Interview mit Niklas Kvarforth von Shining

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Mit „X – Varg Utan Flock“ ist unlängst das nunmehr zehnte SHINING-Album erschienen. Im Interview legt Mastermind Niklas Kvarforth die Parallelen zum zehn Jahre zuvor erschienenen „V – Halmstad“ dar, erklärt seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Langzeit-Gitarrist Peter Huss und äußert sich erstmals ausführlich zu den Vorwürfen hinsichtlich der „Skandal-Show“ in Boise, Idaho im Mai 2017.

Dein neues SHINING-Album „X – Varg Utan Flock“ ist „V – Halmstad“ sehr ähnlich – musikalisch, klanglich und auch bezüglich des Artworks gibt es Parallelen. War das Absicht oder wie kam das?
Du hast mich jetzt schon ein paar Mal interviewt, oder? Der Grund, warum ich frage, ist, weil die Leute mittlerweile wissen sollten, dass ich nicht wirklich der Publikumsliebling bin, der ich manchmal zu sein scheine, und dass ich sicherlich nicht Kunst erschaffe, nur um die Massen zu erfreuen. Insofern bin ich definitiv nicht daran interessiert, meine vergangenen Errungenschaften absichtlich zu wiederholen, egal wie stark sie auch gewesen sein mögen und egal, wie sehr die Leute darum betteln. „V – Halmstad“ war sicherlich eine meiner größten Leistungen, aber das ist elf Jahre her.

 

 

 

 

 

 

 

Der Grund, warum „X – Varg Utan Flock“ diesem Album ähneln könnte, liegt zum einen darin, dass ich es geschrieben habe. Zum anderen musste ich Schweden 2006 verlassen. Auch dieses Mal musste ich diesen widerlichen Fleck auf der Landkarte wieder verlassen, allerdings aus weit schwerwiegenderen Gründen. Darin könnte jedoch die Verbindung liegen. Außerdem war ich damals, als ich „V – Halmstad“ schrieb, etwas wütender als sonst, was auf dem Album seine Spuren hinterlassen hat. Auch das war diesmal wieder ähnlich, wenn auch zehnmal gravierender. Die Antwort muss also lauten: Ich war von Verachtung und Wut getrieben, als ich beide Alben schrieb, deshalb sind beide etwas düsterer und bösartiger geworden als, sagen wir, einige meiner anderen Alben, auf denen mir lediglich Leid den Weg gewiesen hat.

Für viele Fans ist „V – Halmstad“ die ultimative SHINING-Veröffentlichung. Was hältst du selbst von dem Album, heute, über zehn Jahre nach seiner Veröffentlichung?
Ich hege natürlich sehr tiefgehende Gefühle für alle meine Alben, da ich sie alle als Seiten betrachte, die aus einem Tagebuch herausgerissen sind, das ich vielleicht geschrieben hätte, wenn ich die Zeit gehabt hätte, etwas so Banales und Sinnloses zu tun. „V – Halmstad“ ist immer noch eines meiner Kinder, das mir lieb und teuer ist und das ich noch nicht in ein Waisenhaus abgeschoben oder zu Tode geprügelt habe, schon allein seiner unterdrückerischen Qualitäten wegen. Wir veröffentlichen im April eine Jubiläums-Vinyl über Legions und denken darüber nach, eine Art Special-Show auf Basis dieses Albums zu machen.  Aber so oder so, „V – Halmstad“ nimmt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen ein. Einige tiefere Bedeutungen werde ich weder je preisgeben noch könnte irgendjemand außer mir selbst je auch nur ansatzweise verstehen, wie die Leere und Negativität in jenen Tagen des Verlustes und der Verzweiflung ihre schmutzige Arbeit getan haben, um mich zu dem zu formen, das ich heute bin. Etwas Wunderbares ist dabei herausgekommen, ja, und ich hoffe, dass „V – Halmstad“ auch weiterhin Seelen ernten wird … lange, nachdem ich die Brücke zu diesem wunderschönen Land dahinter überquert habe.

