hypnos“ sind zwei ganz gute Songs und hätten auch ein einziges Lied bilden können, „Graveland“ will auch nicht so richtig zünden, knallt aber besser als die beiden anderen. Ohne die aggressiven Vocals von Mikael Stanne würde hier insgesamt gesehen einiges an Ausdrucksstärke und Energie verloren gehen.

Den Wendepunkt markiert dann „Dead Eternity“, dass nach einer sehr ruhigen halben Minute wunderbar melodisch hämmert und grölt. Der Titeltrack bläst alles weg. Ist zwar nicht der schnellste Song des Albums, aber er hat die Energie, die den Tracks 3 bis 5 größtenteils gefehlt hat. Bei „December Flower“ schlachten sich die Elche selbst, das Instrumental „Wayfaerer“ ist eine Naturgewalt die seinesgleichen sucht, und das abschließende „Dead God In Me“ schlachtet die Überreste der letzten Elche gleich noch mal – einfach klasse, was hier gegen Ende geboten wird. Bei den letzten 4 Tracks lässt sich auch die verwöhnte Birne locker kreisen.

Insgesamt jedoch, trotz der sehr starken zweiten Hälfte, ein etwas zu unausgeglichenes Album, da doch einige Stücke dabei sind, die nicht zünden wollen. Ebenfalls ist die Produktion teilweise nicht das gelbe vom Ei, vor allem den Gesang hat man teilweise schon ein bisschen wenig in den Vordergrund gestellt.
Trotzalledem ein sehr solides Album voller Todesmelodien, und Abwechslung gibt es hier auch zuhauf.

Bewertung: 8 / 10

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