CD-Review: Slayer - Divine Intervention

Besetzung

Tom Araya - Gesang, Bass
Kerry King - Gitarre
Jeff Hanneman - Gitarre
Paul Bostaph - Schlagzeug

Tracklist

01. Killing Fields
02. Sex, Murder, Art
03. Fictional Reality
04. Dittohead
05. Divine Intervention
06. Circle of Beliefs
07. SS-3
08. Serenity in Murder
09. 213
10. Mind Control


Wenn man den Namen Slayer hört, denken die meisten an „Reign in Blood“, „Angel of Death“, „Seasons in the Abyss“, „Hell Awaits“ oder in negativer Hinsicht an „Diabolus in Musica“ oder „God hates us All“ bei denen viele glauben einen NuMetal Wandel hören zu wollen. Doch die wenigsten denken an die „Divine Intervention“. Meiner Meinung nach zu Unrecht, denn was man anno 1994 uns bot ist wahrscheinlich die einzige Slayer Platte die an Härte und Geschwindigkeit an die Reign in Blood heranreicht und zum Teil übertrifft. Mit einer Länge von 36 Minuten und 32 Sekunden ist sie auch ähnlich kurz. Aber in der Kürze liegt ja bekanntlich die Würze.

Los geht’s mit dem Tiefpunkt der Platte und zwar „Killing Fields“. Die erste Minute ist noch geil, aber dann der Midtempo Bereich will einfach nicht ziehen. Der zweite Track „Sex Murder Art“ dauert gerade mal 1:50, ist aber entsprechend schnell und schlägt mächtig in die Fresse!
„Fictional Reality“ ist nicht ganz so schnell, ist aber sehr eingängig und hat in der Mitte einen geilen atmosphärischen Übergang zum Endspurt. Dittohead ist dagegen wieder absolut schnell und megahart und brutal wie eigentlich die ganze Scheibe, was unter anderem am Drumming von Paul Bostaph liegt, der kein Deut schlechter als Dave Lombardo ist. Auch die Gitarren heulen herum wie man es von Slayer gewohnt ist. Der Sound ist im Gegensatz zu den 80er Werken absolut klar und super Produziert. Die Gitarren sind auch noch nicht so tief gestimmt wie in den späteren Werken. Der Gesang erinnert aber schon an folgende Platten, da Tom Araya teils wie am Spieß schreit, zum Beispiel im folgenden Titeltrack, der wieder etwas im Midtempo Bereich sich befindet. „Circle of Belief“ dagegen wird wieder aufs Gaspedal getreten und fetzt wirklich alles weg mit seinen Breaks und dem „furiosen“ Geschrei von Araya. „SS-3“ lässt natürlich allerlei Raum für Spekulationen, aber Songtechnisch gibt’s nichts auszusetzen, wobei hier wieder etwas mehr Midtempo im Vordergrund steht. „Serenity in Murder“ ist wieder eine absolute Granate, mit eher langsamen Strophen aber schnellen Refrains und am Ende geht dann noch mal richtig die Luzi ab! „213“ ist ein am Anfang eher Atmosphärisch wie „Seasons…“, dann wird es wieder härter, wobei der Sprechgesang am Ende sogar relativ ruhig ist. Das letzte Stück „Mind Control“ ist ein absoluter Abschluss Kracher.

Musikalisch hört man insgesamt Slayer at it´s very best! Technisch absolut einwandfrei, spitzen Sound, GENAU SO und nicht anders hat sich Slayer anzuhören, finde ich. Die Gitarren heulen wie der Wind in einem Hurrican und die Drums kommen wie Knüppel aus dem Sack. Über den Gesang kann man sich streiten, aber er nervt noch nicht so sehr wie vielleicht auf GHUA. Einfach geil!

(Matrix 3:16)

Bewertung: 9 / 10

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1 Kommentar zu “Slayer – Divine Intervention”

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