Woher kommt diese dunkle, unheimliche Atmosphäre der Musik? Was hat dich dazu gebracht, wieder düsterere Musik zu schreiben?
Da solltest du meine Ex fragen. Nein, ich bin nicht wirklich ein geselliger Mensch, weißt du? Und im Vergleich zu anderen niederen Proleten, die Musik machen oder es versuchen, bin ich immer entschlossen, dorthin zu gehen, wohin mein Herz mich führt. Auch wenn dieser Ort herrlich schrecklich sein mag – ich kneife da nicht. Was ich suche, liegt weiter entfernt, als mein physisches und gegenwärtiges geistiges Selbst mich bringen kann.

Wieder einmal gab es bei SHINING einige Lineup-Änderungen – was war der Grund dafür?
Die Leute haben zu viele Meinungen, so einfach ist das. SHINING ist das, was es ist und wird sich niemals dem Willen oder der Bequemlichkeit anderer anpassen. Spiel einfach mit oder geh mir aus dem Weg.

Das einzige ständige Bandmitglied ist Peter Huss – warum funktioniert diese Zusammenarbeit so gut? Kein anderer Musiker war jemals so lange bei SHINING.
Das stimmt. Als ich ihn mal danach gefragt habe, hat er einfach gesagt: „Ich habe seit dem ersten Tag bei SHINING meinen Platz in der Band verstanden und will Kvarforth nicht nahe sein, außer wenn ich mit ihm zusammenarbeite“. Und im Nachhinein, wenn ich auf all das Fleisch zurückblicke, das bei SHINING über die Jahre hinweg entsorgt wurde, steige ich langsam dahinter, was er meint. Versuche nicht, zu nah an das Feuer heranzukommen, oder du wirst definitiv verbrannt!


>> Lest hier unser Interview mit Peter Huss (SHINING)!


Welchen Einfluss hatte er auf das Songwriting, wie groß ist sein Anteil am kreativen Prozess für ein SHINING-Album?
Immens natürlich! Damals war John Doe (John Sjölin, 2005-2006 Gitarrist bei SHINING – A. d. Red.) der Schlüssel, nach dem ich suchte, um meine Vision zu vervollständigen. Aber am Ende des Tages erwies sich der Kerl als falsch für diese Band, also hat sich der Teufel eingemischt und mir einen Engel geschickt, um alles zu dekonstruieren und nach meinem Geschmack wieder aufzubauen. John mag die Fähigkeiten besessen haben, die ich gebraucht habe, aber Peter hat es verstanden, diese Kräfte zu kanalisieren und etwas Monumentales zu erschaffen, anstatt seine Energie darauf zu verschwenden, sich wie ein harter Kerl zu verhalten.

Das Schlagzeug auf „X – Varg Utan Flock“ hat Jarle „Uruz“ Byberg (Ex-Urgehal) eingespielt. Wird er nun ständiges Mitglied bei SHINING sein oder hat er nur ausgeholfen?
Nein, er hat andere Dinge im Leben, die ihm wichtiger sind, deshalb kann er leider nicht Mitglied dieser Band sein.

Warum trägt das Album den Titel „Varg Utan Flock“, Wolf ohne Rudel? Was bedeutet das für dich, wer ist dieser Wolf?
Bajskorv („Scheißehaufen“, A. d. Red). Dumme Frage, dumme Antwort.

Zum Abschluss ein schwieriges Thema: Über die SHINING-Show im The Shredder in Boise, Idaho, wurde berichtet, dass Du „viele krasse rassistische und homophobe Beleidigungen auf der Bühne benutzt, Leuten im Publikum mit Vergewaltigung gedroht und Fans ins Gesicht geschlagen“ und während der Show immer wieder mit dem Hitlergruß und „Sieg-Heil“-Rufen provoziert hättest.

[Das entsprechende Statement wurde zuerst auf der Facebook-Seite des Clubs Tonic Lounge, wo SHINING am nächsten Tag spielen sollten, veröffentlicht. Der Post ist mittlerweile gelöscht, aber hier einsehbar – A. d. Red.]

Wie stehst du zu diesem Auftritt, wie erklärst du dieses Verhalten?
Die Informationen, die Antifa nach diesem Scheißhaufen von einer Show verbreitet hat, waren im Grunde genommen Anschuldigungen, die auf irgendeinem Bullshit basierten, den man schon vorher online finden konnte – diese Propaganda baut mehr auf Hörensagen als auf der Realität auf. Aber dank dessen warf einer unserer Fans, enttäuscht von dieser unklugen Entscheidung, einen Molotow-Cocktail in die Location in Portland, die unsere Show am Tag nach Boise gecancelt hatte, wegen – wieder einmal – verfickter Gerüchte. Insofern haben sich am Ende des Tages diejenigen selbst in den Fuß geschossen, die gegen uns waren. Ich werde dir genau sagen, was in Boise passiert ist und du kannst dann entscheiden, ob du findest, dass das, was ich getan habe, falsch war oder nicht.

