
Die neunziger Jahre – und die ersten Jahre nach 2000 – waren für filmbegeisterte Metalfans eine großartige Zeit. Damals war es ziemlich „in“, Filmen unterschiedlichster Genres und Qualität neben dem eigentlichen, noch oftmals klassischen Orchesterscore eine Soundtrack-Compilation zu spendieren, die nicht selten eine starke Gitarrenmusik-Schlagseite hatte. Dennoch fanden sich auf vielen dieser Sampler auch nicht-metallische Stücke, die interessierten Haupthaarschüttler*innen einen spannenden Blick über den Tellerrand ermöglichten – zumal man kaum mit billigen Pop-Hits konfrontiert wurde.
Vielmehr bekamen auch Nicht-Metal-Musiker eine Plattform geboten, die eine gewisse Anerkennung in der Rock- und Metalszene genießen – vielleicht gerade wegen dieser Soundtrack-Veröffentlichungen. Die in den Neunzigern omnipräsenten THE PRODIGY, CYPRESS HILL oder RZA vom WU-TANG CLAN sind dafür schöne Beispiele. Musikalische Substanz war also nicht optional, und entsprechend kuratierten auch heute berühmte Persönlichkeiten die Zusammenstellungen – wie der inzwischen mehrfach Oscar-prämierte Soundtrack-Komponist und NINE-INCH-NAILS-Frontmann Trent Reznor, der sich in den frühen Neunzigern erstmals einen Namen in der Metal-Szene gemacht hatte.
Spannend: Oftmals wurden bereits anderweitig veröffentlichte Songs für die Soundtracks neu gemastert, um in Sachen Produktion und Sound besser zu den anderen Stücken der Zusammenstellung zu passen – was gravierende Unterschiede im Klangbild zur Folge haben kann, wie bei FILTERs „Hey Man Nice Shot“ zu hören ist (die Demon-Knight-Version ist untenrum ungleich fetter als die Albumversion). Und der Großteil der Songs kam tatsächlich prominent in den Filmen vor, was heute auch keine Selbstverständlichkeit mehr ist, da viele Begleitcompilations zu Blockbustern oft nur noch Promocharakter haben und Songs beinhalten, die angeblich vom Film inspiriert wurden (oder bestenfalls im Trailer Verwendung fanden).
Nicht selten hat der Soundtrack aus heutiger Perspektive einen wesentlich höheren Kultstatus als der zugehörige Film erlangt, was sicherlich auch daran liegt, dass viele der hier vorgestellten Filme definitiv in die Kategorie B-Movie gehören und absolut Tele5-SchleFaz-kompatibel sind. Das muss den Spaßfaktor allerdings nicht schmälern, denn ebenso wie die Soundtracks sind die Filme im besten Fall faszinierende Zeitzeugnisse, die zeigen, was technisch möglich und ästhetisch angesagt war.
Singles (1992)
Cameron Crowes RomCom „Singles“ aus dem Jahr 1992 spielt in Seattle – die meisten dürften wissen, welche gitarrenlastige Musikrichtung die Stadt im äußersten Nordwesten der USA zu dieser Zeit geprägt hat. Wenig überraschend bietet der Film über einen Mittzwanziger-Freundeskreis auf der Suche nach der großen Liebe für Grunge-Freund*innen mehr als nur das eine oder andere Schmankerl. Der Film selbst ist überraschend gut gealtert und erinnert in Sachen Setting, Charakteraufbau und Charme durchaus an Serien wie „Friends“ – Neunziger-Jahre-Wohlfühlkino und ein schönes Zeugnis des damaligen Zeitgeistes, sowohl musikalisch als auch gesellschaftlich.
Legendär – aus heutiger Perspektive auch ein wenig tragikomisch – ist die Szene, in der ein idealistischer Steve, gespielt von Campbell Scott, versucht, dem Bürgermeister von Seattle das Konzept des öffentlichen Nahverkehrs als umweltfreundliche und zukunftssichere Lösung für den drohenden Verkehrskollaps zu verkaufen – was zu seiner fristlosen Kündigung führt. Ein weiteres Highlight ist „Sidekick“ Matt Dillon, der den etwas selbstverliebten Frontmann einer von Musikern von PEARL JAM verkörperten Rockband namens CITIZEN DICK spielt, die hauptsächlich durch ihre vulgären Texte mit starkem Penisbezug („Touch Me I’m Dick“) Medienpräsenz bekommt. Für einen verregneten Sonntagnachmittag zu zweit im Herbst durchaus empfehlenswert – der Film, wohlgemerkt, nicht Dillons Band.
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Die Musik:
Die umfangreichste Version des offiziellen Soundtracks bietet auf zwei LPs und einer CD 31 Tracks, davon sieben zuvor unveröffentlicht. Highlights sind die Akustikgitarrensongs mit SOUNDGARDEN-Sänger Chris Cornell am Mikrofon (der auch einen Cameo-Auftritt im Film hat), die im Film eine wichtige Rolle als Score einnehmen – auf einen klassisch-orchestralen wurde verzichtet. Daneben gibt es Studio- und Live-Aufnahmen von einem Großteil der Seattle-Szene dieser Zeit: SOUNDGARDEN (live im Film zu sehen), ALICE IN CHAINS (ebenfalls live im Film), MUDHONEY, PEARL JAM, SCREAMING TREES, MOTHER LOVE BONE und weitere. Sie fangen das Lebensgefühl ziemlich gut ein und tragen zum Wohlfühl-Charakter des Films bei. Lustiges Detail: Auch die Songs von Matt Dillons fiktiver Filmband sind enthalten – ob man die heutzutage laut in der Öffentlichkeit spielen sollte, sei dahingestellt. Einem Instrumental-Score am nächsten kommen die Beiträge von Paul Westerberg, die – in Sachen Popcorn-Vibe dem „Friends“-Opener nicht unähnlich – mit viel Ohrwurmcharakter und einer gewissen Leichtigkeit wie ein Leitthema durch den Film führen.
Wenn es so etwas wie einen Gute-Laune-Sampler in dieser Aufstellung gibt, wäre es wohl der “Singles”-Soundtrack.
