CD-Review: Rivers Of Nihil - The Concious Seed Of Light

Besetzung

Jake Dieffenbach - Gesang
Jon Kunz - Gitarre
Brody Uttley - Gitarre
Adam Biggs - Bass, Gesang
Ron Nelson - Schlagzeug

Tracklist

01. Terrestria I - Thaw
02. Rain Eater
03. Birth Of The Omnisavior
04. Soil And Seed
05. Central Antheneum
06. Mechanical Trees
07. Place Of Serpents
08. Human Adaptation
09. A Fertile Altar
10. Airless


Bei „The Conscious Seed Of Light“ handelt es sich um eine der interessantesten Debüt-Veröffentlichungen diesen Jahres. Denn fernab von brutalen Texten und blutverschmierten Cover-Artworks kreieren RIVERS OF NIHIL eine Art Death Metal, dessen nicht leicht zugänglicher Aufbau an Decapitated und dessen Texte über Natur und Leben an die umweltbewussten Meerestier-Aktivisten von Gojira erinnern. Anders als die Franzosen besitzen die US-Amerikaner aber eine bereits festgelegte konzeptionelle Struktur für ihre kommenden vier Alben, denn RIVERS OF NIHIL widmen jedes ihrer geplanten Platten einer der vier Jahreszeiten. Nicht verwunderlich also, dass der Auftakt dieses Konzepts mit „The Conscious Seed Of Light“ thematisch im Frühling einsetzt und Themen behandelt, welche die Aspekte Neubeginn und Wachstum implizieren.

So verkopft diese geplante Schreiberei auch klingt, die Lieder nahmen daran keinen Schaden. Im Gegenteil, mit „Soil And Seed“ haben die Jungs einen amtlichen Ohrwurm produziert, dessen Zusammenspiel von Dieffenbachs Gekeife, dem gedrosselten Tempo und den kurzen Breaks einen Nackenbrecher ersten Grades ergibt. Parallelen zu den Slam-Death-Metal-Erfindern Devourment sind erkennbar und gefallen. In „Airless“ zeigt Drummer Nelson eindrucksvoll, wie gut sich der Wechsel von Double-Bass-Passagen und Blastbeats mit einem smoothen Spiel auf Hi-Hat, Snare und Bass-Drum vertragen kann. Die Gitarristen Kunz und Uttley schnalzen mitunter ein paar Flanken wie Meshuggah oder erinnern mit ihrer Fingerfertigkeit an Spawn Of Possession. Bassist Biggs weiß ins musikalische Geschehen einzugreifen anstatt es nur zu begleiten, sodass das Zusammenspiel der Instrumente ein äußerst reifes Bild der jungen Musiker ergibt. RIVERS OF NIHIL haben sich ihren Platz als Vorband an der Seite von Beneath The Massacre und Dying Fetus redlich verdient.

Anscheinend benötigten die Herren aus Reading in Pennsylvania nicht mehr Zeit als die vergangenen vier Jahre, um ihre musikalische Form finden und sie auf ein qualitativ hohes Level hieven zu können. Walzende Parts, stimmige Soli, epische Outros – von einer verbesserungswürdigen Produktion, eintönigen Songstrukturen oder faden Elementen ist diese Formation weit entfernt. Das Debüt glänzt mit Abwechslung in den Songs und Talent der Musiker, sodass RIVERS OF NIHIL mit „The Conscious Seed Of Light“ einen so interessanten Start hinlegen, dass die Sommer-, Herbst- und Winteralben doch bitte zeitnah erscheinen mögen!

Bewertung: 7.5 / 10

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