Wir kamen ziemlich früh am Tag an diesem Scheißort an und als wir die Venue betraten und versuchten, herauszufinden, wie wir das Drumkit auf der Bühne unterbringen könnten, offenbarte uns der Besitzer (und derjenige, der sowohl die Behörden als auch Antifa alarmierte) nach dem normalen Begrüßungsprocedere, dass wir kein Essen bekommen würden. Wir könnten aber kostenlos an der Bar trinken und seinen persönlichen Vorrat an Methamphetamin benutzen. Ich habe ihm dann, noch bevor ich mir die erste Line gelegt habe, mindestens drei- bis viermal gesagt, dass es keine gute Idee ist und dass ich, wenn ich das jetzt täte, noch ein bisschen verrückter als gewöhnlich sein würde. Dazu hat er nur gelächelt und gesagt, das sei genau, was die Leute sehen wollen.

Der Schuppen war ekelhaft, also gingen Benny und ich in ein Restaurant in der Nähe, wo ich eine Kellnerin traf, die ich sofort fragte, ob sie Single sei und ob sie daran interessiert sei, mir einen Blowjob zu geben. Sie antwortete prompt, dass sie es liebend gerne tun würde, dass sie aber einen Freund hätte. Nicht mein Problem, ich wollte nur abspritzen, und nach ihrer Schicht gingen wir in irgendeine verdammte Punk-Bar, wo ich diesen idiotischen LaVey-„Satanisten“ traf. An dem habe ich mich natürlich gestört, da ich selbst Satanist bin und deren ganzen Hippie-Sex-und-Liebe-Bullshit als abstoßend und letztendlich dem Herrn des Todes lästerlich empfinde. Ich geriet mit einem aus seiner Gruppe in einen Streit, wurde hinausgeworfen und auf dem Weg zum Veranstaltungsort sah ich eine Nachricht des Besitzers von The Shredder auf meinem Handy, dass Revenge fertig seien und er auf „SHITING“ warte, damit er zumachen könnte. Ich habe versucht, mich nicht von seinem dummen Geschwätz provozieren zu lassen – zumal er, bevor ich zum Abendessen ging, versucht hatte, mir seinen toten Welpen in einem Glas anzubieten (ich frage mich, was die Antifa davon halten würde) – und ging einfach auf die Bühne, nachdem ich die Tür zum „Veranstaltungsort“ gefunden hatte.

Also, was wurde mir vorgeworfen? Lass mich es dir auflisten.

1. Ich hätte ein Mädchen unter Drogen gesetzt?
Nein, wenn ich Drogen gehabt hätte, hätte ich sie selbst genommen und sie nicht mit einer potenziellen Ische geteilt. Dieses Gerücht blühte schon vor drei bis vier Jahren online auf, als ich und mein Bodyguard in Norwegen waren und ein Mädchen versuchte, sich mir aufzudrängen. Dann fand ihr Mann es heraus und anscheinend war der einzige Weg, ihren schmutzigen Fehler zu rechtfertigen, die Behauptung, dass wir sie unter Drogen gesetzt hätten.

2. Ich hätte Frauen begrapscht?
Nein, sie begrapschen mich! Ich bin der Rockstar, sie sind die Groupies. Und glaub mir, mein lieber Freund, ich habe tonnenweise Groupies, obwohl ich mir wünschte, ich hätte keine, weil es so verdammt schwer ist, nein zu sagen, wenn das Mädchen, um das es geht, Nylonstrümpfe und sechs Zoll hohe High-Heels trägt. Ja, ich weiß, ich habe ein Problem.

