CD-Review: Khors - Beyond The Bestial (EP)

Besetzung

Jurgis - Gesang, Gitarre, Keyboard
Helg - Gitarre
Khorus - Bass
Khaoth - Schlagzeug

Tracklist

01. Beyond The Bestial
02. Through The Realm Of Unborn Stars
03. Frigit Obscurity Of Soul
04. Winterfall
05. In The Cold Embrace Of Mist
06. Red Mirrors


Ukrainischer Metal ist nichts, was sich hierzulande all zu großer Bekanntheit erfreuen dürfte. Wer sich jedoch schon damit, insbesondere mit der Black-Metal-Szene des Landes, beschäftigt hat, ist möglicherweise auf den Namen KHORS gestoßen. Die Gruppe steht seit immerhin 15 Jahren für atmosphärischen, finsteren Black Metal, den sie auf bereits sechs Alben dargeboten hat. Mit der EP „Beyond The Bestial“ gibt es nun Nachschlag in Form drei neuer Songs und dreier Neuaufnahmen.

Direkt zu Beginn ertönen Gitarrenläufe, so frostig, dass sie direkt aus dem hohen Norden stammen könnten. Nach einer Weile folgt der Bruch: Bedächtige Keyboards lösen die Gitarren ab und über diese legen sich die für Black-Metal-Verhältnisse relativ tiefen Vocals. So beginnt der Titeltrack und erster der drei neuen Songs auf „Beyond The Bestial“, der sogleich das Highlight der EP darstellt und durch das Wechselspiel zwischen Riffing und ruhigeren Passagen über seine sieben Minuten hinweg interessant bleibt – ein Streicher-Intermezzo setzt dem Ganzen die Krone auf. Da kann die zweite neue Nummer „Through The Realm Of Unborn Stars“ nicht ganz mithalten, es wäre allerdings verfehlt, diese deshalb als belanglos zu bezeichnen. Insbesondere durch stimmige Cleangesang-Passagen vermag der Song, Akzente zu setzen. „Frigit Obscurity Of Soul“ beweist hingegen, dass KHORS auch das Zeug dazu haben, vollkommen ohne Vocals eine stimmige Atmosphäre zu erzeugen.

Anschließend wird der Hörer in den Teil mit den Neuaufnahmen entlassen. Namentlich handelt es sich hierbei um „Winterfall“, „In The Cold Embrace Of Mist“ und „Red Mirrors“, allesamt vom 2008er-Album „Mysticism“ stammend. Im direkten Vergleich sind die Originale noch immer gut genug, sodass diese neuen Versionen in erster Linie für die Hörer interessant sein dürften, die mit altem Material der Band noch nicht vertraut sind. Gelungen sind sie in jedem Fall, wobei doch deutlich wird, dass die erste Hälfte mit den neuen Songs die weitaus interessantere auf „Beyond The Bestial“ sind.

Betrachtet man die doch recht zuverlässige Veröffentlichungs-Rate von zwei bis drei Jahren, ist es vorstellbar, dass wir nicht mehr all zu lange auf ein neues KHORS-Album warten müssen. Bis dahin ist „Beyond The Bestial“ eine kleine, aber durchaus feine Veröffentlichung, die sich sowohl dazu eignet, die Wartezeit auf den nächsten Release zu verkürzen als auch die Band und ihren Sound kennenzulernen.

Keine Wertung

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