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Last Action Hero (1993)
Was wäre, wenn dein elfjähriges, Action-Film-begeistertes Ich durch eine magische Kinokarte auf eine leibhaftige Inkarnation seines größten Action-Idols treffen würde? Dieser Frage geht die Actionkomödie „Last Action Hero“ von John McTiernan aus dem Jahr 1993 auf den Grund, und der Film mit Arnold Schwarzenegger als besagtem Klischee-Action-Held in der Hauptrolle ist für das, was er ist und sein will, völlig in Ordnung. Durchaus hochwertiges Frühneunziger-Jahre-Action-Kino von einem Stirb-langsam-erfahrenen Regisseur ohne allzu explizit dargestellte Gewalt trifft auf generationsübergreifend funktionierenden, mittelflachen Humor – it could be worse, zumal der für die damalige Zeit typische Popcorn-Wohlfühlcharakter auch in diesem Film allgegenwärtig ist. Über die Jahre hinweg gewann der Film allerdings an Qualität, was nicht zuletzt an Schwarzeneggers selbstironischer Performance und der durchaus cleveren Meta-Ebene liegt.
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Die Musik:
Die zugehörige Soundtrack-Compilation – für diesen Film gibt es auch einen separat erschienenen klassischen Score von Michael Kamen – beinhaltet zwölf Tracks, von denen drei explizit für den Film geschrieben wurden: „Big Gun“ von AC/DC, „Real World“ von QUEENSRŸCHE und „Last Action Hero“ von TESLA. Die beiden zuvor bereits erschienenen ALICE-IN-CHAINS-Songs „What The Hell Have I“ und „A Little Bitter“ sind Highlights, sowohl bezogen auf den Soundtrack als auch auf die Diskografie der Band ganz allgemein. Die Beiträge von MEGADETH („Angry Again“) und ANTHRAX („Poison My Eyes“) entstanden in den Aufnahmesessions der Alben „Countdown To Extinction“ bzw. „Sound Of White Noise“. DEF LEPPARD waren zu der Zeit auf Tour und stifteten eine rohe Skizze ihres Songs „Two Steps Behind“, die von Michael Kamen um Streichorchesterelemente ergänzt wurde. Und mit den Stoner-Rappern CYPRESS HILL und der Crossover-Band FISHBONE kam auch die Fraktion des gesprochenen Wortes nicht zu kurz.
Alles in allem eine gelungene Zusammenstellung von Songs, die man auch heute noch gut hören kann – auch wenn die Vielfalt der musikalischen Stile unweigerlich dazu führt, dass jede*r den einen oder anderen Song auch mal überspringt.
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Judgement Night (1993)
Der „Judgment Night“-Soundtrack genießt uneingeschränkten Kultstatus in der Metalszene und ist genauso herausragend, wie der harte Action-Streifen mit Emilio Estevez (übrigens der Bruder von Charlie Sheen) in der Hauptrolle schlecht ist. Wohlwollend betrachtet zitiert der Film über vier Freunde, die auf dem Weg zu einem Boxkampf zufällig Zeugen eines Mordes und anschließend vom Täter gejagt werden, in seinen besseren Momenten die Ästhetik früherer Werke des Horror-Meisters John Carpenter, ist aber ansonsten – obwohl handwerklich sogar solide – völlig alberner Blödsinn.
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Die Musik:
Was allerdings, wie eingangs erwähnt, absolut nicht für den Soundtrack gilt: Hier wurden erstmalig in dieser Form Rock-/Metal- und Hip-Hop-Künstler zusammengebracht, um gemeinsam Songs aufzunehmen. Ein ambitioniertes Projekt, das letztendlich jede Mühe wert war. Die Tracklist liest sich wie ein Who’s Who der alternativen Neunziger-Jahre-Musikszene, und ausnahmslos alle Songs sind cool und haben ihren eigenen unverwechselbaren Charakter: HELMET und HOUSE OF PAIN, BIOHAZARD und ONYX, SLAYER und ICE-T, SONIC YOUTH und CYPRESS HILL, FAITH NO MORE und BOO-YAA T.R.I.B.E. und noch einige mehr. Insgesamt elf Songs von sage und schreibe 21 Künstlern (CYPRESS HILL sind zweimal vertreten), die neben Bands wie BODY COUNT den Weg Richtung Crossover (hier: die Kombination von Rap und Metal) und damit später auch Nu Metal ebnen sollten.
Tatsächlich ein rockmusikhistorisch bedeutsames Dokument und Zeitzeugnis, das jede*r zumindest einmal gehört haben sollte.
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Beavis & Butt-Head (1993)
Die 1993 erschienene „Beavis and Butt-Head“-Compilation läuft ein wenig außer Konkurrenz, da sie keinen wirklichen Soundtrack zu einem Kinofilm darstellt. Die von Mike Judge erdachte Erwachsenenzeichentrickserie über zwei nicht allzu clevere und schon nach Neunziger-Maßstäben nur bedingt politisch korrekte Metalfans war allerdings untrennbar mit einer anderen, auch für Rock- und Metalfreunde wichtigen musikalischen Institution verknüpft: dem Musikfernsehsender MTV, der in der Prä-Internet-Ära neben analogem Radio und gedruckten Musikmagazinen oftmals die einzige Möglichkeit war, Neues kennenzulernen. Der Humor der Serie war schon damals nicht immer das Gelbe vom Ei, aber man kann es nicht leugnen: Für viele rebellische Teenager gehörte die Serie zum kulturellen Kanon.
Die Musik:
Leider geht ein Großteil der auf einer CD zur Verfügung stehenden Spielzeit für mäßig witzige Dialogsequenzen drauf, in denen Beavis und Butt-Head mit den auf dem Sampler vertretenen Musikern… nun ja, interagieren. Sinnvolle, pointierte Gespräche sollte man nicht unbedingt erwarten, tiefsinnigen Humor schon gar nicht. Die musikalischen Beiträge wiederum sind dafür ziemlich großartig. Los geht’s mit dem bis dato unveröffentlichten „I Hate Myself And Want To Die“ von NIRVANA, das von Steve Albini wunderbar noisig in Szene gesetzt wurde. Absoluten Kultcharakter genießt auch die wirklich witzige Beavis-and-Butt-Head-Version von CHERs „I Got You Babe“. Ebenfalls klasse: Die RED HOT CHILI PEPPERS covern punkig wie selten die Stooges („Search And Destroy“), während sich ANTHRAX „Looking Down The Barrel Of A Gun“ von den Beastie Boys vornehmen. Mit Songs von PRIMUS, WHITE ZOMBIE, MEGADETH und JACKYL ist für jeden härteren Musikgeschmack etwas dabei, und RUN-DMC und SIR MIX-A-LOT vertreten – gemeinsam mit ANTHRAX – auch die Rap-Zunft, die seitdem, nicht zuletzt durch „Judgment Night“, eine gewisse Akzeptanz in der Rock- und Metalszene genießt.