3. Ich hätte jemanden geschlagen und in die Brust getreten?
Ja, er hat mich angespuckt und versucht, mich zu provozieren. Daraufhin habe ich ihn natürlich korrigiert. Der Kerl, dem ich das angetan hatte, tauchte jedoch in Las Vegas noch mal auf und wir hatten eine lange Diskussion über die Aussagen, die gegen mich gemacht wurden, über die er extrem wütend war, da er verständlicherweise sehr stolz darauf war, dass ich ihm den Weg des Verstehens durch körperliche Anpassung gezeigt habe. Da gab es überhaupt kein böses Blut, er hat mir sogar ein paar Geschenke gemacht. Alles in allem habe ich also alles getan, was eigentlich die Aufgabe seines Vaters bei der Erziehung gewesen wäre, und er wusste zu schätzen, dass ich ihm etwas Disziplin beigebracht habe. Danke, Mann, du bist ein lieber Kerl und ich vermisse dich.

4. Ich hätte schwulenfeindliche Sachen auf der Bühne gerufen?
Nun, ich habe die Black-Metal-Leute, die nicht zu den Kräften gehören, die ich anbete, schon immer als „homosexuelle Black-Metal-Mongoloide“ bezeichnet, und ich tue es immer noch, aber es geht dabei darum, sie zu verärgern – nicht darum, Schwule zu verärgern. Ich habe nichts gegen Schwule und in einer perfekten Welt wäre ich auch einer, dann müsste ich nämlich nicht alle eure Freundinnen ficken. Harte, „elitäre“ Black-Metal-Motherfucker machen Schwule schlecht und hassen Homosexuelle, aber ist es ihnen jemals in den Sinn gekommen, dass sie, während sie die Umkehrung der christlichen Moral und Werte für sich beanspruchen, vielleicht ihren sogenannten Feind kennenlernen und zuerst dessen Schriften, vor allem das dritte Buch der Genesis, studieren sollten, bevor sie ihre schmutzigen Münder öffnen? Und ja, Gaahl zum Beispiel ist ein sehr guter Freund von mir, sein Lebenspartner genauso. Ich wünsche mir, dass die gleichen Leute die Eier hätten, ihm vorzuhalten, schwul zu sein. (lacht) Viel Glück, ich hoffe, ihr seid gut versichert!

5. Vergewaltigung?
Das hätten sie wohl gerne. Vielleicht war einer unglücklich darüber, dass ich seine Freundin in den Arsch gefickt habe und er nicht damit umgehen kann. Wisst ihr was? Es gibt viele Fische im Meer. Ich rate euch: Schaut in den Spiegel und erkennt, dass dieser schwedische Kerl hier nur seinen natürlichen Trieben gefolgt ist, während euch eure Schlampen-Freundinnen hintergangen haben. So einfach ist das.

6. „Sieg Heil“?
Ich frage mich, was der ungarische Teil meiner Familie davon halten würde. Mindestens zwei von ihnen wurden von den Nazis getötet. Schau, auf der Bühne mache ich etwas, was wir das „Sieg-Hallelujah“-Zeichen nennen: Ich mache den originalen Gruß, aber anstatt meine Hand offen zu halten, wie man es normalerweise macht, wenn man den Lehren von Adolf Hitler folgt, balle ich meine Hand zur Faust und mache mein „Daumen-runter“-Ding. Aber klar, ich verstehe schon: Irgendein Inzestprodukt hat vor der Show ein paar Lines Meth zu viel gehabt und dachte, ich hätte den Hitlergruß gemacht. Wie auch immer, dieser Idiot von einem Promoter – wie gesagt, der Typ, der mich vorher damit zu beeindrucken versucht hatte, dass er mir sein totes Haustier unter die Nase gehalten hat – hat sich natürlich direkt dazu entschlossen, ein Video zu posten, in dem ich zu unserem Manager gelaufen bin (ja, der Typ, von dem alle behauptet haben, ich hätte ihn angegriffen, war unser Manager, Leute!), schreie, dass ich das nicht gemacht habe und dabei den Hitlergruß andeute, um ihm zu zeigen, was ich nicht gemacht habe. Ich verstehe, dass das – aus dem Kontext gegriffen – schlecht aussieht. Und das ist genau der Grund, warum sie sich dafür entschieden haben, das Video zu veröffentlichen.

