CD-Review: Summers Dying - Into Cold Beds Of Soil

  • Veröffentlichung: 2007
  • Label: Eigenproduktion
Besetzung

Lars - Gesang
André – Gitarre
Christo - Gitarre
Bassti – Bass
Dirk – Schlagzeug

Tracklist

01. Preludium (Instrumental)
02. Blood Shall Remain
03. Escape
04. Decrescendo Of Emotions (Instrumental)
05. Black Witch Of Desire
06. In Crimson Dreams
07. Kill And Die 2006
08. Synthesis (Instrumental)
09. A Cold Bed Of Soil
10. Postludium (Instrumental)


Die Thüringer Szene floriert bekanntermaßen ohne Unterlass, und mit SUMMERS DYING kommt nun eine weitere Band aus dem vermeintlichen Hauptbundesland der deutschen Metalszene daher. 2001 gegründet legen sie mit „Into Cold Beds Of Soil“ nun ihr erstes Album vor, das sie selbst als EP bezeichnen. Etwas zweifelhaft allerdings angesichts der fast 34 Minuten Spielzeit, das geht schon eher als Album durch. Dieser nichtige Punkt soll aber nun nicht weiter von Belang sein, viel interessanter ist da doch ein Blick auf die musikalische Komponente.

Nach einem Blick auf das klischeetriefende Coverbild mit einer nackten Frau und einer Menge Blut könnte man eine knüppelnde Gore-Scheibe erwarten. Dem ist aber nicht so, SUMMERS DYING kredenzen stattdessen eine feine Mischung aus melodischem und old-school-lastigem Death Metal inklusive leichtem Thrash-Einschlag und teilweise auch Heavy Metal-Riffing. Nach dem einleitendem Instrumental „Preludium“ (Vorsicht ist geboten!) legt „Blood Shall Remain“ direkt los feuert die erste tolle Melodie und feine Riffs ab, hier wird im gehobenen Midtempo ordentlich gerockt. „Escape“ drückt etwas mehr aufs Gas, „Black Witch Of Desire“ bietet einen richtig coolen Headbangerhythmus, „In Crimson Dreams“ startet akustisch und ist von einer überraschend erdrückenden Melancholie durchzogen, das kurze „Kill And Die“ ist ein simpler und heavy-lastiger Nackenbrecher und „A Cold Bed Of Soil“ wechselt gekonnt zwischen heftiger Prügelei und sanfter Umschmeichelung der Ohren.

Jeder Track ist also auf seine Art und Weise anders, trotzdem aber schaffen es die Thrüringer gekonnt, das Album einheitlich und zusammengehörend wirken zu lassen. SUMMERS DYING klingen auf ihre Weise frisch, obwohl sie an sich nichts neues bieten und „nur“ altbekanntes wieder aufbereiten – das aber wirklich gut. Vergleichbare Bands wie Burden Of Grief oder Night In Gales konnten mich nie wirklich überzeugen, SUMMERS DYING gefällt mir hier von Anfang an besser. Schade nur, dass durch den Sound das Schlagzeug teils sehr drucklos wirkt und oft alles zu verwaschen wirkt, aber da fehlen dann eben auch die Finanzen. Nichtsdestotrotz ein feines und unterhaltsames melodisches Death Metal Album einer Band mit Potential!

Bewertung: 7 / 10

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