CD-Review: DevilDriver - Beast

Besetzung

Dez Fafara – Gesang
Jeff Kendrick – Gitarre
Mike Spreitzer – Gitarre
Jon Miller – Bass
John Boecklin – Schlagzeug

Tracklist

01. Dead To Rights
02. Bring The Fight (To The Floor)
03. Hardened
04. Shitlist
05. Talons Out (Teeth Sharpened)
06. You Make Me Sick
07. Coldblooded
08. Blur
09. The Blame Game
10. Black Soul Choir
11. Crowns Of Creation
12. Lend Myself To The Night


Kaum eine Band tourte die letzten Jahre so beständig um die Welt wie DEVILDRIVER. Die Truppe um Dez Fafara ist kaum mehr als drei Monate im Jahr Zuhause, der Tourbus ersetzt das heimische Dach über dem Kopf fast vollständig. Trotzdem haben die US-Amerikaner, wie auch schon in der Vergangenheit, irgendwie die Zeit gefunden, ihren neuen Langspieler „Beast“ unter der Regie von Mark Lewis (All That Remains, Trivium) einzuspielen.

Wie Mastermind Fafara in zahlreichen Interviews immer wieder bekräftigt, ist DEVILDRIVER bei Weitem keine Band, die den höchsten Punkt ihres Schaffens schon erreicht hat – das bekräftigten auch die „Beast“-Vorgänger, die zwar allesamt hörenswert waren, aber immer mit einigen Mankos zu kämpfen hatten.
Album Nummer fünf solls nun richten, gibt mit seinem Opener „Dead To Rights“ – zu dem es übrigens auch den ersten Videoclip gab – gleich von Beginn an ordentlich auf die Kauleiste. Der Gesang ist wie immer stürmisch, abgehakt und im Rhythmus perfekt dem Schlagzeug angepasst. Instrumental bieten die US-Amerikaner noch eine Mischung aus Thrash-Riffs und der Eingängigkeit von Melodic Death Metal, wobei die Grenzen dessen im folgenden Verlauf noch weiter verwischt werden sollen.
Kurz darauf legt das Gitarrenduo Kendrick/Spreitzer einen Zahn zu, ruft mit „Bring The Fight (To The Floor) ein düsteres Bild im Hintergrund vor die Augen, während gesanglich erstmals böses Growling und Gekeife zum Einsatz kommt. Dass sich die beiden Gitarreros spielerisch durchaus gesteigert haben, lässt sich an der gestiegenen Anzahl Soli ablesen – wie sie beispielsweise bei „Hardened“ eindrucksvoll dargeboten werden. Eingebettet sind die Einzelaktionen oder auch ausführliche Exkursionen der Leadgitarre meistens in ein Melo Death-Klangbild, während dem Fafara mit seinem Gesang eher in den Hintergrund rückt.
Was dabei entsteht ist nicht zuletzt auch durch Titel wie „Black Soul Choir“ – das mal melodisch, dann mal todesmetallisch ist – ein gehöriges Maß an Abwechslung, wie man es von DEVILDRIVER so eigentlich nicht gewohnt ist. Die US-Amerikaner waren zwar schon immer darauf bedacht, nicht auf der Stelle zu treten – mit „Beast“ ist ihnen das zum ersten Mal aber auch überzeugend gelungen.

Selten in den letzten Monaten hat ein Albumtitel die Musik einer Band mit einem Wort so treffend auf den Punkt gebracht wie „Beast“. Die mutige Mischung aus Thrash und Melodic Death Metal, mit dezenten Death-Anleihen und stellenweise sogar schwarzmetallisch anmutenden Passagen versehen, wirkt – stimmig in sich und mächtig für den Hörer. Die Produktion ist makellos, der Sound dem ein oder anderen vielleicht trotzdem einen Hauch zu klinisch. Trotzdem: DEVILDRIVER liefern mit „Beast“ ihr bisher mit Abstand bestes Album ab!

Bewertung: 8 / 10

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