Eine schöne musikalische Zusammenstellung, die man häufiger hören würde, wenn man beim Mastering die Trackmarker so gesetzt hätte, dass man die Songs ohne fünfminütiges einleitendes Gelaber hören könnte.
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Airheads (1994)
„Airheads“, im Jahr 1994 unter der Regie von Michael Lehmann veröffentlicht, ist eine unkonventionelle Komödie, die tief in der Rock’n’Roll-Kultur der 90er-Jahre verwurzelt ist. Der Film dreht sich um die drei ambitionierten, aber weitgehend erfolglosen Musiker Chazz (Brendan Fraser), Rex (Steve Buscemi) und Pip (Adam Sandler), die zusammen die Band THE LONE RANGERS bilden. Ihr Traum ist es, ihren Song „Degenerated“ im Radio spielen zu lassen, um endlich als Rockstars Karriere zu machen. Als alle seriösen Versuche, sogenannte „Airtime“ zu bekommen, scheitern, stürmen sie kurzerhand (bewaffnet mit Tabasco gefüllten Wasserpistolen, die aufgrund dessen, dass sie zu realistisch aussehen, aus dem Einzelhandel verbannt wurden) eine Radiostation und nehmen die Mitarbeiter als Geiseln, um ihr Ziel endlich zu erreichen.
Was als verzweifelter Versuch beginnt, entpuppt sich schnell als chaotisches Medienspektakel, das die Rockwelt und die Nation in Atem hält. Der Film besticht durch seinen absurden Humor, die liebenswerten Verlierercharaktere und eine Reihe denkwürdiger Cameo-Auftritte von Rockstars wie Lemmy Kilmister (MOTÖRHEAD) und Mike Judge (als Beavis and Butt-Head). Der Charme des Films liegt in seiner satirischen Darstellung der Musikindustrie und der Medienlandschaft der damaligen Zeit, gepaart mit einer ehrlichen Portion Herz für die Underdogs. Trotz gemischter Kritiken entwickelte sich „Airheads“ zum Kultfilm der 90er-Generation, der die Träume scheiternder Rockbands humorvoll thematisierte und zum Generationenporträt avancierte.
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Die Musik:
Der Soundtrack zu „Airheads“ ist ein perfektes Abbild der Alternative-Rock- und Hardrock-Szene der frühen 90er-Jahre und für sich genommen ein starkes Album. Ein Highlight ist mit Sicherheit der Song „Degenerated“ der fiktiven Filmband THE LONE RANGERS (im Original von der Hardcore-Band REAGAN YOUTH), den Hauptdarsteller Fraser selbst singt. Musikalisch unterstützt wurde er übrigens von Gitarrist Jay Yuenger und Bassistin Sean Yseult, beide von WHITE ZOMBIE. Letztgenannte Band spielt auch in einer Clubszene live und steuert die Single „Feed The Gods“ zum Soundtrack bei. Auch klasse: MOTÖRHEADs „Born To Raise Hell“, bei dem Lemmy Verstärkung von Rap-Legende ICE-T und UGLY KID JOEs Whitfield Crane am Mikrofon bekommt. Mit PRONG, ANTHRAX, RAMONES, PRIMUS und den 4 NON BLONDES sind weitere prominente Vertreter der Rock- und Metal-Zunft dieser Zeit dabei.
Ein gewisses Maß an Selbstironie vorausgesetzt macht die Platte heute noch Spaß.
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The Crow (1994)
„The Crow“ unter der Regie von Alex Proyas ist ein düsterer, visuell beeindruckender Rachefilm, der auf James O’Barrs Graphic Novel basiert. Brandon Lee verkörpert den Musiker Eric Draven, der von den Toten zurückkehrt, um den Mord an sich und seiner Verlobten zu rächen. Seine übernatürlichen Kräfte erhält Eric dabei von einer Krähe, die ihn begleitet – und solange dem Vogel nichts passiert, ist der Rächer unverwundbar, was wenig überraschend eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Die regennasse Metropole, von Gewalt und Verbrechen zerfressen, dient als atmosphärisch dichte Kulisse für Erics blutigen Kreuzzug und trägt wesentlich zur intensiven Atmosphäre des Streifens bei. Neben Brandon Lee, der hier seine letzte und wohl prägendste Rolle spielte – er kam während der Dreharbeiten durch einen tragischen Unfall ums Leben –, brillieren Ernie Hudson als sympathischer Detective Albrecht und Michael Wincott als diabolischer Top Dollar, der Anführer der Gangster. Mit seiner expressionistischen Bildsprache und einer gewissen philosophischen Tiefe wurde „The Crow“ zum Kultfilm und prägte das Genre des Dark Fantasy nachhaltig.
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Die Musik:
Der Soundtrack gilt zurecht als Meilenstein der letzten Dekade des 20. Jahrhunderts und spiegelt den düsteren Ton des Films perfekt wider. Bands wie THE CURE („Burn“ – in vielen Ohren der beste Song, den die Band je geschrieben hat und der einzige, den Robert Smith in seiner Karriere exklusiv für einen Soundtrack schrieb) und NINE INCH NAILS („Dead Souls“, ein gelungenes Joy Division-Cover) lieferten exklusive Tracks. Auch „Big Empty“ von STONE TEMPLE PILOTS ist bis heute prägend, HELMETs „Milquetoast“ – man beachte die von der späteren Albumversion abweichende Schreibweise – wurde noch vor dem Release des legendären „Betty“-Albums von Steve Albini für den Soundtrack produziert. PANTERAs „The Badge“ (ein Cover von Poison Idea) überzeugt mit seiner rohen, punkigen Energie. Besonders ist auch die unveröffentlichte Ballade „It Can’t Rain All The Time“ von JANE SIBERRY, die eine Art klassisches Leitthema darstellt.
Der Soundtrack bleibt ein Meilenstein der Filmmusik, der die düstere Ästhetik des Films erfolgreich auf eine klangliche Ebene hebt und die Geschichte von „The Crow“ auch akustisch greifbar macht.
