CD-Review: Debauchery - Back In Blood

Besetzung

Thomas - Gesang
Joshi - Gitarre
Simon - Gitarre
Marc - Bass
Oli - Schlagzeug

Tracklist

01. Lords of Battle
02. Baptise This World In Blood
03. Praise The Blood God
04. Back In Blood
05. Masters Of The Killing Art
06. Butcher Of Bitches
07. Death Metal Maniac
08. Manhunting
09. Alcohol Fueled Brutality
10. True To The Skull Throne (And Bound To Kill)
11. Storm Of Iron

Bonus Disc:
01. Can't Dance (Genesis Cover)
02. Weisses Fleisch (Rammstein Cover)
03. 8 Days A Week (Beatles Cover)
04. Heavy Duty (Judas Priest Cover)
05. Kings Of Metal (Manowar Cover)
06. You Got Me Rocking (Rolling Stones Cover)
07. War Is Coming / Chill Out Version (Six Feet Under)


DEBAUCHERY, nicht zwingend für den unabhängigen Einfluss in Sachen Death Metal bekannt, glänzen auch 2007 nicht gerade mit Eigenständigkeit. Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass die Idole der Deutschen Six Feet Under sind, und deren Vorbilder in gewisser Weise sind AC/DC. Demnach ist es offensichtlich, woher die Ideen für das „Back In Blood“ Cover und für so manchen Song stammen. Die Bonus CD erledigt den Rest.

Anfangs wird es gleich mal ein klein wenig komplizierter als angenommen. Markiert euch doch mal das Wort „Blood“ in der Tracklist – richtig, satte 3 mal kommt es vor, ist das ein kleiner Fetisch der Jungs? Ok, Scherz beiseite, man kann es übertreiben. Starten wir mit dem Opener „Lords of Battle“. Das Gebotene ist alles andere als neu erfunden, das sind wir aber gewissermaßen gewohnt, und, und das ist der springende Punkt, sollten SFU es nicht fertig bringen, dieses Jahr einen Kracher zu veröffentlichen, bin ich damit sogar glücklich. Soll heißen, DEBAUCHERY können von mir aus gerne so spielen, wenn denn die Qualität stimmt, das ist wohl das wichtigste Kriterium. Um zum Thema zurück zu kommen, in „Lords of Battle“ gelingt die Sache auch ganz gut.

Der Song ist in langsamen bis mittleren Tempo gehalten und regt durch die eingesetzten Soli schlicht und einfach an, die Matte ordentlich durchzuschütteln. Das ist Headbanger’s Paradise pure fucking Death Metal. Einziges Manko daran ist, dass es im selben Ton weitergeht. „Baptise This World In Blood“ schlägt so ziemlich in die gleiche Richtung und bringt kaum Neues mit. Groovende Drums, nette Riffs und gen Schluss ein passendes Solo. Ja klar, gehört hat man das schon zig mal, aber irgendwie schaffen es DEBAUCHERY trotzdem mich zu begeistern, das ist schlichtweg Partymusik. Mit einem Bier in der Hand und den Haaren offen ergibt dass 100% Spaß. Den Titelsong „Back In Blood“ hätte ich mir übrigens etwas anders vorgestellt, mehr an AC/DC angelehnt, aber scheinbar ließ man sich auf dieses Risiko nicht ein und hat sich kaum von den Rock-Legenden beeinflussen lassen. Allerdings wird der wirklich stark ausgefallene Rock ’n‘ Roll Einfluss auch in anderen Songs bemerkbar. Auffälliges Beispiel hierfür ist „Butcher Of Bitches“. Wenn ihr im Laden steht und am Probehören seid, diesen Song müsst ihr unbedingt anspielen und „Death Metal Maniac“ empfehle ich euch gleich dazu. Unfassbar eigentlich, wie die Band diese Maß an Rock-Flair in Death Metal Songs zum Ausdruck bringen kann. Diese Tatsache bringt mich übrigens in eine Art Dilemma bezüglich meiner Bewertung, aber dazu später. Vorher muss ich unbedingt noch „Storm Of Iron“ erwähnen, den letzten Track des eigentlichen Albums. Ich sage euch, DEBAUCHERY live und mit diesem Song im Repertoire, ich würde mich mit Bier voll laufen lassen und einfach Spaß dran haben. Toppen kann das eigentlich nur mehr eine Bonus CD mit insgesamt sieben Cover-Songs, welche alle in diesem Rock ’n‘ Roll Stil gehalten sind. Genesis‘ „Can’t Dance“, „Weisses Fleisch“ von Rammstein und „8 Days a Week“ von den Beatles wurde mir hier auf der Promo mitgepresst, und diese Lieder sind einfach die Krönung des bereits Gebotenen. Ein Must-Have für jeden Death Metal Fan.

Da sitze ich nun, völlig zweigeteilter Meinung und mit der Pflicht ein ordentliches Fazit zu finden. Einerseits ist „Back In Blood“ Spaß pur und in der Lage, jedes Metaller-Lagerfeuer (!) in eine wilde Party zu verwandeln, andererseits schwirrt in meinem Kopf das Wort „Copycats“ rum. Bedauernswert daran ist, dass SFU auf den „Graveyard Classics“ das alles schon mal vorgemacht haben und somit „Back In Blood“ sicherlich nicht als kreatives Meisterwerk glänzen kann. Trotzdem, so viel Stimmung zu verbreiten muss man erstmal fertig bringen.

Bewertung: 7.5 / 10

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