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Okay, das ist meine Seite der Geschichte, was wirklich passiert ist, und ich habe eine ganze Reihe von Leuten, die das bestätigen können. Zu guter Letzt habe ich eine Bipolare Störung und leide an Schizophrenie, was mich auf dem Papier als behindert ausweist, richtig? Und soweit ich es richtig verstanden habe, sind Leute, die sich selbst beispielsweise wegen einer Behinderung nicht verteidigen können, doch normalerweise die Leute, die die Antifa schützt? Stattdessen haben uns die Leute beinahe in ganz Nordamerika boykottiert, und das alles wegen eines Methheads mit einem Tote-Welpen-Fetisch, der der Meinung war, dass er etwas kostenlose PR will, damit auch andere Leute als seine Skinhead-Freunde bei seinen Scheiß-Shows und seinen lächerlichen Liliputaner-Wrestling-Abenden – kein Scherz, das ist sein Haupteinkommen und da ist er auch noch stolz drauf! – auftauchen. Ende der Geschichte.

Das ist das letzte Mal, dass ich das so durchgehe. Scheiß auf The Shredder und dieses aufmerksamkeitsgeile Arschloch, das versucht, den Laden zu betreiben, obgleich alle wir wissen, dass Meth und Finanzen nicht gut zusammengehen.

Danke für das Interview und danke für die Unterstützung.
Vielen Dank für deine Zeit und Antworten!

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6 Kommentare zu “Shining”

  1. Winterpercht

    Dipolare Störungen, Schizophrenie…der glaubt natürlich alles, was er sagt, aber noch ist er nicht in der Situation, wo er entmündigt und irgendwo eingewiesen wird. Aus meiner Erfahrung mit psychisch kranken Menschen ist er davon nicht wirklich weit entfernt…also sollte das alles nicht am Ende doch nur Show sein. Das glaube ich aber nicht. Ein guter Teil des Getanen und Gesagten ist sicher auch seine wirkliche Meinung/Art, der andere Teil Hörensagen und ein guter Schuss eigene Erfindung, um selbst noch etwas mehr Crazy dazustehen. Hochintelligent der Mann, davon kann man ausgehen, denn vieles davon wirkt sehr gezielt.

    Am Ende macht das die Musik aber nicht besser…zumindest für mich. Halmstad war nett, alles danach hat mich eher gelangweilt und sein Gesangsstil ist einfach nicht mein Fall.

  2. uninformierte meinung

    Phew, da habt ihr mal wieder Drama an Land gezogen; die Wahrheit ist wahrscheinlich mal wieder irgendwo dazwischen. Aber dann wirken tote Welpen und Liliputanerwrestling auch irgendwie zu schräg. Als jemand, der auch mal einen Shining-Gig besucht und dort Kvarforths Publikumsbeleidigung und Ausfälle live mitbekommen hat („Ich hoffe, es gibt mal wieder einen richtig schönen, großen Krieg, damit ihr Schwuchteln alle an der Ostfront erschossen werdet!“ – Gerüchte sagen, deswegen hätte es Backstage auch Prügel gegeben) kauf ich ihm ab, dass er kein Nazi im klassischen Sinne ist – aber auf jeden Fall alles macht um zu provozieren. Ich glaub sogar, dass er in seiner kruden Welt auch nicht homophob sein kann, weil er irgendwie mit Ghaal bekannt ist – dass homophobie so nicht so ganz funktioniert, geht wohl an dem Affen vorbei.

    Andererseits weiß man das in der Regel schon vorher. Und dass er absolut gewaltbereit ist und da auch nicht die Fähigkeit zur Reflexion besitzt ist auch hinlänglich bekannt. Dass er Leute attackiert/Frauen belästigt hat steht irgendwie außer Frage, auch wenn er das selber vielleicht tatsächlich nicht so ganz rallt, warum das was er da macht so falsch sein soll. Deswegen: vielleicht hat der Clubbesitzer keine toten Welpen, aber hat auf jeden Fall eine Mitschuld an dem Debakel – wie jeder, der Kvarforth zum Spielen einlädt.

    1. Moritz Grütz Beitragsautor

      Da kann ich dir über weite Strecken zustimmen. Das mit dem „Liliputaner-Wrestling“ stimmt allerdings (https://www.facebook.com/events/418574608520189), und das mit dem Welpen klingt irgendwie zu absurd, um nicht wahr zu sein. Gerade das mit der Selbstreflektion ist bei Niklas aber definitiv ein Problem – warum man sich als weiblicher Fan dann allerdings in die erste Reihe stellen muss, ist halt die andere Frage (ohne jetzt ein Frauen-sind-selbst-schuld-wenn-Fass aufmachen zu wollen).

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