CD-Review: Taake - Over Bjoergvin Graater Himmerik

Besetzung

Høst - Gesang, Gitarre
C.Corax - Gitarre
Keridwen - Bass, Piano
Mutt - Schlagzeug

Tracklist

01. Part I
02. Part II
03. Part III
04. Part IV
05. Part V
06. Part VI
07. Part VII


TAAKE sind schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr. Seit dem 2005er „Hordaland Doedskvad“ ist zwar vorerst Zapfenstreich, allerdings ist diese Pause mit drei exzellenten Alben wohlverdient, denn schon mit dem ersten Output „Nattestid Ser Porten Vid“ konnte die Truppe um Høst, der vor etwa zwei Jahren ebenfalls bei RAGNAROK einstieg, die Black Metal Gemeinde begeistern. „Over Bjoergvin Graater Himmerik“ stellt das zweite Volllängenalbum dar und hier wurde im Vergleich zum Vorgänger noch einmal einer draufgesetzt. Geboten wird zwar rauer und minimalistischer; aber andererseits auch sehr melodischer und vor allem atmosphärischer Black Metal mit komplett norwegischer Lyrik. Wie gewohnt besitzen die Songs keine eigentlichen Namen, was dem ohnehin schon genialen Album meiner Meinung nach zusätzlich an Charisma verschafft. Auch optisch ist alles recht simpel gehalten. Das Cover zeigt – den vermeintlichen – Høst vor einer Waldlandschaft mit Ketten in der Hand. Im Booklet sind lediglich in Runenschrift die Texte abgedruckt.

Ohne Intro zieht einen schon „Part I“ vollkommen in den Bann dieser Scheibe, atmosphärische Gitarrenriffs, begleitet von Høsts unverwechselbar markanten und großartigen Stimme und stellenweisen Pianoklängen reissen von der ersten Sekunde an mit. Der erste optische Eindruck mag täuschen, denn die Songs sind extrem vielseitig, jedoch kaum auf irgendwelches technisches oder elektronisches Gefrickel zurückzugreifend. Die Produktion stellt fast gar eine perfekte Richtlinie für derartige Musik dar, wirklich kein einziges der Instrumente geht unter, trotzdem klingt alles noch „dreckig“, so wie es sich gehört Auch der mindestens genauso grandiose zweite Teil überzeugt erneut mit sehr melodischen und recht flotten Riffs und Gitarrenbögen, eine ganze andere Richtung wird jedoch mit „Part III“ eingeschlagen, der sich eher schleppend fortbewegt. Nummer vier stellt dann meinen absoluten Lieblingssong dar, wenn es auch schwer ist, hier Höhepunkte ausfindig zu machen, da sich das Album fast nur aus selbigen zusammensetzt. Diesen Song will ich aber etwas mehr hervorheben, da er wohl mit seinen melodischen Gitarrenleads am schnellsten hängenbleibt. Einfach großartig. Weiter näher auf die Songs einzugehen ist Blödsinn, denn jedes Kind weiß, dass Taake schon immer für Qualität standen und vorwegnehmen will ich auch nichts. Einen Ausfall sucht man vergeblich.

Dieses Album (und auch den Vorgänger) sollte jeder Freund des norwegischen Black Metals im Regal stehen haben. Hier stimmt einfach fast alles, gerade die tolle Produktion sei nochmal erwähnt. Dass Høst ein genialer Songschreiber ist, muss man den Lesern dieser Rezension wohl kaum noch unter die Nase reiben. „Over Bjoergvin Graater Himmerik“ ist und bleibt für mich eines der besten norwegischen Black Metal Alben.

Bewertung: 9 / 10

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