CD-Review: Destruction - Thrash Anthems

Besetzung

Schmier – Gesang, Bass
Mike - Gitarre
Marc - Schlagzeug

Tracklist

01. Bestial Invasion
02. Profanity *
03. Release From Agony
04. Mad Butcher
05. Reject Emotions
06. Death Trap
07. Cracked Brain
08. Life Without Sense
09. Total Desaster
10. Depostition (Your Heads Will Roll) *
11. Invincible Force
12. Sign Of Fear
13. Tormentor
14. Unconscious Ruins
15. Curse The Gods

(* komplett neue Lieder)


Der Name ist hier Programm: “Thrash Anthems” ist eine wahrhaftige Sammlung an großen Hymnen des Thrash Metal. Doch DESTRUCTION haben nach knapp 25 Jahren des Bestehens nicht nur einfach ein paar Lieder zusammengestellt, um eine Best Of auf den Markt zu schmeißen, sondern haben 13 Songs ihrer Alben zwischen 1984 und 1989 komplett neu eingespielt.

Und ein Blick auf die Tracklist sollte jedem Thrasher ohne Umwege direkt das Herz öffnen und die Nackenmuskulatur vorspannen. Zwölf durchweg einfach geile Klassiker haben den Weg auf die Zusammenstellung geschafft, von „Bestial Invasion“ über „Mad Butcher“ bis „Curse The Gods“ setzt es ein Brett nach dem anderen. Die DESTRUCTION der 80er Jahre waren einfach Götter sondergleichen, Thrash Metal auf allerhöchstem Niveau und mit größtmöglichem Abgehfaktor. Auch „Cracked Brain“ hat es hierauf geschafft, doch etwas überraschend, da es doch aus der Zeit stammt, in der Schmier nicht bei DESTRUCTION war, dieses Lied sang er für diese Scheibe also zum ersten Mal neu ein.

Dass die Stücke nun einen amtlich knallenden Sound haben, versteht sich von selbst. Für manche beinharte Fans mag so das originale und ursprüngliche Feeling der Lieder verloren gehen, aber mit einem amtlich krachenden Klang macht das ganze doch einfach noch mehr Spaß, muss ich sagen.
Als kleinen zusätzlichen Kaufanreiz gibt es mit „Profanity“ und „Depostition (Your Heads Will Roll)“ auch noch zwei komplett neue Songs. Damit hält es sich aber wie mit dem Großteil des neuen Materials aus dem 21. Jahrhundert: „Passt scho“, aber nun nichts, was reihenweise Köpfe schraubt und Hälse bricht. DESTRUCTION hatten ihre Hochzeit eben einfach in der Zeit, die auf „Thrash Anthems“ dokumentiert wird.

Aber braucht man die Thrash-Hymnen-Sammlung nun eigentlich? Für DESTRUCTION-Fans ist es wohl nur teilweise empfehlenswert. Wer die Alben eh schon daheim hat und mit dem Original-Sound nicht unzufrieden ist, für den bietet sich kaum Grund, hier zuzuschlagen, ausser natürlich unstillbarer Sammlerwahn. Wer die alten Werke gerne richtig fett aus seiner Heimanlage donnern lassen mag, für den sollte sich ein Kauf lohnen. Wer nun von DESTRUCTION oder Thrash Metal im Allgemeinen wenig Ahnung hat, sich aber allzu gerne einhören möchte, für den ist „Thrash Anthems“ ein Geschenk des Himmels.

Keine Wertung

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: