Kanonenfieber und 1914 zu Gast in Arte-Magazin „Tracks“

Das Kulturmagazin „Tracks“ des Fernsehsenders Arte widmet sich in einer neuen Dokumentation der Faszination für Kriegsästhetik im Metal-Genre. Im Zentrum der Sendung stehen das deutsche Blackened-Death-Metal-Projekt KANONENFIEBER sowie die ukrainische Death-Metal-Band 1914. Das Format hinterfragt die Grenze zwischen einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Ersten Weltkrieg und reiner Unterhaltung.

Neben historischen Verweisen auf Wegbereiter wie BLACK SABBATH, SABATON, IRON MAIDEN und AMON AMARTH begleitet das Filmteam KANONENFIEBER-Kopf Noise und seinen Recherchepartner Dani ins Kohlekeller Studio von Produzent Kristian Kohlmannslehner. Dort gewährt das Projekt Einblicke in die Entstehung von „Meine Lieben“, eines Songs auf Basis historischer Feldpostbriefe.

Parallel nimmt 1914-Sänger Dmytro Kumar Stellung zu seinen Erfahrungen als ehemaliger Kriegsarchäologe und den Einflüssen des Ukraine-Krieges auf die Arbeit seiner Band. Historiker Ralf Raths vom Deutschen Panzermuseum Munster ordnet die Verbindung von Extreme Metal, Gewalt und militärischer Symbolik wissenschaftlich ein.

Den Beitrag „Kriegsästhetik im Metal: Warum Kanonenfieber, 1914 und Co. einen Nerv treffen“ gibt es hier zu sehen:

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Markus Frey

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2 Kommentare zu “Kanonenfieber und 1914 zu Gast in Arte-Magazin „Tracks“

  1. Ich hab mir den Clip gestern angesehen. Highlight war der Leiter des Panzermuseums, der das Phänomen einordnet – nicht vollumfassend, aber ist ja auch nicht sein Fachgebiet. Kanonenfieber kommt für mich nicht gut weg. Auf der einen Seite will er sensibilisieren, auf der anderen Seite feiert sein Publikum in Uniform und Krätzchen – ist in manchen Ausschnitten zu sehen. Da ist keine Sensibilität für die Schrecken des Krieges, sondern Schaulust. (Empfehle hier mal Slavoj Žižek und sein Buch über Mehrwert dazu) Bei mir bleibt es bei der Meinung: Noise hat sein Publikum nicht unter Kontrolle und erreicht/macht das Gegenteil von dem, was er sagt.

    1. Hmmm… wenn die Kommentare unter dem Arte-Beitrag nur zur Hälfte ehrlich sind, dann hat Noise sein Ziel erreicht: Einige zum Nachdenken angeregt und ein Buch in die Hand nehmen lassen. Ich finde Ralf Raths formuliert es vorsichtig, aber m.M.n. bestätigt er, dass nach der (schwer mit dem Thema in Einklang zu bringenden) Party über das Faszinosum die Auseinandersetzung folgt/folgen kann…

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