CD-Review: Woods Of Desolation - As The Stars

Besetzung

D. – Gitarre

Sessionmusiker:
Old – Gesang
Luke Mills – Bass
Vlad – Schlagzeug

Tracklist

01. Like Falling Leaves
02. Unfold
03. And If all The Stars Faded Away
04. This Autumn Light
05. Anamnesis
06. Withering Field
07. Ad Infinitum


Dass Black Metal international geworden ist, ist weder neu noch überraschend. Dennoch wird man die düsteren Klänge wohl auf ewig eher mit dem schroffen Norwegen denn mit der sengenden Sonne Australiens verbinden. Nichtsdestoweniger kommt man nicht umhin, anzuerkennen, dass einige der vielversprechenden Bands dieses Genres ausgerechnet aus dem Land der Känguruhs und Korallenriffs kommen.

Neben Ruins oder den mittlerweile leider aufgelösten Austere darf diesbezüglich der Name WOODS OF DESOLATION nicht fehlen – lieferte der lediglich als D. bekannten Gitarrist und Songwriter doch spätestens 2011 mit „Torn Beyond Reason“ den Beweis ab, dass er sich ausgesprochen gut darauf versteht, wie atmosphärisch dichter, verzweifelter Black Metal zu klingen hat.

Mit „As The Stars“ liegt nun das neueste, dritte Album des seit 2005 bestehenden Soloprojekts vor. Erneut hat D. dafür die Schar der ihn unterstützenden Sessionmusiker gewechselt: Nachdem in der Vergangenheit mit Desolate („Sorth“-EP) und Sorrow („Torn Beyond Reason“) bereits beide Austere-Musiker am Mikrophon aushelfen durften, ist dieses Mal Old für den Gesang zuständig – bekannt höchstens von seinem Soloprojekt Drohtnung. Doch auch, wenn die für Fans natürlich schöne Parallele zu Austere damit vorerst Geschichte ist, gibt es wenig zu mäkeln: Den für WOODS OF DESOLATION typischen, verzweifelten Gesangsstil beherrscht auch Old vorbildlich. Musikalisch bleibt bei dem Projekt aus dem Ort mit dem schönen Namen Wollongong auch sonst alles beim Alten: Verwaschene Gitarrenwände, verwunschene Melodien und viel Melancholie kreieren auch auf „As The Stars“ die für WOODS OF DESOLATION typische Atmosphäre. Die Songs gehen dabei fast fließend in einander über und erzeugen so eine in sich geschlossene Atmosphäre, die von der ersten bis zur letzten Note nicht abreißt. Zwar finden sich auf dem Vorgänger in der Einzelbetrachtung vielleicht die stärkeren Hits bei ähnlicher atmosphärischer Dichte, als Gesamtwerk funktioniert jedoch auch „As The Stars“.

„As The Stars“ ist kein Über-Album und keine musikalische Revolution des Depressive Black Metal – Fans der Band und des Genres im Allgemeinen können, nein: sollten hier aber dennoch bedenkenlos zugreifen. WOODS OF DESOLATION liefern mit ihrem dritten Album nämlich wie gewohnt mehr als nur solide Kunst ab, die nicht ohne klar erkennbare eigene Note die Stärken des Subgenres gekonnt in sich vereint und auf den Punkt bringt.

Bewertung: 8 / 10

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