CD-Review: DevilDriver - Winter Kills

Besetzung

Dez Fafara - Gesang
Mike Spreitzer - Gitarre
Jeff Kendrick - Gitarre
Chris Towning - Bass
John Boekclin - Schlagzeug

Tracklist

01.Oath Of The Abyss
02. Ruthless
03. Desperate Times
04. Winter Kills
05. The Appetite
06. Gutted
07. Curses And Epitaphs
08. Caring's Overkill
09. Hunting Refrain
10. Tripping Over Tombstones
11. Sail
12. Shudder
13. Back Down To The Grave


Die Kalifornier DEVILDRIVER galten einmal als echte Shootingstars in der New-Metal-Szene und aller Anwerbeversuche aus dem Freundeskreis zum Trotz konnte ich dem Sound nie so richtig viel abgewinnen. Mit „Winter Kills“ steht nun Album Nummer sechs in den Startlöchern, welches hoffentlich unter Beweis stellt, dass mein Urteil über die Jahre vorschnell gefällt worden war.

Der Strukturwandel ist zwar immer noch nicht in seiner Gänze vollzogen, reinen New Metal spielen DEVILDRIVER allerdings schon lange nicht mehr. Sicherlich hämmern sie das eine oder andere entsprechende Riff raus, auch das Drumming kommt teilweise noch entsprechend daher, aber in den meisten Momenten klingt es doch schon eher nach groovendem Melodic Death. Freunde der früheren Phasen können also genauso erleichtert sein wie Fans der neueren Alben, die Mischung aus Härte und Melodie ist über die gesamte Spielzeit schon recht ausgewogen.
Der Gesang klingt ebenso unentschlossen und das stört mich ehrlich gesagt etwas. Auch wenn die Musik sich zwischen den Stühlen bewegt, wäre eine deutlichere Positionierung von Dez Fafara in meinen Ohren wünschenswert gewesen. Man kennt ja das Sprichwort „es ist nicht Fisch, nicht Fleisch“ und genau diesen Eindruck hinterlässt die Musik in ihrer Gesamtheit. Es ist etwas schwierig zu sagen, an sich sind die Songs cool, hart, manchmal schnell, manchmal brutal, aber vor allem durch den etwas unentschlossenen Gesang bleibt viel Power auf der Strecke.
Ansonsten gibt es eigentlich wenig zu meckern, die technische Arbeit ist absolut einwandfrei, der Sound ist transparent, aber trotzdem wuchtig und auch das Artwork ist mit einer Atmosphäre gesegnet, die dem Sound entspricht.

Mit DEVILDRIVER werde ich wohl in letzter Instanz nie mehr glücklich. Gut möglich, dass ich der Band komplett unrecht tue und es einen Aufschrei des Entsetzens, ja der Anklage geben wird, aber bei mir bleibt von „Winter Kills“ einfach zu wenig hängen. Und eine Truppe, die seit zehn Jahren ein Album nach dem nächsten raushaut, für ein paar vernünftige Songs und einen wirklich fetten Sound zu loben, ist nun wirklich nicht zeitgemäß, das sagt man eher über eine Demoband. Am besten verschafft sich jeder selber ein Bild, ich habe erneut kein allzu positives gewonnen.

Bewertung: 6 / 10

Geschrieben am

3 Kommentare zu “DevilDriver – Winter Kills”

  1. Tobi

    Hm, das Review klingt seeeeehr voreingenommen. Vielleicht hätte es jemand schreiben können der etwas objektiver an die Sache rangeht. Und wann zur Hölle haben Devildriver jemals New Metal gespielt?

  2. Juergen

    Hm, also auch ich finde das neue Album – gemessen am etwas unmelodischeren Vorgänger – enorm stark und ganz in der Tradition von DEVILDRIVER. Dez Fafara’s Gesang war auch allen Scheiben nicht gerade variabel – muss aber auch so sein! Im Übrigen ist das Material sehr dynamisch ausgefallen… Von mir kriegt das Album 8,5 / 10 Punkten. ;)

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