CD-Review: Hardcore Superstar - You Can't Kill My Rock 'n' Roll

Besetzung

Jocke Berg - Gesang
Vic Zino - Gitarre
Martin Sandvik - Bass
Adde Andreasson - Schlagzeug

Tracklist

01. ADHD
02. Electric Rider
03. My Sanctuary
04. Hit Me Where It Hurts
05. YCKMRNR
06. The Others
07. Have No Mercy On Me
08. Never Cared For Snobbery
09. Baboon
10. Bring The House Down
11. Medicine Man
12. Goodbye


Irgendwie scheint bei HARDCORE SUPERSTAR (zumindest albumtechnisch) die Luft raus zu sein. Waren bereits die beiden letzten Scheiben „HCSS“ und „C’Mon Take On Me“ eher mau, reißt einen nun auch das neue Album „You Can’t Kill My Rock ’n‘ Roll“ nicht wirklich vom Hocker. Bei dem phänomenalen Backkatalog und den energetischen Live-Shows der Schweden stellt sich da schnell die Frage, ob neue Alben überhaupt noch notwendig sind.

Im ersten Moment erinnert der Titel der neuen Platte an das rotzig-rohe HARDCORE SUPERSTAR-Debüt „It’s Only Rock ’n‘ Roll“, dass zwar damals wenig Beachtung fand, dafür aber heute als Klassiker gilt. Ein Rückgriff auf diese alten Zeiten und den damaligen Sound hätte wohl so manchem Fan gefallen. Und zumindest in Sachen griffige Refrains („ADHD“, „Electric Rider“) besinnen sich die Schweden auf alte Stärken. Das Eröffnungsdoppel macht überhaupt einiges richtig, sieht man mal vom merkwürdig poppigen Beginn von „ADHD“ ab. Vic Zino weiß immer noch wie man rockt und auch Sänger Jocke Berg singt herrlich rau und dreckig.

Und gerade als „You Can’t Kill My Rock ’n‘ Roll“ anfing Spaß zu machen, sinkt das Niveau deutlich. Klar sind Nummern wie „Hit Me Where It Hurts“ oder „The Others“ sicherlich keine schlechten Songs, aber irgendwie driften HARDCORE SUPERSTAR zu sehr in den Mainstream und generisches Songwriting ab. Besonders beim Titelsong „YCKMRNR“ hätte man sich deutlich mehr Rock ’n‘ Roll gewünscht. Erst mit „Bring The House Down“ kommt wieder richtig Stimmung auf und wer hier nicht sofort Slade im Kopf hat, sollte dringend seine Sleaze-Hausaufgaben nachholen.

HARCORE SUPERSTAR liefern mit „You Can’t Kill My Rock ’n‘ Roll“ keine schlechte Scheibe ab, verschenken aber zu viele Songs an den Mainstream. Besonders wenn man an die Live-Auftritte der Band denkt will einem nicht so ganz einleuchten, weshalb von diesen Jungs Songs wie „Goodbye“ geschrieben werden.

 

Bewertung: 6 / 10

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