CD-Review: Aenaon - Extance

Besetzung

Astrous - Gesang
Achilleas C. - Gitarre
Anax - Gitarre
Thyragon - Bass
Nycriz - Schlagzeug

Tracklist

01. The First Art
02. Deathtrip Chronicle
03. Grau Diva
04. A Treatise On The Madness Of God
05. Der Mude Tod
06. Pornocrates
07. Closer To Scaffold
08. Land Of No Water
09. Algernon’s Decadence
10. Funeral Blues
11. Palindrome


Die Musikszene Griechenlands stand in der jüngsten Vergangenheit bisher nicht für eine Masse an bekannten Black-Metal-Bands, sondern besitzt mit Rotting Christ zwar eine über die Landesgrenzen hinweg populäre, aber anscheinend auch einmalige Band in einem Land, welches auf eine beachtliche Black- und Death-Metal-Szene verweisen kann. Insofern man wenigstens noch Septicflesh als Vertreter des symphonischen Metals hinzuzieht und die Psychedelic-Black-Metaller von Hail Spirit Noir nicht außen vor lässt, ergibt sich eine erschreckend geringe Anzahl an bekannten Metal-Exporten aus Griechenland. Ändern könnten das die fünf Herren von AENAON, die mit „Extance“ den Nachfolger ihres Debüts „Cendres Et Sang“ (2011) auf den Markt bringen.

Gemastert von Tom Kvålsvoll (u. a. Emperor) und gesangstechnisch unterstützt von Mirai Kawashima (Sigh) sowie Sindre Nedland (In Vain), versprechen AENAON zumindest auf dem Papier eine interessante Platte. Die damit verbundenen Erwartungen erfüllt die Kombo spielend, denn ihr progressiver Black Metal setzt sich neben dem gewohnten Double-Bass-Salven und dem druckvollen Shouting auch aus einem abwechslungsreichen Aufbau der Songs, der Verwendung von Genre-untypischen Instrumenten wie u. a. dem Saxophon („Deathtrip Chronicle“) und der Mundharmonika („Land Of No Water“), aus Refrains mit epischer Schlagseite sowie atmosphärischen Keyboard-Interludes („Algernon’s Decadence“) zusammen. Getraut hat sich das Quintett auf „Extance“ viel, gelungen davon ist ihnen alles.

Mit ihrer erst zwei Full-Lengths umfassenden Diskographie stehen die Griechen von AENAON (hoffentlich) noch am Anfang ihrer Karriere, in der sie ihr Talent für die Kombination ungewohnter Klänge zu mitreißenden Liedern unbedingt beibehalten und weiterhin ausbauen sollten. Ihr Mut, von Akustik-Gitarren und sanften Becken-Klängen begleitete Mid-Tempo-Parts ebenso in einem modernen Black-Metal-Gewand unterzubekommen wie melodische Gesangsspuren, verleiht „Extance“ eine erfrischende Note zwischen den Veröffentlichungen von Genre-Puristen und birgt die Hoffnung, dass dieses Album ein Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung von Black Metal darstellt.

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Bewertung: 8 / 10

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