Der Jahresrückblick 2021 von Christina Maier

Meine Top-5 der Metal-Alben 2021

  1. WARDRUNA – Kvitravn
    02. WALDKAUZ – Labyrinth
    03. MÅNESKIN – Teatro D’Ira: Vol. 1
    04. DIE ÄRZTE – Dunkel
    05. POWERWOLF – Call of the Wild

Vermutlich ist auch das neue FEUERSCHWANZ-Album oben dabei, aber das habe ich wegen VÖ 31.12. bis auf die Singles noch nicht durchgehört.

Bestes Entmetallisiert-Album des Jahres

Da ich mit meinem Musikgeschmack den „reinen“ Metal meistens nur ankratze, könnten meine 5 Metal-Alben eigentlich auch genauso gut hier stehen.

Mein bestes Festival des Jahres

Jedes, das stattfinden konnte und unter widrigsten Umständen, horrendem Aufwand, vermutlich kaum bis gar kein Gewinn, ja eher sogar Verlust, die Szene am Laufen gehalten hat. Danke!!!

Mein bestes Konzert des Jahres

VERSENGOLD unter freiem Himmel in Augsburg. Man durfte an den Biergarnituren stehen, und im Dunkeln hat es nicht nur so ausgesehen, sondern sich auch so angefühlt wie ein ganz normales Konzert, bei dem gefeiert und getanzt wird. Etwas, das wir hier in Bayern dieses Jahr wegen fast durchgehender Sitzpflicht kaum erlebt haben.

Bestes Coverartwork des Jahres

Trivium – The Court of the Dragon

Das Cover von "In The Court Of The Dragon" von Trivium

Schlechtestes Coverartwork des Jahres

Limp Bizkit – Still Sucks

Limp Bizkit Still Sucks

Mein Newcomer des Jahres

MÅNESKIN, wenn das als Newcomer gilt. Es gibt die italienische Rock-Band schon seit 2017, aber erst duch den Eurovision Song Contest 2021 konnte sie zu noch größerer Bekanntheit gelangen und weltweit durchstarten.

Meine Entdeckung des Jahres

MÅNESKIN! Was für ein Phänomen. Außerdem SOWULO, die dem Nordic Folk nochmal ganz andere als die mir bekannten Facetten hinzufügen. Und weils mich irgendwie grade kriegt und mir gute Laune in die dunkle Jahreszeit bringt: ESKIMO CALLBOY und THE KIFFNESS.

Meine Enttäuschung des Jahres

Muss man darüber noch reden? Offensichtlich war 2020 doch nicht der gesellschaftliche Tiefpunkt. Musikalisch ist dazu passend die Enttäuschung dort besonders groß, als doch einige Bands sich von Mitgliedern trennen mussten, die zu weit in Richtung Verschwörungsmystik abgedriftet sind.

Mein Song des Jahres

Laut Spotify wohl „Running with the Wolves“ von AURORA, in der Wolfwalker-Version. Ansonsten würde ich noch „I Wanna Be Your Slave“ von MÅNESKIN und „Galdra“ von FAUN erwähnen.

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Mein bestes gelesenes Buch

„Untenrum frei“ von Margarete Stokowski und „Altes Land“ von Dörte Hansen.

Allgemein hab ich Sachbücher und Gegenwartsliteratur für mich entdeckt.

Mein bester gesehener Film

tatsächlich 2021 in Deutschland erschienen:

  • „Die Mitchells gegen die Maschinen“ (wild, bunt, schrill – und sehr, sehr, sehr lustig, mit dem Herz genau am rechten Fleck)
  • „The Father“ (ruhig, verwirrend, beklemmend – hinterlässt dich voller Trauer und Angst)
  • „Bo Burnham’s Inside“ (einzigartiges Konzept, aus der Pandemie geboren, und konsequent durchgezogen)

(Und ja, Dune war sehr cool, aber diese beiden haben mich im Sturm erobert)

2021 zum ersten Mal gesehen:

  • „Onward“ (schade, dass der so übersehen wird – diese Geschichte zweier ungleicher Brüder auf einem ereignisreichen Road-Trip trifft genau die richtigen Töne)
  • „Wolfwalkers“ (wer die anderen Filme des Studios mochte, wird diesen lieben. Eine wahre Animations-Perle)
  • „Call Me By Your Name“ (late to the party, aber: Wow.)

Mein Wunsch / Hoffnung für das kommende Jahr

Dass Covid19 endlich endemisch wird und wir das Thema doch mal abhaken können, schon allein um uns den anderen drängenden Problemen des 21. Jahrhunderts mit voller Kraft widmen zu können. Dass sich bis dahin noch möglichst viele Leute impfen lassen, um die zu schützen, die gefährdet sind. Dass unsere Tochter, die im Sommer geboren wird, ohne Lockdowns aufwachsen darf. Und ich wünsche mir, dass allen Freunden und Verwandten, denen 2021 die Kacke um die Ohren geflogen ist, 2022 ein besseres Jahr wird.