Interview mit Aaron Stainthorpe und Hamish Hamilton Glencross von My Dying Bride

In ihrer mittlerweile fast zwanzigjährigen Karriere war die britische Doom Metal Band MY DYING BRIDE bisher alles andere als unproduktiv: Zahlreiche Alben, Compilations, Live-Mitschnitte und EPs fanden bisher ihren Weg in die Regale, Ende März gesellte sich nun der neuste, mittlerweile zehnte Langspieler mit dem Titel „For Lies I Sire“ dazu. Im Vorfeld der Veröffentlichung führten wir ein Interview mit Sänger Aaron Stainthorpe und Gitarrist Hamish Glencross und ließen dabei die Vergangenheit revue passieren, sprachen über aktuelle Dinge und wagten auch einen Blick in die Zukunft der Band.

Hy Aaron, hy Hamish, danke, dass ihr euch Zeit für dieses Interview nehmen konntet, es ist eine Ehre, euch ein paar Fragen stellen zu dürfen. Wie geht’s euch und wie geht’s der Band im Augenblick?
Hamish: Grüße! Uns geht’s gut, danke der Nachfrage – wir sind offensichtlich ziemlich gespannt wegen der Veröffentlichung des Albums; wir können’s kaum erwarten, die Reaktionen der Leute zu hören. Wir haben sehr viel harte Arbeit in dieses Album gesteckt und deswegen hoffen wir, dass die Leute es zu schätzen wissen. Wir proben ein paar von den neuen Songs, um sie in die Setlisten für den Sommer aufzunehmen und freuen uns darauf, diese neuen Tracks live zu spielen.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ihr die Arbeiten an eurem zehten Album „For Lies I Sire“ abgeschlossen habt. Wie fühlt ihr euch jetzt im Augenblick, da die Arbeit beendet ist?
H: Zweifellos ist da ein sehr starkes Gefühl der Vollendung, vielleicht sogar Erleichterung nach so langer und harter Arbeit an dem Album. Wir haben uns in jeden Aspekt des Albums involviert, nicht nur musikalisch, sondern auch was die Ausstattung betrifft. Dieses Album repräsentiert wahrhaftig unsere Essenz für das Jahr 2009.

Leider konnte ich bislang noch nicht hereinhören (mit Ausnahme der beiden Samples, die ihr bei Myspace hochgeladen habt), also könntest du uns bitte in deinen eigenen Worten beschreiben, wie das Album geworden ist?
H: Ich denke es ist das bislang definitivste My Dying Bride Album. Jeder Aspekt davon, was My Dying Bride wirklich ist, ist auf diesem Album enthalten; darin ist Rücksichtnahme auf die große Geschichte der Band enthalten und auch die Wiedereinführung der Geige führt zurück zum Sound der älteren Alben, aber es gibt auch einen starken Fokus auf die Gegenwart der Band und tatsächlich auch die Zukunft. Wir haben den klanglichen Kontrast weiter gebracht als zuvor, die Brutalität ist noch finsterer als vorher, aber die Traurigkeit auch viel sinnträchtiger.

Das mag eine schwere Frage sein, aber wie zufrieden seid ihr denn selbst mit dem Album? Und denkt ihr, dass es eure beste Arbeit bis zum heutigen Tag ist?
H: Wir sind sehr, sehr stolz auf das, was wir hier erschaffen haben. Wir sind der Ansicht, dass es unser bestes Album bis heute ist, aber wir müssen uns auch noch die Reaktionen der Fans anhören. Wir haben bislang nur ein paar Reviews gelesen, aber die sind alle sehr positiv geworden, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Vielleicht kannst du ja versuchen einzuschätzen, wie sehr mir das Album gefallen wird. Ich liebe „Turn Loose The Swans“, „The Dreadful Hours“ und „A Line Of Deathless Kings“, „The Light At The End Of The World“ und „Songs Of Darkness, Words Of Light“ mochte ich hingegen weniger (obwohl das, da ihr immer noch meine absolute Lieblingsband seid, nicht so viel heißt, die sind auch toll). Unsere Skala geht von 0 bis 10 Punkten, was denkst du, welche Note würde ich „For Lies I Sire“ geben?
H: Ich denke, du wirst das Album lieben, wenn ich mir mal die Alben anschaue, die du da aufgelistet hast – ich betrachte das neue Album als eine Kombination von Elementen aus allen Alben, die du da genannt hast, mit einer sehr starken Zweckgebundenheit. Nur du kannst entscheiden, welche Wertung du geben würdest, aber ich wäre sehr interessiert zu hören, was du denkst.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr die fertige CD schon ein paar Leuten gegeben habt, um ein Ohr zu riskieren. Wie fielen die Reaktionen aus?
H: Nicht wenige unserer ältesten Freunde waren tatsächlich ziemlich erstaunt. Leute, die uns schon seit Jahren kannten, die dachten, dass sie vorhersehen könnten, was wir tun würden, waren überrascht davon. Es steckt also noch eine Menge Leben in der alten Braut!

