Drei Jahre nach ihrem Comeback-Album „All Heads Are Gonna Roll“ legen die schwedischen Death-Metal-Veteranen VOMITORY mit „In Death Throes“ nun ein weiteres Album nach. Das mittlerweile zehnte Studioalbum der Band steht ganz in der Tradition ihres kompromisslosen Sounds, den sie seit ihrer Gründung Ende der 1980er-Jahre kultivieren.
Der Einstieg gelingt mit „Rapture In Rupture“ denkbar heftig: Rasante Gitarrenläufe und ein unerbittliches Schlagzeug eröffnen das Album mit maximaler Intensität. Direkt im Anschluss überzeugt „For Gore And Country“ mit brutaler Direktheit, kombiniert mit überraschend eingängigen Momenten. Hier zeigt sich bereits eine Stärke des Albums: Trotz aller Härte gelingt es der Band, Strukturen und Wiedererkennungswert in die Songs zu integrieren. „Forever Scorned“ treibt das Tempo weiter voran, während „Wrath Inbound“ mit einer etwas melodischeren Ausrichtung und markanten Gitarrenlinien zusätzliche Facetten einbringt. Der Titelsong selbst wirkt ein wenig düsterer, ist aber – bandtypisch – wuchtig.
Auch in der zweiten Hälfte lässt die Intensität kaum nach. „Cataclysmic Fleshfront“ entfaltet eine rohe Zerstörungskraft, getragen von druckvollen Drums und aggressivem Bassspiel. „Two And A Half Men“ überrascht zwar mit einem ungewöhnlichen Titel, bleibt musikalisch aber kompromisslos schnell und energiegeladen. Mit „Erased In Red“ schlägt die Band (erstmals) etwas variablere Töne an und integriert rhythmische Wechsel, die dem Album eine neue Facette hinzufügen. „The Zombie War General“ setzt den aggressiven Kurs fort und überzeugt mit markanter Atmosphäre, bevor „Oblivion Protocol“ das Album mit einem letzten, intensiven Höhepunkt abschließt.
Insgesamt überzeugt „In Death Throes“ durch seine Konsequenz: VOMITORY setzen nicht auf Experimente, sondern perfektionieren ihren bewährten Stil. Die Gitarrenarbeit ist präzise und durchschlagskräftig, das Schlagzeug bewegt sich souverän zwischen rasenden Blastbeats und treibenden Grooves, während die Vocals durchgehend kraftvoll und dominant bleiben. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich einige Songs (sehr) nah an bekannten Mustern bewegen. So entsteht bisweilen der Eindruck, die Platte, oder Teile von ihr, irgendwie schon zu kennen. Doch die Energie und das handwerkliche Können der Band sorgen dafür, dass das Album durchgehend fesselt.
Damit liefern VOMITORY ein Werk ab, das weniger auf Innovation als auf Intensität setzt – und genau darin seine Stärke findet. „In Death Throes“ ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass die Band auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Wucht verloren hat und weiterhin zu den verlässlichen Größen des Death Metal zählt.
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Wertung: 7.5 / 10


