CD-Review: Currents - I Let The Devil In (EP)

Besetzung

Brian Wille - Gesang
Chris Wiseman - Gitarre
Ryan Castaldi - Gitarre
Des Cronkite - Bass
Matt Young - Schlagzeug

Tracklist

01. Into Despair
02. My Disguise
03. Feel The Same
04. The Rope
05. Forever Marked


Im Sommer 2017 konnten die Amerikaner CURRENTS mit ihrem zweiten Werk „The Place I Feel Safest“ erstmals auch in Deutschland auf sich aufmerksam machen. Mit ihrem djentigen, leicht progressiven Metalcore haben sie bewiesen, dass sie neben Polaris, Our Hollow, Our Home und Novelists zu den vielversprechendsten Newcomern der Core-Szene gehören. Nur eineinhalb Jahre später liegt jetzt der Nachfolger in Form einer fünf Songs umfassenden EP vor.

Mit dem schon vorab veröffentlichten „Into Despair“ fallen CURRENTS direkt mit der Tür ins Haus: Sänger Brian Wille springt dem Hörer mit seinen giftigen Shouts in den Nacken und Neu-Drummer Matt Young verleiht dem Song mit seinen präzisen Double-Bass-Attacken die nötige Aggressivität. Der Song kommt gänzlich ohne Klargesang aus und schafft es trotzdem, sich mit seinem Refrain im Kopf festzusetzen. Gerade Willes Lows zeigen sich hier noch imposanter als auf seinem Debut für CURRENTS im letzten Sommer.

Im Anschluss spielen CURRENTS die gesamte Palette dessen ab, was sie auf „The Place I Feel Safest“ ausgezeichnet hatte: Chugging, Tapping, das Gefühl für die ideale Mischung aus Aggressivität und Verschnaufpausen sowie das Erschaffen einer düsteren Atmosphäre, womit sie Szenevorreitern wie Northlane und den Architects in Nichts nachstehen. So kommt das überwiegend mit Clean-Vocals gestaltete „Feel The Same“ recht melancholisch daher, ohne dabei an Härte zu verlieren. Mit „Forever Marked“ beschließen sie die 20-minütige EP mit einem Brecher, auf dem Wille nochmals sein beeindruckendes Stimmspektrum unter Beweis stellen kann. Der Rausschmeißer fasst im Endeffekt alles zusammen, wofür die Amerikaner stehen und ist somit auch ein würdiger Abschluss des Releases.

Die Jungs aus Connecticut machen nahtlos dort weiter, wo sie mit „The Place I Feel Safest“ aufgehört haben, ohne sich dabei selbst zu kopieren. Die Gitarrenfraktion schafft es darüber hinaus, jedem Song eine eigene Identität zu verpassen, welche sich wie ein Mosaik in das Gesamtbild der EP einfügen. Als kleines Schmankerl gibt es die Instrumentalversionen noch zusätzlich obendrauf. CURRENTS sorgen so zum Abschluss des Jahres nochmals für ein kleines Highlight – nur die Wartezeit auf ihr nächstes Full-Length-Album zu überstehen haben sie durch diesen Appetizer nicht einfacher gemacht …

 

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