CD-Review: In Flames - The Quiet Place (EP)

Besetzung

Anders Fridén – Gesang
Björn Gelotte – Gitarre
Jesper Strömblad – Gitarre
Peter Iwers – Bass
Daniel Svensson – Schlagzeug

Tracklist

01. The Quiet Place
02. My Sweet Shadow – Remix
03. Värmlandsvisan
04. The Quiet Place (Enhanced Video Clip)
05. Screensaver


Um die Vorfreude und die Spannung der In Flames-Fans auf das kommende Album etwas zu verkürzen, streckte die Band mit der EP „The Quiet Place“ schon einmal einen Vorgeschmack auf das neue Werk vor. Bei dieser EP geht es definitiv nicht darum, groß in den Charts zu landen, da aus musikalischer Hinsicht kaum etwas zu hören ist. Jedenfalls nicht so, wie man sich das bei einer Maxi-CD vorstellt.

Mit der regulären Albumversion von „The Quiet Place“ beginnen die klingenden Tatsachen. Über den Song selber brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht mehr all zu viele Worte verlieren, da ich dies bereits in der Rezension zum „Soundtrack To Your Escape“ tat. Erfreulich bleibt noch festzuhalten, dass es eben die Albumversion ist und nicht irgendein Radio-Edit oder sonstiger Remix. Denn ein Remix erwartet den Hörer beim nächsten Titel „My Sweet Shadow“. Auf dem Album gefällt mir die Nummer richtig gut, was nicht zuletzt an den fantastischen Gitarren-Duellen von Björn und Jesper liegt. Aber auf dieser EP kommt der Song dermaßen schlecht zur Geltung, was ich einzig und allein auf die arg überzogene Spielerei mit der Elektronik schiebe. Beim Hören des Songs kam mir die Frage auf, ob ich es hierbei mit einer wunderbaren Melo-Schwedendeath Band zu tun habe, oder mit einer Band, die ihre Fans komplett durch eine Art Techno-Remix einer an sich starken Nummer schocken will. Auch Sänger Anders hat sich seine Stimme so unnormal verzerren lassen, dass es sich bei aller Zuneigung zur Band nicht mehr schön anhört. Aber die Gitarren kommen dann später doch noch, und die EP-Version sollte beim Kauf des Albums schnell in Vergessenheit geraten.

Bei dem Titel Värmlandsvisan könnte der Hörer fast vermuten, eine Truesk Black Metalsk-Melodie würde ertönen. Aber dem ist nicht so, ein akustisches Gitarrenspiel ertönt und das gesamte Lied besteht einzig und allein daraus. Sicherlich wunderbar gespielt, aber die Relation zum Album sehe ich da nicht. Dies kann aber auch daran liegen, dass ich die Hintergrundinfos nicht habe.

Soviel zur musikalischen Darbietung der EP. Wenn man die CD nun in das PC-eigene CD ROM-Laufwerk schmeißt, dann startet eine e-Card, auf der sich der Download-Link zum Screensaver befindet (was alles lokal abläuft, da der Screensaver mitgeliefert wird und nur installiert werden will), zudem gibt es Links zu In Flames und Nuclear Blast und obendrein eine Sache, die in der Form wahrscheinlich nicht gewollt ist: Direkt über die e-Card wird das Video zu „The Quiet Place“ verlinkt, welches dann aber nicht startet. Dasselbe Ergebnis hat man, wenn man sich auf diesem Wege den dokumentierten Studioreport aus Dänemark anschauen möchte.
Man muss nun den Explorer (oder wie immer es beliebt) öffnen und dort über das Laufwerk die beiden Videos anklicken.

Recht nett anzusehen ist tatsächlich der etwas mehr als vierminütige Studioreport, bei dem es mir positiv aufgefallen ist, dass In Flames in Form ihrer Musiker keine Eigen-Promotion betreiben, sondern dass die Leute aus dem Hintergrund dort im Vordergrund stehen. So lernt der Zuschauer die Verantwortlichen für die Electronics und Recordings kennen, und auch der sprichwörtliche Betreuer der Band, der unter anderem dafür sorgt, dass das Bier nicht ausgeht, stellt sich vor.
Aber natürlich ist auch von den Musikern selbst etwas zu sehen. Alle Mannen in der in Dänemark gemieteten Unterkunft sind der Meinung, dass das Album großartig wird. Im Hintergrund läuft selbstredend wechselnd neues Material des kommenden Albums. Abschließend kann ich nur sagen: Hey, ihr habt verdammt recht, dass Album ist großartig! Aber die EP macht leider nicht wirklich viel Werbung für – und Lust auf – das Album.

Keine Wertung

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