Wie ich schon erwähnte habt ihr vor ein paar Tagen Samples von zwei Songs auf eure Myspace-Seite geladen. „The Lies I Sire“ und „My Body, A Funeral“. Warum habt ihr genau diese zwei Songs ausgewählt?
H: Sie erschienen uns am repräsentativsten, was die allgemeine Ausrichtung des neuen Albums anging. Es gibt andere Songs auf dem Album, die schneller sind, brutaler, ein paar langsamere und düsterer – polare Gegensätze, aber sie teilen sich einen gemeinsamen Ursprung und ich denke, dass dieser in diesen zwei Tracks am Besten zum Ausdruck kommt.

„For Lies I Sire“ erinnert mich ein wenig an eure älteren Alben, vielleicht wegen der Geige. Würdest du sagen, dass dieser Track eine Art Rückkehr zu euren Wurzeln ist?
H: Ein Würdigung unserer Wurzeln, sicherlich, aber es ist eine perfekte unheilige Verbindung von Alt und Neu. Ein Freund hat es mal eine Verbindung von „I Am The Bloody Earth“ und „Catherine Blake“ genannt und ich denke, dass das gar keine so ungenaue Beschreibung ist.

Zum ersten Mal seit Martin Powells Ausstieg 1998 gibt es auf eurem neuen Album wieder eine echte Geige zu hören. Wann habt ihr euch entschieden, dieses Instrument wieder in eure Musik einzubauen und wie fühlte es sich an, wieder gemeinsam mit einer Violinistin aufzunehmen?
H: Der Zeitpunkt war günstig. Die Leute hatten damit aufgehört uns dauernd danach zu fragen und wir haben völlig unangekündigt angefangen, wieder mit einer Geige zu arbeiten – es war großartig die Reaktionen bei den ersten Shows zu sehen, weil wir die Rückkehr gar nicht an die große Glocke gehängt haben. Es war großartig, sie wieder mit im Mix zu haben, muss ich sagen.

Als ihr nach einem Ersatz für Sarah Stanton am Keyboard gesucht habt, habt ihr dann tatsächlich schon nach einem Mitglied gesucht, das Geige spielen kann, oder habt ihr erst entschieden die Geige wieder mit rein zu nehmen, als Katie Stone dazukam?
H: Wie gesagt, es war einfach der perfekte Zeitpunkt. Kate war jemand, der sowohl Keyboard als auch Geige spielen konnte, also erschien es uns offensichtlich. Ihre erste Show war in Spanien und sie hat zu diesem Zeitpunkt nur Keyboard gespielt – wir mussten sicher gehen, dass sie wusste, worauf sie sich da einlässt, weil uns klar war, dass wenn wir die Geige wieder live benutzen würden, es wohl schwer werden würde, wieder damit aufzuhören.

Wo wir schon von wechselndem Lineup reden, Aaron, du und Andrew sind die letzten Gründungsmitglieder, die noch übrig sind. Wie schwer war und ist es heute noch, so eine Band zusammen zu halten und wie schwer ist es, wenn jemand neues dazu kommt?
Aaron: Wir hatten am Anfang unserer Karriere viele Jahre lang ein sehr starkes Lineup und ich dachte, dass wenn jemals jemand aussteigen sollte, es mit der Band wohl zu Ende gehen würde, aber das ist nicht passiert. Als Leute ausgestiegen sind haben wir einfach reibungslos weitergemacht, deswegen war es ziemlich offensichtlich, dass Andrew und ich der Kern der Band waren, später dann auch Hamish. Solange wir drei bleiben, solange wird auch My Dying Bride weiterleben.