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Natural Born Killers (1994)
„Natural Born Killers“ (1994) von Oliver Stone – nach einem Drehbuch von Quentin Tarantino, das allerdings stark modifiziert wurde – ist ein unkonventioneller Thriller über die Serienkiller Mickey und Mallory Knox (Woody Harrelson, Juliette Lewis), ein junges, traumatisiertes Liebespaar, das sich auf eine blutige Mordserie quer durch Amerika begibt. Ihre brutalen Taten werden von den Medien sensationslüstern ausgeschlachtet, und sie avancieren zu Kultfiguren und Antihelden. Robert Downey Jr. brilliert als zynischer Boulevardreporter Wayne Gale, der die Mörder um jeden Preis interviewen möchte, um seine Karriere anzukurbeln. Tommy Lee Jones spielt den brutalen Gefängnisdirektor Dwight McClusky, während Tom Sizemore den korrupten Polizisten Jack Scagnetti verkörpert.
Stone inszenierte den Film in einem einzigartigen, überladenen Stil und verwendet eine Vielzahl visueller Techniken – Schwarz-Weiß-Aufnahmen, Farbfilter, Animationen, wechselnde Filmformate und schnelle, musikvideoartige Schnitte –, um die verzerrte Realität der medialen Darstellung von Gewalt zu reflektieren. „Natural Born Killers“ ist eine beißende Satire auf die Sensationsgier der Medien, die Verherrlichung von Gewalt und die moralische Verwahrlosung der Gesellschaft.
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Die Musik:
Der Soundtrack zu „Natural Born Killers“ gilt als einer der experimentellsten und einflussreichsten Soundtracks der Filmgeschichte. Kuratiert von Trent Reznor (Nine Inch Nails), ist er kein gewöhnliches Album mit einer Aneinanderreihung von Songs, sondern ein sorgfältig komponiertes Klang-Patchwork aus Dialogfetzen, Soundeffekten und Musikstücken, die die manische Energie des Films widerspiegeln – Reznors späterer Arbeit mit David Lynch im Rahmen von “Lost Highway” nicht ganz unähnlich (auch Quentin Tarantino hat die Soundtracks zu seinen Filmen gerne so strukturiert). Musikalisch bietet die Compilation die größte Varianz von allen hier angesprochenen Soundtracks (und ist jetzt weniger was für “klassische” Metaller*innen, die nur ungern über den Tellerrand blicken), was die Bandbreite an Künstlern eindrucksvoll beweist: Von LEONARD COHEN über NINE INCH NAILS, L7, BOB DYLAN, PATTI SMITH, DR. DRE, LARD, JANE’S ADDICTION bis hin zu NUSRAT FATEH ALI KHAN geben sich unterschiedlichste Musiker und Bands die Klinke in die Hand.
Trotz aller Vielfalt ist die Zusammenstellung auf merkwürdige Weise homogen (und stellt somit ein akustisches Pendant zum ähnlich fragmentierten, aber trotzdem funktionierenden Film dar).
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Demon Knight (1995)
„Tales from the Crypt Presents: Demon Knight“, im Original nur „Demon Knight“, ist ein Horror-Action-Film aus dem Jahr 1995, der auf der HBO-Serie „Geschichten aus der Gruft“ (Tales from the Crypt) basiert. Ein mysteriöser Wanderer namens Brayker (William Sadler) wird von einem Dämon, dem Collector (Billy Zane in einer herrlich überdrehten und bedrohlich-schrägen Rolle), verfolgt. Dieser ist hinter dem letzten der sieben Schlüssel her – einem uralten Artefakt, das das Blut Christi enthält und die Welt vor der Herrschaft des Bösen bewahrt. Brayker findet Unterschlupf in einem abgelegenen Motel, das von einer bunten Mischung Gestrandeter bevölkert wird: die taffe Jeryline (Jada Pinkett Smith in einer sehr frühen Rolle), der Motelbesitzer Wally (C.C.H. Pounder) und der örtliche Sheriff (Dick Miller). Der Collector belagert das Motel und versucht, Brayker zur Herausgabe des Schlüssels zu zwingen, wobei er die Sünden und Ängste der Eingeschlossenen gegen sie wendet. „Demon Knight“ ist ein klassischer, durchaus charmanter B-Movie mit viel übertriebener Gewalt, praktischen Effekten und einem gewissen Sinn für Humor, der die Essenz der „Tales from the Crypt“-Serie halbwegs einfängt. Von den meisten Kritikern negativ bewertet, konnte der Film bei Genre-Fans trotzdem eine beachtliche Anhängerschaft aufbauen.
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Die Musik:
Der Soundtrack zu „Demon Knight“ ist ein buntes Sammelsurium aus Metal, Industrial und Hardrock und ein wahres Fest für Fans der härteren Gangart. Mit FILTER (das legendäre „Hey Man Nice Shot“, hier in einer etwas fetter gemasterten Version als auf dem Debütalbum „Short Bus“), PANTERA, BIOHAZARD, MACHINE HEAD, MELVINS, SEPULTURA, MEGADETH und MINISTRY ist das Who-is-Who der Neunziger-Metal-Szene vertreten. Den Abschluss bildet das Wu-Tang-Projekt GRAVEDIGGAZ mit dem genialen Hip-Hop-Klassiker „1-800 Suicide“. Im Prinzip ist die Compilation eine B-Seiten-Sammlung, denn wirklich exklusiv waren die wenigsten Tracks, auch wenn einige Songs erst später im Rahmen regulärer Alben oder Singles veröffentlicht wurden. Lediglich „Diadems“ von MEGADETH wurde tatsächlich für den Film geschrieben.
Nichtsdestotrotz haben alle Beiträge ihren Reiz – der Soundtrack ist mehr als nur eine Resterampe und macht immer noch richtig Spaß.
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Strange Days (1995)
„Strange Days“ spielt in einer beängstigend nahen Zukunft – den letzten beiden Tagen des Jahres 1999 – in einem von Rassenunruhen und gesellschaftlicher Dekadenz gezeichneten Los Angeles. Im Mittelpunkt steht Ex-Cop Lenny Nero (Ralph Fiennes), der nach einer wenig ruhmreichen Polizeikarriere zum Dealer illegaler Videoaufnahmen geworden ist. Diese Aufnahmen, sogenannte „SQUID“-Clips, erlauben es dem Nutzer, die Erlebnisse und Empfindungen anderer Menschen direkt zu erfahren – ein ultimatives Voyeurismus-, aber auch Überwachungs-Tool. Lenny kommt in den Besitz einer Reihe von brutalen Mordaufnahmen, die auch einen Skandal um Polizeigewalt enthüllen. Das bringt natürlich Probleme mit sich, die unmittelbar mit dem neuen Freund von Lennys Ex Faith (Juliette Lewis) verknüpft zu sein scheinen.
„Strange Days“ ist visuell beeindruckend und technisch innovativ, insbesondere durch die Darstellung der SQUID-Clips aus der Ego-Perspektive, die eine beinahe immersive Erfahrung für den Zuschauer schaffen. Stilistisch kombiniert er erfolgreich Elemente aus Science Fiction, Film Noir und klassischem Thriller. Auch gelungen ist, dass Regisseurin Kathryn Bigelow und Drehbuchautor James Cameron eindringlich Voyeurismus, Medienkontrolle, Polizeigewalt und die Fragmentierung der Gesellschaft am Rande eines neuen Jahrtausends thematisieren. Der Film war bei seiner Veröffentlichung kommerziell nur mäßig erfolgreich, wurde aber über die Jahre Kult und wird heute für seine visionäre Darstellung der Zukunft und seine kritischen Gesellschaftskommentare geschätzt – viele angesprochene Thematiken sind auch 30 Jahre nach Veröffentlichung relevanter denn je.
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Die Musik:
Der Soundtrack zu „Strange Days“ ist ein integraler Bestandteil des Films und fängt die chaotische, energiegeladene und oft beunruhigende Atmosphäre des bevorstehenden Jahrtausendwechsels mit seiner Mischung aus Rock, Industrial, Pop und Hip-Hop perfekt ein. Die Millennium-Party mit tausenden Statisten, Bühnen und Bands mitten in der Stadt, auf der der Showdown des Films stattfindet, ist atmosphärisch herausragend und bleibt nicht zuletzt durch SKUNK ANANSIEs intensive Live-Performance von „Selling Jesus“ im Gedächtnis. Juliette Lewis‚ Darbietung von PJ HARVEYs „Hardly Wait“ und „Rid Of Me“ in der Rolle der Musikerin Faith ist ebenfalls überragend und war ein Grundstein für Lewis‘ Musikkarriere (Juliette & The Licks). Die Clubszenen des Films untermalt die niederländische Porno-Rave-Industrial-Institution LORDS OF ACID mit ihrem Song „Strange Days“, während im Van eines Clip-Süchtigen PRONG „Strange Days“ von den Doors covern – stilecht mit Doors-Keyboarder Ray Manzarek an der Orgel. PETER GABRIELs „While the Earth Sleeps“ (mit DEEP FOREST) ist auf der Straße vor einem Nachtclub zu hören, TRICKY mit “Overcome” während einem von Lennys Clip-Trips.
Das ist schon eine ziemlich wilde Mischung an Musikstilen – vermutlich die wildeste unter den hier besprochenen Compilations –, die aber trotz aller Unterschiede hervorragend zusammenpasst und sich mit den entsprechenden Bildern zu einem funktionierenden großen Ganzen zusammenfügt. Einer der stärksten Soundtracks aus der Zeit.
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Johnny Mnemonic (1995)
„Vernetzt – Johnny Mnemonic“, im Original schlicht „Johnny Mnemonic“, ist ein auf einer William Gibson-Kurzgeschichte basierender Cyberpunk-Actionfilm. Das Drehbuch kam ebenfalls vom Cyberpunk-Urgestein Gibson, Regie führte Robert Longo. Der Film spielt in einer düsteren, von Konzernmacht und digitaler Überwachung geprägten Zukunft im Jahr 2021 – was rückblickend ein bisschen witzig ist. Keanu Reeves verkörpert Johnny Mnemonic, einen „Datenkurier“, der sensible Informationen in einem Speicher in seinem Gehirn transportieren kann, auf Kosten seiner Kindheitserinnerungen. Als er jedoch eine Datenmenge transportieren soll, die die maximale Kapazität seines Gehirns weit überschreitet, gerät er in Lebensgefahr – zumal sich diverse Parteien von der Yakuza bis hin zu einer militanten Untergrundbewegung für die Daten interessieren.
Der Film ist visuell durchaus spannend, gerade die Matrix-Szenen – im Gegensatz zum gleichnamigen Film geht es hier jedoch um eine alternative Bezeichnung für das Internet und virtuelle Realitäten im klassischen Sinne, auch wenn „Vernetzt“ durchaus ein Vorbote für den Wachowski-Film ist – sind wertig produziert für die damalige Zeit. Obwohl der Film etwas trashig ist und auch kommerziell kein Erfolg war, hat er für Genre-Fans Kultstatus – wozu sicherlich auch der Cast mit Dolph Lundgren, Takeshi Kitano, Hardcore-Legende Henry Rollins und Rap-Institution Ice-T beigetragen hat.
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Die Musik:
Der Soundtrack zu „Johnny Mnemonic“ trägt wesentlich zur düsteren, futuristischen Atmosphäre bei. Er ist eine coole Mischung aus verschiedenen Stilen, wobei spürbar Industrial-Rock im Fokus steht, was sich durch die ziemlich starken Songs von STABBING WESTWARD („Lost“ und „Nothing“), KMFDMs „Virus“ und „No More Love“ von GOD LIVES UNDERWATER zeigt. Dass HENRY ROLLINS, der im Film einen skurrilen Arzt verkörpert, mit seiner Band „I See Through“ beisteuert, ist ebenso naheliegend wie es schade ist, dass ICE-T keinen musikalischen Beitrag liefert. In einer Underground-Clubszene läuft HELMET – interessanterweise instrumental und unterlegt mit weiblichem klassischem Operngesang, leider in dieser Form nicht veröffentlicht –, Fans rein elektronischer Musik freuen sich über ORBITALs „Sad But True“. Brad Fidels elektronisch-klassischer Hybrid-Score ist ebenso enthalten wie „Alex Descends Into Hell For A Bottle Of Milk / Korova 1“ von den U2-Mitgliedern Bono (Gesang) und The Edge (Gitarre).
Dass ein paar Songs wie „I Love My Parents“ von BUCKETHEAD und FEAR FACTORYs Deep-Dub-Trauma-Mix von „Scumgrief“ nicht enthalten sind, war angeblich eine bewusste Entscheidung: Die Auswahl auf dem Soundtrack macht laut Regisseur Longo die musikalische Identität des Cyberpunk-Thrillers aus – und die ist durchaus charakteristisch und ziemlich cool.
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The Crow – City Of Angels (1996)
„The Crow – City of Angels“ ist die Fortsetzung des Kultfilms „The Crow“ und wurde von Tim Pope inszeniert. In der Hauptrolle ist Vincent Pérez als Ashe Corven zu sehen, ein Vater, der zusammen mit seinem Sohn ermordet wird und entsprechend dem bekannten Prozedere von einer Krähe zurückgebracht wird, um Rache zu nehmen. Die Geschichte spielt erneut in einer düsteren, stilisierten Großstadt voller Korruption und Gewalt, diesmal Los Angeles. Visuell durchaus ambitioniert, hat die in Gothic-Ästhetik präsentierte Stadt der Engel optisch durchaus ihren Reiz – was aber bei weitem nicht ausreichte, die schwache Handlung, fehlende emotionale Tiefe und vorhersehbare Charakterentwicklung zu kompensieren. Auch die Performances von Thomas Jane und Iggy Pop als Bösewichte bleiben unterm Strich eher blass, was den Film zu einer belanglosen Fußnote im „The Crow“-Franchise macht.
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Die Musik:
Der Soundtrack hingegen wurde erneut gefeiert und knüpft an die düstere musikalische Linie des ersten Films an, obwohl er qualitativ nicht ganz mithalten kann und etwas generischer wirkt. Allerdings sind aufgrund des tragischen Kultstatus des ersten Teils Vergleiche nicht ganz einfach und vermutlich nicht ganz fair. Mit dabei sind unter anderem HOLE („Gold Dust Woman“), WHITE ZOMBIE (das coole Cover „I’m Your Boogie Man“, im Original von KC AND THE SUNSHINE BAND), KORN, PJ HARVEY („Naked Cousin“ – vielleicht einer der besten Songs von ihr aus dieser Ära), DEFTONES und FILTER mit dem großartigen Industrial-Rock-Song „Jurassitol“. Ganz großartig auch: Linda Perry von den 4 NON BLONDES (gemeinsam mit GRACE SLICK) und des fantastischen “Knock Me Out”.
Vielleicht kein Must-have für jedermann oder -frau, aber trotzdem eine mehr als solide Veröffentlichung mit ein paar extrem starken Songs.
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Lost Highway (1997)
„Lost Highway“ gilt als Lynchs dunkelster Film und Meisterwerk des experimentellen Kinos, das die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischt. Der 1997 entstandene David-Lynch-Film ist ein rätselhaftes Werk des Neo-Noir und Surrealismus. Die Geschichte beginnt mit dem Jazzmusiker Fred Madison (Bill Pullman), der zusammen mit seiner geheimnisvollen Frau Renee (Patricia Arquette) seltsame Videobänder vor ihrer Haustür findet. Die Aufnahmen zeigen das Paar in ihrem eigenen Haus. Die Situation eskaliert dramatisch: Fred wird wegen Mordes an seiner Frau verurteilt und zum Tode verurteilt. Im Gefängnis vollzieht sich eine bizarre Metamorphose – Fred verwandelt sich auf unerklärliche Weise in den jungen Automechaniker Pete Dayton (Balthazar Getty).
Dieser wird freigelassen und beginnt eine Affäre mit der Femme Fatale Alice Wakefield (ebenfalls Patricia Arquette), die Renee zum Verwechseln ähnlich sieht. Alice ist in die dunklen Machenschaften des Gangsters Mr. Eddy (Robert Loggia) verwickelt. Bei seiner Veröffentlichung spaltete der Film die Kritiker. Viele waren fasziniert von seiner Originalität und Tiefe, andere empfanden die undurchdringliche Handlung als frustrierend. „Lost Highway“ entwickelte sich jedoch zu einem Kultfilm und gilt heute als eines von Lynchs provokantesten und atmosphärisch dichtesten Werken.
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Die Musik:
Der von Trent Reznor (Nine Inch Nails) kuratierte Soundtrack ist herausragend. Neben NINE INCH NAILS‘ Hitsingle „The Perfect Drug“ vereint er Künstler wie DAVID BOWIE mit „I’m Deranged“ von seinem konzeptionell an Twin Peaks angelehnten Spätwerk „Outside“, RAMMSTEIN mit „Heirate mich“ und „Rammstein“ – was der Band zum internationalen Durchbruch verhalf –, sowie MARILYN MANSON, LOU REED und THE SMASHING PUMPKINS. Die düstere, industrielle Klanglandschaft unterstreicht Lynchs Vision perfekt. Besonders hervorzuheben sind LOU REEDs „This Magic Moment“, BARRY ADAMSONs atmosphärische Instrumentals und ANGELO BADALAMENTIs charakteristisch jazziger Lynch-Score. Wie ein Mixtape sind die Musikstücke miteinander verwoben, während eingestreute Dialogfetzen aus dem Film – eine damals übliche und vor allem von Quentin Tarantino ausgiebig zelebrierte Praxis – die beklemmende Atmosphäre der Compilation verstärken.
Ein ganz starker Soundtrack mit einer sehr intensiven Atmosphäre – was auch daran liegt, dass die Musikstücke wie bei einem Mixtape miteinander verwoben sind und auch Dialogfetzen aus dem Film ihren Weg auf die Compilation gefunden haben (Tarantino lässt grüßen).
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Spawn (1997)
„Spawn“ (1997) unter der Regie von Mark A.Z. Dippé basiert auf dem gleichnamigen Comic von Todd McFarlane. Michael Jai White spielt Al Simmons, einen ermordeten Elitesoldaten, der als Höllenkrieger Spawn zurückkehrt, um zwischen Himmel, Hölle und der Menschheit seinen Platz (und auch seine geliebte Ehefrau Wanda) zu finden. Doch Spawn muss schnell feststellen, dass er zum Befehlshaber der diabolischen Armee des Dämons Malebolgia ausgebildet werden soll. John Leguizamo glänzt als dämonischer Clown Violator, der Spawn fortwährend manipuliert und in die Geheimnisse der Hölle einführt, während Martin Sheen seinen skrupellosen und korrupten Chef Jason Wynn verkörpert, der auch für Simmons‘ Ermordung verantwortlich ist.
„Spawn“ war einer der ersten Filme, der sich stark auf computergenerierte Bilder (CGI) verließ, um die fantastischen Elemente der Comicvorlage darzustellen. Dies führte zu einer visuell sehr ambitionierten, aber aus heutiger Sicht teilweise überladenen und suboptimal umgesetzten Ästhetik – was neben der oberflächlichen Handlung der Hauptgrund für die eher mäßigen Kritiken ist. Der Film gilt heute als ambitionierter, aber gescheiterter Versuch, düstere Comics zu verfilmen.
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Die Musik:
Der Soundtrack zu „Spawn“ ist ein hochgradig ambitioniertes Projekt und gilt als einer der innovativsten Soundtracks der 90er-Jahre. Er zeichnet sich durch ein bahnbrechendes Konzept aus: Jedes Lied ist eine Kollaboration zwischen einer Metal- oder Industrial-Band und einem Elektronik-Künstler, wodurch eine faszinierende Mischung aus harten Gitarrenriffs, elektronischen Beats und düsteren Atmosphären entsteht. Unter Soundtrack-Kennern ist die Compilation Bestandteil einer vom US-amerikanischen Produzenten Happy Walters produzierten Trilogie, bestehend aus „Spawn“, „Judgement Night“ (hier hatten Rock-/Metal- und Hip-Hop-Künstler zusammengearbeitet) und „Blade II“ (der hier nicht erwähnt wird, da der Metalbezug fehlt – hier kollaborierten Hip-Hop- und Elektronik-Künstler). Songs, die diesen Ansatz perfekt demonstrieren, sind zweifellos „(Can’t You) Trip Like I Do“ von FILTER & THE CRYSTAL METHOD, das eine fantastische Mischung aus Rock und Breakbeat liefert, und „Long Hard Road Out Of Hell“ von MARILYN MANSON & SNEAKER PIMPS. METALLICA und DJ SPOOKY steuern „For Whom The Bell Tolls (The Irony Of It All)“ bei, eine gelungene Neuinterpretation des Klassikers. Weitere Highlights sind „Torn Apart“ von STABBING WESTWARD & WINK, „Spawn“ von SILVERCHAIR & VITRO, KORN & THE DUST BROTHERS mit „Kick the P.A.“ und SLAYER & ATARI TEENAGE RIOT mit „No Remorse (I Wanna Die)“, aber auch Stücke von ORBITAL & METALLICAs Kirk Hammett, INCUBUS & DJ GREYBOY sowie HENRY ROLLINS & GOLDIE tragen zur klanglichen Vielfalt bei. Alle Stücke waren zuvor unveröffentlicht, da sie für den Film quasi maßgeschneidert wurden (wobei alternative Versionen wie das rein elektronische Original von „(Can’t You) Trip Like I Do“ von THE CRYSTAL METHOD bereits existierten).
Unterm Strich einer der interessantesten und gelungensten Soundtracks dieser Ära.
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Matrix (1999)
„Matrix“, 1999 unter der Regie der Wachowskis (damals noch die Wachowski-Brüder) erschienen, revolutionierte fraglos das Science-Fiction-Genre und prägte eine ganze Generation. Mit einem Blockbuster-Budget produziert und letztendlich mit vier Oscars ausgezeichnet, hebt er sich deutlich von den sonstigen hier genannten, oftmals eher B-Movies ab. Als Dystopie angelegt spielt der Film in einer unbestimmten Zukunft, in der die gesamte Menschheit in einer simulierten Realität, der „Matrix“, gefangen ist, während Maschinen ihre Körper in der tatsächlichen Realität als Energiequelle nutzen. Keanu Reeves spielt Neo, einen unscheinbaren Hacker, der von Morpheus (Laurence Fishburne), einem legendären Rebellenführer, kontaktiert wird. Morpheus glaubt, Neo sei „Der Auserwählte“, der die Fähigkeit besitzt, die Matrix zu manipulieren und die Menschheit aus der virtuellen Realität zu befreien. Die Hackerin Trinity (Carrie-Anne Moss) steht Neo dabei zur Seite. Hugo Weavings Darstellung des Antagonisten Agent Smith, eines kalten und unerbittlichen digitalen Wächters, gilt zurecht als ikonisch.
„Matrix“ besticht durch seine damals einzigartigen visuellen Effekte, insbesondere die „Bullet Time“-Technik, die Zeitlupe und Kamerabewegung in einzigartiger Weise kombiniert und zu einem Markenzeichen des Films wurde. Darüber hinaus ist der Film reich an philosophischen und religiösen Anspielungen, die Fragen nach Realität, Determinismus und freiem Willen aufwerfen. Die Mischung aus Cyberpunk-Ästhetik und existenziellen Themen machte ihn zum Meilenstein des modernen Kinos, der viele nachfolgende Filme auch visuell und technisch geprägt hat.
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Die Musik:
Der Soundtrack unterstreicht die düstere Cyber-Ästhetik perfekt: Elektronische Tracks treffen auf harte Gitarren. Besonders herausstechend sind „Clubbed to Death“ (ROB DOUGAN), Charlie Clousers (Ex-NINE INCH NAILS) Remix von „Dragula“ (ROB ZOMBIE), aber auch „Spybreak!“ (PROPELLERHEADS). MARILYN MANSON, RAGE AGAINST THE MACHINE („Wake Up“) und THE PRODIGY steuern weitere großartige Stücke bei. Der Mix aus Industrial, Metal und Electronica war für 1999 an sich nichts Besonderes mehr – sagen wir mal, die vergangenen Jahre waren für eher klassisch geprägte Metaltraditionalisten nicht ganz einfach. Unveröffentlichte Tracks gab es auf der Compilation zwar nicht zu hören, allerdings hatten viele elektronische Tracks maßgeblichen Einfluss auf Schritttempo und Ästhetik der Film-Actionsequenzen, was sie oftmals in neuem Glanz erscheinen ließ. Aber auch ROB Ds elektronischer Klassiker “Clubbed To Death” trägt zu großen Teilen eine wichtige Szene im Film.
Gleichzeitig ist der Soundtrack aber auch einer der ersten Vorboten des Endes dieses Trends, waren hier doch schon einige Songs zu hören, die im Film überhaupt keine Rolle spielen (z.B. MINISTRY mit “Bad Blood” oder RAMMSTEIN mit “Du hast”). Die Ära der innovativen Soundtrack-Compilations neigte sich langsam dem Ende zu.
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Resident Evil (2002)
„Resident Evil“ (2002) von Paul W. S. Anderson basiert lose auf der gleichnamigen Videospielreihe von Capcom. Der Film kombiniert Survival-Horror mit Action-Elementen und schuf eine eigenständige Mythologie abseits des Spiels. In der Hauptrolle: Milla Jovovich als Alice, die in einem Forschungskomplex der Umbrella Corporation erwacht – ohne Erinnerung und mitten in einer tödlichen Viruskatastrophe (noch) unbekannter Herkunft. Gemeinsam mit einem Umbrella-Sondereinsatzteam (herausragend: Michelle Rodriguez als taffe Elitekämpferin) kämpft sie gegen Zombies, Mutanten und eine mörderische KI namens Red Queen, die ebenfalls versucht, die Seuche einzudämmen – koste es, was es wolle. „Resident Evil“ gilt als solider B-Movie-Horror, der zwar nicht innovativ war, aber effektive Zombie-Action mit starker weiblicher Protagonistin bot. Kritiker zeigten sich gemischt, doch das Publikum machte „Resident Evil“ zu einem Kassenerfolg mit Kultstatus – besonders unter Gamern, was sechs weitere Spielfilme zur Folge hatte.
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Die Musik:
Der unglaublich atmosphärische Quasi-Score zum Film stammt aus der Feder von Marilyn Manson und ist auf dem Soundtrack enthalten – ein echtes Highlight in Sachen Industrial-Filmmusik und ein markantes Beispiel dafür, wie Musik maßgeblich zur Wirkung eines Horrorfilms beitragen kann. Außerdem sind viele weitere Nu-Metal- und Industrial-Größen aus der Zeit um die Jahrtausendwende mit dabei: SLIPKNOT, COAL CHAMBER, MUDVAYNE, ILL NIÑO, FEAR FACTORY, STATIC-X und noch einige andere bieten dabei alternative Versionen, oftmals unveröffentlichte Remixes bereits bekannter Songs. Auch für Hip-Hop-Freunde ist mit dem fantastischen PRODIGY-Remix von „Release Yo’Delf“ von WU-TANGs METHOD MAN etwas dabei. Dagegen wirken die Beiträge von ADEMA, SALIVA oder FIVE POINTE O etwas blasser.
Trotzdem – vor allem wegen des Manson-Scores – ein spannender Soundtrack und ein nettes Zeitzeugnis aus der Hochphase des Nu Metal.
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Queen Of The Damned (2002)
„Queen of the Damned“ ist die Fortsetzung des Films „Interview mit einem Vampir“ (obwohl er auch Elemente aus weiteren Büchern der „Vampirchroniken“ von Anne Rice aufgreift, insbesondere „Die Königin der Verdammten“). Der Film konzentriert sich auf den Vampir Lestat (Stuart Townsend), der nach Jahrhunderten des Schlafes durch die Musik einer modernen Rockband geweckt wird. Er beschließt, selbst ein Rockstar zu werden und offenbart die Existenz der Vampire der gesamten Menschheit mit seinen Songtexten – aber alle halten das für einen PR-Gag und niemand nimmt die potenzielle Gefahr ernst.
Allerdings wecken die Enthüllungen die alte Vampirkönigin Akasha (R’n’B-Sängerin Aaliyah in ihrer letzten Rolle), die seit Jahrtausenden in einem tiefen Schlaf liegt. Akasha, fasziniert von Lestats Kühnheit, schließt sich ihm an, um die Welt zu erobern und die Menschheit zu unterjochen. Jesse Reeves (Marguerite Moreau), eine Forscherin aus einer Geheimorganisation, die sich mit dem Paranormalen befasst, versucht Lestat und die drohende Katastrophe aufzuhalten. Kritiker bemängelten die Abweichungen von der Romanvorlage und die dünne Story, doch auch dieser Film entwickelte Kultstatus, nicht zuletzt wegen Aaliyahs charismatischer Präsenz und dem einzigartigen Soundtrack-Konzept.
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Die Musik:
Denn niemand geringerer als KORN-Frontmann Jonathan Davis lieh Lestat bzw. Stuart Townsend seine Gesangsstimme, was hervorragend passt und die morbide Klangästhetik der eigens für den Film geschriebenen Rocksongs unterstützt. Leider durften die Davis-Versionen aus vertraglichen Gründen nicht auf dem offiziellen Soundtrack-Album erscheinen. Stattdessen wurden andere namhafte Künstler aus der Rock- und Metal-Szene engagiert, um die Songs neu einzusingen: „Not Meant to Be“ ging an Chester Bennington (LINKIN PARK), „Forsaken“ wurde von David Draiman (DISTURBED) gesungen, während „Slept So Long“ mit Jay Gordon (ORGY) und „Redeemer“ mit MARILYN MANSON weitere Highlights sind, die zur düsteren und provokanten Ästhetik passen. Die Tatsache, dass Jonathan Davis‘ Originalgesang nicht auf dem offiziellen Album enthalten ist, stellt für viele Fans einen unveröffentlichten Schatz dar und ist ein oft diskutiertes Thema. Einige seiner Demos mit den originalen Vocals kursieren allerdings online als MP3-Bootlegs. Obwohl bereits zuvor veröffentlicht, sind STATIC-Xs „Cold“ und „Change (In The House Of Flies)“ von den DEFTONES prominent im Film zu hören und verstärken die korrespondierenden Szenen atmosphärisch ungemein. Mit „Down With The Sickness“ von DISTURBED und „Body Crumbles“ von DRY CELL sind auch noch zwei Hits der damaligen Zeit enthalten, die zu den Klassikern des Nu-Metal-Genres gehören. Die Compilation ist auch die einzige Veröffentlichung der unterschätzten US-amerikanischen Industrial-Rock-Band KIDNEYTHIEVES um die herausragende Sängerin Free Dominguez im deutschsprachigen Raum, die mit „Before I’m Dead“ den ganz fantastischen Abspannsong beisteuern.
Ein besonderer Soundtrack, den Nu-Metal-Freund*innen auch auf jeden Fall mal gehört haben sollten.
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Sehr starker und extrem gut recherchierter Artikel.
Super Idee, super Soundtracks und…teilweise ganz gute Filme (aber es geht ja primär um die Musik).
„Lost Highway“ wird wohl auf ewig mein absoluter Lieblingsfilm bleiben und mit Bowie und Nine Inch Nails/Reznor sowie Angelo Badalamenti im Soundtrack einfach nur klasse.
Andere Soundtracks kenne ich garnicht, werde ich aber ändern da es sich sehr interessant liest.
Echt stark, gerne mehr solcher Artikel.
Und nochmal vielen Dank für die Blumen, die Recherche war langwierig, aber meistens spaßig 😉
Sehr cooler und interessanter Artikel. Mir war nicht bewusst, dass dieses Thema so viel hergibt. Hat Spaß gemacht, den Artikel zu lesen.
Vielen Dank, freut mich, dass Du Spaß dabei hattest. Die Soundtracks nochmal durchzuhören war tatsächlich super, den einen oder anderen Film nach rund 30 Jahren nochmal zu sichten, dagegen nicht immer ;-)