CD-Review: Thron - Abysmal

Besetzung

SAMCA - Gesang
PVIII - Gitarre
TVII - Gitarre
SXIII - Bass
ZIV - Schlagzeug

Tracklist

01. Beyond The Gates
02. Bloodred
03. A Spark Of Divinity
04. Dead Souls
05. Hidden In Shadows
06. A Glorious Ride
07. Liturgia
08. Blood Of Serpents
09. The Wrath Of Gods
10. The Shrines


Die eigenen Mitglieder anonym zu halten ist ein Trend, der sich in den letzten Jahren vor allem im Black Metal wieder verstärkt durchgesetzt hat. Auch THRON aus Deutschland geben die Namen ihrer Musiker nicht preis, obwohl sie zumindest live ohne Verschleierung auftreten und die Mitglieder so vermutlich früher oder später identifiziert werden. Nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum hat die Formation nun den Nachfolger „Abysmal“ veröffentlicht.

Wer die Musik von THRON mögen will, der braucht ein großes Herz für Bands wie Dissection oder Necrophobic. Denn THRON schwimmen nicht nur im Fahrwasser dieser Bands, sie versuchen sie geradezu zu imitieren. Wie auch immer man zu derartigen Ansätzen stehen mag (manche nennen es „Hommage“), keiner dürfte bestreiten können, dass THRON das auf beeindruckende Art und Weise hinbekommen. In Songs wie „Bloodred“ oder „Hidden Shadows“ dürfte es selbst langjährigen Necrophobic-Fans schwer fallen, eindeutig zu bestimmen, ob hier ein neues Lied der Schweden vorliegt oder eben die Musik einer ganz anderen Band. Zumal THRONs Sänger ex-Necrophobic-Fronter Tobias Sidegård teilweise auch zum Verwechseln ähnlich klingt.

Dementsprechend kann man sich auch über die Qualität des Songwritings kaum beschweren. Da THRON sich eng an etablierten Genre-Elementen abarbeiten, funktionieren die Songs durchgehend einwandfrei. Unter den zehn Stücken ist tatsächlich kein Ausreißer nach unten dabei. So ganz erreichen die Kompositionen das Hitpotential der musikalischen Vorbilder zwar nicht. Die fünf Schwarzwälder beweisen aber mit starken Tracks wie dem Opener „Beyond The Gates“, dem Dissection-inspirierten „Blood Of Serpents“ oder dem mitreißenden „Dead Souls“, dass sie sich im Black und Death Metal bestens zurechtfinden.

Mit „Abysmal“ ist THRON damit zwar kein Genre-Meilenstein gelungen. Diesen Stil derart überzeugend zu spielen und den großen Legenden somit in kaum etwas nachzustehen (außer eben Innovation), muss man aber auch erst mal hinbekommen. Zusammen mit einer rundum gelungenen Produktion ist „Abysmal“ damit ein Album geworden, bei dem man als Fans geschwärzten Death Metals und melodischen Black Metals wenig falsch machen kann.

 

Bewertung: 8 / 10

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4 Kommentare zu “Thron – Abysmal”

  1. Enno

    Ganz starkes Album. Fantastische Gitarrenläufe…..etc. Danke für den Tip bzw. das Review!
    VÖ Datum 2018? …lag die Scheibe so lange bei Euch rum oder ist das ein Fehler?

    1. Simon Bodesheim Post Author

      Hallo Enno,

      nein, das ist kein Fehler. Das Album erschien im Oktober 2018. Da wir das hier ja alle nicht hauptberuflich machen, sind wir durch unsere Arbeitsauslastung in Beruf oder Studium limitiert. Ich habe die Promo damals zwar rechtzeitig übernommen, bin dann zeitlich aber nicht dazugekommen, das Review zu schreiben. Da ich die Promo aber auch nicht unbesprochen liegenlassen wollte, habe ich das Album nun ein paar Monate später doch noch rezensiert. Ansonsten achten wir aber natürlich darauf, das meiste möglichst um den Release-Zeitpunkt herum zu besprechen. Klappt nur eben leider nicht immer. ;)

      1. Enno

        Danke für Deine Antwort Simon,
        das sollte auch nicht als Kritik verstanden werden. Ich ziehe meinen Hut vor Euch, dass Ihr das nebenbei noch alles stemmt. Es war nur für mein Verständnis ob ich so einen guten Release wirklich verpennt habe ;-)
        Grüße

        1. Simon Bodesheim Post Author

          Hab’s nicht als Kritik aufgefasst, keine Sorge.
          Vielen Dank für das Lob. Freut mich, dass du das Album durch das Review nun doch noch entdeckt hast! :)

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