Okay, der zweite neue Track, den ich mir anhören konnte, war „My Body, A Funeral“ und ich fand ihn absolut atemberaubend. Er klingt ziemlich episch, ist das vielleicht eine Richtung, die die Band in Zukunft weiterhin verfolgen wird?
H: Ich denke schon – das ist einer der am natürlichsten und organischsten geschriebenen Songs auf dem Album; er floss während dem Schreibprozess einfach so dahin, als ob wir einfach nur ein Portal wären, durch das sich die Musik manifestiert, wie uns von einer höheren Macht eingegeben. Aber um es etwas ernsthafter zu sagen, das ist wahrscheinlich der Song, bei dem unsere besten Elemente zu einer Einheit zusammen kommen, das könnte also ein gutes Anzeichen für die Zukunft sein, es sei denn irgend etwas geht uns ziemlich auf die Nerven und wir fangen an einen Haufen wütender, zweiminütiger Wutbatzen zu schreiben.

Ich habe das Gefühl, dass der Gesang bei „My Body, A Funeral“ irgendwie anders als sont klingt, vielleicht lebhafter. Ich kann selbst den Finger nicht ganz darauf legen, aber es gefällt mir verdammt gut… Aaron, hast du bei diesem Track irgend etwas anders gemacht als sonst?
A: Es ist immer eine schöne Sache, sich ein bißchen mehr anzustrengen und hoffentlich ein besseres Ergebnis rauszukriegen. Und genau das habe ich auf der neuen CD getan. Ich denke es ist wichtig eine Gesangsleistung hervorzubringen, die zur Musik passen, weil sie damit zusammengesetzt werden, deswegen benutze ich Flüstern, Narrationen, „straight voice“, Harmonien, Death Metal Growls und Black Metal Screams, weil die Riffs diese Variationen verlangen.

Was würdet ihr sagen, welcher der beiden Tracks ist repräsentativer für das neue Album?
H: „My Body, A Funeral“, definitiv – in meinen Ohren hat der einfach alles.

Obwohl beide Tracks ziemlich unterschiedlich klingen, haben sie doch dieses unverkennbare My Dying Bride-Feeling. Könntet ihr in euren eigenen Worten beschreiben, was ein Song braucht, um wie ein echter My Dying Bride-Song zu klingen?
H: Er muss ehrlich sein, von Herzen kommen und authentisch sein – wir können nichts schreiben, was wir selbst ersonnen haben und wir müssen an alles glauben, was wir tun. Glücklicherweise schreiben Andy und ich so viel, dass wir gar nichts verwenden müssen, mit dem irgend jemand von uns nicht zufrieden ist.

Ich denke, ihr werdet mir zustimmen wenn ich sage, dass „34,788%… Complete“ sich sehr vom Rest eurer Arbeit unterscheidet, allerdings finde ich es irgendwie reizvoll. Was denkt ihr, wird es jemals einen Nachfolger geben oder ist das experimentelle Kapitel für alle Zeit geschlossen?
H: Ich denke, dass die experimentellen Elemente noch da sind, aber sie fügen sich jetzt besser in die Alben ein – die Samples und der elektronische Beat bei „One Of Beauty’s Daughters“ ist ein sehr gutes Beispiel, wie wir diese unterschiedlichen Sounds einbauen können, um unsere Musik interessanter zu machen, ohne jeden abzuschrecken. Ich zweifle allerdings daran, dass wir jemals ein ganzes Album bestehend aus experimentellen elektronischen Elementen aufnehmen würden. Wir sind ja eine komplette Band mit Instrumenten.

Okay, lasst uns mal ein wenig über Live-Auftritte sprechen. Im Augenblick wurden auf eurer Homepage drei Auftritte bekannt gegeben, einer beim Tuska Festival in Finnland, einer beim With Full Force hier in Deutschland und einer auf dem Metalcamp. Auf welchen freut ihr euch am Meisten?
H: Also ich fand das letzte Mal auf dem Metalcamp großartig – schöner Ort, schöne Leute. Ich bin froh, dass wir wieder hin fahren.

Im Film „Bowling for Columbine“ wurde erwähnt, dass Deutschland wohl die Heimat der düsteren Musik im Allgemeinen und speziell Gothic und Doom Metal wäre. Was denkt ihr über diese These? Und seht ihr Unterschiede zwischen euren Fans in verschiedenen Ländern?
H: Ich würde dem nicht zustimmen – ich denke, dass mehr düstere Musik aus dem Norden Englands kommt – das war mit Sicherheit der Geburtsort davon. Die deutschen Fans lieben und respektieren die Musik, aber das tun auch viele andere Fans rund um den Erdball.

Aaron, in deiner Biographie auf eurer Homepage steht, dass „Auf der Bühne stehen“ das ist, was du am allermeisten hasst. Leider hab ich euch bisher noch nicht live gesehen, ich konnte mir nur die „For Darkest Eyes“ und „An Ode To Woe“-DVDs anschauen und auf denen lieferst du eine unglaubliche Performance ab. Wie machst du das, wenn du es so sehr hasst?
A: Ich mag es nicht, weil ich bei auftritten beinahe zu den Figuren aus den Songs werde und denen geht’s normalerweise ziemlich dreckig. Ich kann nicht einfach auf die Bühne gehen, die Songs singen und dann wieder nach Hause gehen – ich muss in den Schmerz und das Leid der Charaktere eintauchen. Ich muss ihre Gefühle erfahren, ich lasse diesem Leid freien Lauf, weil viele der Texte sehr persönlich für mich sind und diese herzzerreißenden Momente noch einmal zu durchleben ist niemals eine einfache Sache.

Ihr seid sehr selten live zu sehen, also schätze ich mal, dass ihr die Gigs sehr sorgfältig vorbereitet, damit alles so perfekt wie möglich ist… Könnt ihr eure Idee eines perfekten My Dying Bride-Gigs mit uns teilen?
A: Es ist ziemlich schwer das zu sagen, weil ich uns noch nie aus der Perspektive der Zuschauer gesehen habe (außer auf DVD, aber das ist nicht dasselbe), aber wir legen einfach eine Menge Leidenschaft in unsere Shows. Wir würden das Publikum nie betrügen, indem wir einfach versuchen cool zu wirken – wir legen unsere Herzen und Seelen in diese seltenen Auftritte und sorgen damit dafür, dass sie etwas Besonderes werden.

Was denkt ihr persönlich über Live-DVDs? Ist es möglich die Atmosphäre einer Live-Show mit diesem Medium einzufangen?
H: Ich denke es ist eine großartige Möglichkeit um Bands live zu sehen, wenn es sonst nicht möglich were – es gibt ein paar wirklich gute Live-DVDs, die ich mir selbst gerne angeschaut habe, also haben sie ihren eigenen Platz in der Musik-Szene.

Was denkt ihr darüber, neues Material live zu spielen? Wie viele von den neuen Tracks werden eurer Ansicht nach wohl noch bei My Dying Bride Shows in fünf oder zehn Jahren gespielt werden?
H: Ich kann’s kaum erwarten das Zeug live zu spielen – ganz besonders „My Body, A Funeral“ und „Bring Me Victory“ – die sollten großartig ankommen. Das sind zeitlose Songs.

Wo wir schon von der Zukunft reden, wenn ich mich nicht täusche wird die Band nächstes Jahr ihren 20. Geburtstag feiern. Habt ihr schon irgend etwas besonderes geplant?
A: Nein, aber ich bin sicher, dass wir eine passende Möglichkeit finden werden, um zu feiern. Ich denke eine private Sache mit den Familien und Freunden wäre nett, aber auch eine öffentliche Feierlichkeit, vielleicht in Form von einigen Shows, wäre genau so nett.

Zwanzig Jahre sind eine ziemlich lange Zeit, gab es Momenten in denen ihr dachtet, dass es Zeit wäre, die Band zur letzten Ruhe zu betten? Oder lass mich anders herum fragen, was müsste passieren, damit ihr entscheiden würdet, dass My Dying Bride sich auflösen?
A: Andrew und ich haben beide schon hin und wieder aus verschiedenen Gründen angedroht auszusteigen, aber wir haben uns immer ein wenig Zeit genommen, um uns wieder abzuregen. Ich denke es würde uns beiden zu sehr fehlen.

Aaron, wenn man nach den Geburtsdaten geht, die bei den Metal Archives veröffentlicht wurden, dann bist du das älteste Mitglied der Band. Spürst du schon irgend welche Konsequenzen des „hohen Alters“, wenn du auf der Bühne stehst?
A: Nein. Ich bin die Art von Sänger, der von Geist und Leidenschaft angetrieben wird und die werden stärker, wenn man älter wird. Ich trainiere auch im Fitnessstudio, deswegen bin ich in ziemlich guter Verfassung, wahrscheinlich sogar besser als damals, als ich 25 war!

Was denkt ihr persönlich über die heutige Doom, Death und Gothic Metal Szene? Gibt es irgend eine moderne Band, die ihr als einen würdigen Nachfolger für My Dying Bride ansehen würdet?
H: Ich würde keine Band einen „Nachfolger“ für My Dying Bride nennen, weil wir nicht vorhaben uns zurück zu ziehen. Ich achte aber schon auf neuere Bands und ich denke, dass Ava Inferi exzellent sind.

Habt ihr euch die letzten Veröffentlichungen von euren alten Label- und Genrekollegen Anathema, Paradise Lost und Katatonia angehört? Wenn ja, was denkt ihr persönlich über die Entwicklungen, die diese Bands über die Jahre hinweg durchgemacht haben?
H: Ich denke, dass Katatonia mit der Zeit immer besser geworden sind und ich liebe ihr aktuelles Album. Paradise Losts selbst betiteltes Album halte ich persönlich für eine der besten Sachen, die sie je gemacht haben und das danach fand ich auch gut. Leider muss ich gestehen, dass ich Anathema über die Jahre hinweg nicht so sehr verfolgt habe, obwohl ich ihre alten Sachen geliebt habe, aber der Sound von den Songs, die sie gespielt haben, als wir letztes Jahr gemeinsam aufgetreten sind, war toll, also werde ich wohl bald mal ihr neues Zeug antesten.

Letzten Endes noch eine Frage, die ihr nicht so ernst nehmen solltet: Im Internet und auch in verschiedenen anderen Quellen habe ich hin und wieder gelesen, wie euer Bandname als „My Dying Bridge“ ausgeschrieben wurde und dazu gibt’s auch mehr als 2000 Hits bei Google (inklusive einer Seite, auf der Tourdaten für „My Dying Bridge“ veröffentlicht wurden :-D). Kommentiert das gerne…
A: Heutzutage lachen wir tatsächlich darüber! Am Anfang waren wir entsetzt, als wir bei einer Show aufgetaucht sind und auf unsere Umkleide „My Dying Bridge“ stand – wir hätten fast die Show abgesagt! Jetzt amüsiert es uns und es passiert immer noch. Ich habe sogar mal ein paar Backstage-Pässe für uns gebastelt mit der falschen Schreibweise drauf, einfach nur zum Spaß.

Oh, eins noch, ein Kollege aus der Redaktion bestand darauf, dass ich diese Frage stelle… Gibt es heiße weibliche Postangestellte in England?
A: Äh… wahrscheinlich.

Okay, wir sind fast durch. Traditionell beenden wir bei Metal1 ein Interview mit einem kurzen Brainstorming. Bei euch hatte ich die folgende Idee: Ich nenne ein paar meiner Lieblinge unter euren Songs und ihr antwortet einfach das erste, was euch dazu in den Sinn kommt. Fertig?

A Kiss To Remember?
H: Wenn ich die ersten paar Reihe des Live-Publikums anschaue, um zu sehen wer (wenn überhaupt einer!) uns anstarrt und dabei „it’s just one kiss, that’s all I need“ mit den Lippen formt!
A: Muss auch nicht zwingend auf den Mund sein!
My Hope The Destroyer?
H: Der Mittelteil, der ein magischer Moment war, als wir 2002 in London gespielt haben – da war irgend etwas merkwürdig spezielles an dieser einen Performance des Songs.
A: Eure Religion wird euer Tod sein.
And I Walk With Them?
H: Wundervoller Lead-Ton von meiner unglaublichen Jackson RR Gitarre!
A: „Is the second coming among us today?“
The Prize Of Beauty?H: Gibbons und Visionen von verdrehtem Fisch.
A: Hamish, stell das Bier weg!
Black God?
H: Morgan Freeman in einem weißen Anzug.
A: Satan.
She Is The Dark?
H: Der erste Song, den ich je live mit MDB gespielt habe.
A: Satan.
The Snow In My Hand?
H: Schneebälle.
A: Alles was wir anfassen wird sterben.
Roads?
H: Vincent bei Youtube.
A: Autos. Schnelle Autos. Autos von Aston Martin!

Okay, das war’s. Aaron, Hamish, vielen vielen Dank dafür, dass ihr unsere Fragen beantwortet habt, es war mir eine Ehre dieses Interview machen zu dürfen. Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft und freue mich auf den Release von „For Lies I Sire“. Die letzten Worte gehören euch, gibt es noch irgend etwas, was ihr unseren Lesern mitteilen wollt?
H: Ich hoffe wir sehen uns auf Tour – Cheers!
A: Einen schönen Tag noch und genehmigt euch doch noch einen Cognac oder einen Rotwein, vor dem Schlafen gehen. Cheers!

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