CD-Review: Chrome Division - Infernal Rock Eternal

  • Veröffentlichung: 2014
  • Label: Nuclear Blast
  • Spielart: Hard Rock
Besetzung

Shady Blue – Gesang
Shagrath – Gitarre
Mr Damage – Gitarre
Ogee – Bass
Tony White – Schlagzeug

Tracklist

01. Good Morning Riot (Instrumental)
02. Endless Nights
03. (She`s) Hot Tonight
04. The Absinthe Voyage
05. Lady Of Perpetual Sorrow
06. The Moonshine Years
07. No Bet For Free
08. On The Run Again
09. Mistress In Madness
10. Reaper On The Hunt
11. You`re Dead Now
12. Ol


Zehn Jahre sind sie bereits im Geschäft, auch wenn die einzelnen Mitglieder der Band schon viel länger aktiv sind – CHROME DIVISION. Nachdem das Debüt „Doomsday Rock ’n Roll“ für einiges Aufsehen sorgen konnte, stieg nach dem zweiten Album Sänger Eddi Guz aus. „3rd Round Knockout“ war danach eher ein Griff ins Klo, nun trägt nun mit „Eternal Rock Infernal“ das vierte Album seine Haut zum Markt.

Allerdings scheinen sich CHROME DIVISION diese Redewendung ein wenig zu sehr zu Herzen genommen zu haben, denn wo die Vorgängeralben noch den allmächtigen Motörhead huldigten und das (zumindest auf dem Debüt) durchaus seinen Charme hatte, hat sich die Band auf „Infernal Rock Eternal“ ausschließlich auf das Kopieren von Black Label Society verlegt.
Sicher, wenn man so konsequent mit dem Biker-Rocker-Milieu kokettiert, kommt man an Zakk Wylde und seiner Horde nicht vorbei, doch man könnte sich ja wenigstens ein bisschen Mühe geben der Musik etwas Eigenständigkeit mitzugeben.

Konkret: Nach einem instrumentalen Intro („Good Morning Riot“ – auch wenn dieser ausbleibt) beginnt „Endless Night“ mit einem kräftigen Riff, das auch Bon Jovi gut zu Gesicht gestanden hätte – vor 30 Jahren. Dazu kommt noch ein Groove, der klingt, als ob er von einer B-Seite von Five Finger Death Punch sein könnte. Sänger Shady Blue röhrt hierzu recht kräftig, was sich aber mit dem Beginn des melodiösen Refrains ändert. Denn dann wird der sensible Kerl rausgekehrt, dass es den Hund samt der Hütte schüttelt.
Nichts gegen Klargesang, melodischen Rock und die Kontrastierung des Ganzen durch harte Riffs und Whiskey geschwängerten Gesang, aber die Art und Weise wie CHROME DIVISION auf „Infernal Rock Eternal“ einfach diese Versatzstücke zusammenwerfen, ohne dass dabei etwas Zählbares herauskommen würde, ist schon beeindruckend unausgegoren.

Exemplarisch kann man hier „The Absynth Voyage“ heranziehen. Beginnend mit einem kraftvollen Riff, in das sich eine solide Melodie mischt, beginnt der Song einigermaßen schwungvoll, auch der Gesang zieht mit. Nach einer kurzen Bridge, die das Tempo wieder komplett rausnimmt, folgt ein Refrain, der nicht nur vor Plattitüden im lyrischen Bereichs trotzt, sondern auch in puncto Riff und Melodieführung deutlich abfällt, was sich im weiteren Verlauf nicht mehr bessert, sondern eher weiter verschlechtert.

Nun soll man das alles nicht falsch verstehen, „Infernal Rock Eternal“ ist an und für sich kein schlechtes Album…hätte ich fast geschrieben. Aber Fakt ist, dass CHROME DIVISION auf ihrem vierten Album eine deutliche Wandlung vollzogen haben: Wo das erste Album noch zu gefallen wusste und Nummer Zwei und Drei zwischen den Stühlen saßen, fällt die aktuelle Platte glatt durch. Manche Bands entwickeln sich weiter, andere treten auf der Stelle, CHROME DIVISION machen mit „Infernal Rock Eternal“ mindestens einen Schritt zurück. Eigentlich Schade, da die Musiker das besser können und einzelne Elemente auch durchaus gelungen sind. Nur reicht das eben Vorne und Hinten nicht.

Bewertung: 4 / 10

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