CD-Review: Lynyrd Skynyrd - Christmas Time Again

  • Veröffentlichung: 2000
  • Label: CMC International
  • Spielart: Rock
Besetzung

Johnny Van Zant - Gesang
Gary Rossington - Gitarre
Rickey Medlocke - Gitarre, Gesang
Hughie Thomasson - Gitarre, Gesang
Michael Cartellone - Schlagzeug, Percussion
Billy Powell - Keyboard, Klavier

Gastmusiker:
Dale Krantz-Rossington - Gesang
Carol Chase - Gesang
Donnie Van Zant - Gesang, Gitarre (Track 10)
Charlie Daniels - Gitarre, Gesang (Track 5)
Mark Matejka - Gitarre, Gesang (Track 5)
Chris Wormer - Gitarre, Gesang (Track 5)
Danny Chauncey - Gitarre (Track 10)
Don Barnes - Gitarre, Gesang (Track 10)
Mike Brignardello - Bass
Charlie Hayward - Bass (Track 5)
Pat McDonald - Schlagzeug, Percussion (Track 5)
Bill Cuomo - Keyboard (Track 3, 4, 9)
Taz DiGregorio - Keyboard (Track 5)
Mark Pfaff - Harfe (Track 1)

Tracklist

01. Santa's Messin' With The Kid
02. Rudolph The Red-Nosed Reindeer
03. Christmas Time Again
04. Greensleeves
05. Santa Claus Is Coming To Town
06. Run Run Rudolph
07. Mama's Song
08. Santa Claus Wants Some Lovin'
09. Classical Christmas
10. Hallelujah, It's Christmas
11. Skynyrd Family


Mit ihrem elften Studioalbum fokussierte sich die Southern-Rock-Band LYNYRD SKYNYRD auf die Weihnachtszeit und veröffentlichte das Ergebnis „Christmas Time Again“ im September 2000. Traditionelle Weihnachtslieder sind insgesamt weniger präsent, dafür gibt es einige Eigenkompositionen und weniger bekannte Songs zu hören. Zwei Lieder hat die Band aus Jacksonville, Florida gleich komplett von anderen Bands einspielen lassen. In elf Titeln kleiden sie das Fest zu Jesu Geburt damit in ein deutlich amerikanisches Rockmusik-Gewand zwischen Blues, Hard Rock und dem typischen Southern-Style.

Der auf dem Artwork im Truck daherkommende Santa verwirrt im Eröffnungssong ein Kind, da er mit dem Schlüssel durch die Eingangstür kommt, statt wie gewohnt den Kamin zu nutzen. Wahrscheinlich betritt er das Haus mit einem betont lässigen Gang, was sehr gut zum bluesigen Grundkonstrukt passen würde. Damit bewegt sich der Titel auch sehr nah am Original von Eddie C. Campbell. Aber auch die bekannteren Titel wie „Santa Claus Is Coming To Town“ (eingespielt von Country-Musiker Charlie Daniels) oder „Rudolph The Red-Nosed Reindeer“ werden durch einen sehr unaufgeregten Grundstil geprägt. Vor allem die Gitarrensoli machen auch in ihrer quasi weihnachtlichen Aufmachung viel Spaß. „Run Run Rudolph“ bewegt sich trotz einleitendem Kinderchor wohl am nähesten an der Originalversion, so ist es auch hier ein waschechter Rock’n’Roll-Song.

„Greensleeves“ hingegen ist ein Klavier-Instrumental, das man so von LYNYRD SKYNYRD eher weniger erwartet hätte. Die Eigenkompositionen sind aber das eigentliche Herzstück des Albums. Der Titelsong „Christmas Time Again“ und „Mama’s Song“ sind Balladen aus dem Lehrbuch des Rock – wenn Guns N‘ Roses Weihnachtsmusik spielen würden, so ähnlich würde sie vermutlich klingen. „Classical Christmas“ besinnt sich entsprechend des Titel aus Ursprüngliches und ist ein mit Akustikgitarre vorgetragenes Intermezzo. Danach dürfen mit 38 Special weitere Gäste antreten, die mit Donnie damals ein weiteres Mitglied der Van-Zant-Familie in ihren Reihen hatten. „Hallelujah, It’s Christmas Time“ fügt sich trotz veränderter Besetzung sehr schlüssig in die Trackliste ein. Enstprechend macht auch das abschließende „Skynyrd Family“ Sinn, das einen mit sehr beschwingten Country-Klängen aus den rund 36 Minuten entlässt.

Allzu traurig fällt der Grundtenor des Blues auf „Christmas Time Again“ nicht aus, da LYNYRD SKYNYRD ihn gekonnt mit Hard Rock und Southern Rock vermengen. Dennoch liefern die Musiker etwas ab, das viele Weihnachtsalben nicht bieten können: Auf schmalziges Frohlocken und allzu festliche Atmosphäre wird weitgehend verzichtet. Einige Hörer wird diese Herangehensweise sicher verwirren, wie das Kind im Opener „Santa’s Messin‘ With The Kid“. Der Longplayer ein relativ unspektakuläres Stück weihnachtlicher Rockmusik, das ohne viele Schnörkel auskommt und gerade durch seine entspannte Art überzeugen kann.

Bewertung: 6.5 / 10

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