CD-Review: Suicidal Angels - Division Of Blood

Besetzung

Member1 - Gesang
Member2 - Gitarre
Member3 - Gitarre
Member4 - Bass
Member5 - Schlagzeug

Tracklist

01. Capital Of War
02. Division Of Blood
03. Eternally To Suffer
04. Image Of The Serpent
05. Set The Cities On Fire
06. Front Gate
07. Bullet In The Chamber
08. Cold Blood Murder
09. Of Thy Shall Bring The Light


Es mag uns nicht immer bewusst sein, doch bei genauer Betrachtung stellt man fest, dass Griechenland mit bekannten Bands wie Rotting Christ oder Septicflesh eine durchaus beachtenswerte Metal-Szene bietet. Dass von unseren südlichen Miteuropäern auch guter Thrash Metal kommen kann, dafür stehen SUICIDAL ANGELS seit bereits 16 Jahren gerade. Mit „Division Of Blood“ veröffentlichten die Griechen 2016 ihr sechstes Langeisen.

Dieses dürfte jedem Hörer, der auf reinen und unverfälschten Thrash Metal aus ist, ein freudiges Lächeln auf die Lippen zaubern. SUICIDAL ANGELS kennen sich in ihrem Genre nicht nur aus, sie bieten es auf „Division Of Blood“ auch in einer sehr ansprechenden Form dar. Die Platte ist nicht weniger als ein Sammelsurium von eingängigen und mitreißenden Songs, die tolle Riffs und raue, keifende Vocals bieten. Die Musik ist durchgehend im oberen Qualitätsbereich angesiedelt, Ausreißer nach unten sind nicht zu befürchten. Das macht „Division Of Blood“ sehr kurzweilig und sorgt dafür, dass sich das Werk angenehm in einem Stück durchhören lässt. Wer weiß, was andere Bands dafür tun würden, eine nur annähernd so fette Riffwalze wie „Bullet In The Chamber“ auf die Beine stellen zu können? Und wenn der Hörer bei Krachern wie „Capital Of War“, dem Titelsong oder „Set The Cities On Fire“ seine Nackenmuskulatur nicht überstrapaziert, kann es im Grunde nur daran liegen, dass er dem Thrash-Genre grundsätzlich nicht zugeneigt ist.

Nun hat eben jenes aber über die Jahrzehnte hinweg so einige hochkarätige Klassiker hervorgebracht, über die sich ähnlich euphorische Reden schwingen lassen. Und genau hier liegt der Hund beim sechsten SUICIDAL-ANGELS-Werk begraben – denn so viel Spaß jeder der neun Songs für sich genommen auch macht, so wenig fällt die Platte leider im Gros der bereits bestehenden Genre-Meisterwerke auf und vermag es nicht wirklich, Akzente zu setzen. Man hört es den Griechen an, dass sie im lupenreinen Thrash vollends aufgehen und sich dort wohlfühlen und als Freund des Genres freut man sich durchaus mit ihnen. Der Preis dafür ist jedoch, dass „Division Of Blood“ zwar sehr gutes, Spaß machendes, aber letztendlich wenig wirklich spannendes Material bietet.

Somit ist die Platte in erster Linie Genre-Puristen ans Herz zu legen, die auf Innovation oder besondere Eigenständigkeit verzichten können und stets für nicht revolutionären, aber hundertprozentig old-schooligen Thrash Metal zu haben sind. Dabei lässt „Division Of Blood“ zwar die Frage offen, warum man genau diesen Output statt eines der Referenzwerke von Slayer, Sodom oder Testament auflegen sollte, denn all zu viele offensichtliche Gründe bieten sich hierfür zunächst nicht. Dennoch begeht der Hörer alles andere als einen Fehler, wenn seine Wahl auf das sechste SUICIDAL-ANGELS-Album fällt.

Bewertung: 7.5 / 10

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