CD-Review: Monuments - The Amanuensis

Besetzung

Chris Barretto - Gesang, Saxofon
John Browne - Gitarre
Olly Steele - Gitarre
Adam Swan - Bass
Mike Malyan – Schlagzeug, Samples

Tracklist

01. I, The Creator
02. Origin Of Escape
03. Atlas
04. Horcrux
05. Garden Of Sankhara
06. The Alchemist
07. Quasimodo
08. Saga City
09. Jinn
10. I, The Destroyer
11. Samsara


Man nehme den Samsara-Zyklus, der in Religionen wie dem Hinduismus oder Buddhismus verankert ist, schreibe ein komplettes Textkonzept darüber und verpacke das alles in progressiven Metal gespickt mit Groove-Elementen. Schon ist man mittendrin im zweiten Studioalbum der transkontinentalen Band MONUMENTS. Hier wollen wir einen Blick darauf werfen, ob die Mixtur aus melodiegeladenen Songs und Vorliebe zu ausufernden Experimenten der Musikerfraktion auch auf dem Nachfolger von „Gnosis“ funktioniert.

„The Amanuensis“ vertrödelt auch gar keine Zeit mit lästigen Intros, Interludes oder ähnlichen Spielereien. Man ist sofort mittendrin in einem Strudel aus massiven Riffwänden, einem Wechseln zwischen Klargesang und Shouts/Growls und treibender Schlagzeugarbeit. Dieses Muster ist auch über die komplette Spiellänge beibehalten worden. Nun könnte man meinen, dass dies eventuell eher zu Langeweile führt. Diese Gefahr ist bei diesem Vorgehen auch durchaus gegeben. Dennoch erschaffen die fünf Herren mit ihrem experimentellen Ansatz, Abwechslungsreichtum und vor allem den zwei Gitarren eine dichte Atmosphäre und packende Stücke, die nicht selten am völligen Wahnsinn kratzen. Der große Pluspunkt dieses Zweitwerks ist die räudige Energie, die es zu versprühen weiß. Mit einer eher minimalistischen Produktion wird ein wahrhaftiges Live-Ergebnis geboten, das ohne Umschweife mindestens zum Kopfnicken animiert.

MONUMENTS haben mit „The Amanuensis“ einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht und sollten problemlos neue Hörer für sich gewinnen können. Dies sollte vor allem auf die immense Power und hörbare Leidenschaft der Musiker begründet werden können. Fans von geradlinigen Songs und typischen Aufbauten werden sich mit diesem Material aber wohl eher schwer tun. Denn dieses Album hat viele Ecken und Kanten, die es interessant, aber auch ein wenig chaotisch machen. Obendrein bringt es eine Menge Spaß mit, wenn man sich darauf einlassen kann. In Sachen Progressive Metal ein fettes Ausrufezeichen für die Band, ihren weiteren Werdegang und das Jahr 2014.

Bewertung: 8.5 / 10

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