CD-Review: Meshuggah - Catch Thirtythree

Besetzung

Jens Kidman - Gesang
Marten Hagström - Gitarre
Fredrik Thordenthal - Gitarre
Dick Lövgren - Bass
Tomas Haake – Schlagzeug, Begleitgesang

Tracklist

01. Autonomy Lost
02. Imprint Of The Un-Saved
03. Disenchantment
04. The Paradoxial Spiral
05. Re-Inanimate
06. Entrapment
07. Mind´s Mirrors
08. In Death - Is Life
09. In Death - Is Death
10. Shed
11. Personae Non Gratae
12. Dehumanization
13. Sum


Auf „Catch Thirtythree“, den neuen Streich der schwedischen MESHUGGAH, war die Szene gespannt. Im Vorprogramm überraschte die Band mit der Ansage, dass das gesamte Album aus nur einem Song bestehen soll. Dies wurde kurz darauf aber etwas abgeändert und so wurde dieser eine Song in 13 Teile gegliedert. Allemal haben die technisch modernisierten Extremer ein Konzeptalbum aufgenommen, welches ihre bisherigen Karrierespitze repräsentieren soll.

Die CD eingelegt, hat man es mit einem recht langweiligen Intro zu tun, dass zwar einen äußerst modernen Gitarrensound bietet, aber wie so viele Songs auf dieser Platte exakt ein Hauptriff bringt, welches sich immer und immer wiederholt. Zwar ist die Gitarrenarbeit recht verzwickt und auf gewisse Weise cool und MESHUGGAH-like, jedoch will das ganze nicht wirklich überzeugen. Mir ist die gesamte Scheibe entschieden zu experimentell. Dem Hörer wird der spezielle, eigene Sound der Gruppe geradezu aufgezwängt, die „eigenartigen“ Gitarren stehen absolut im Vordergrund, was durch die lückenfreie Produktion offenbar bewusst untermauert wird. Drummer Tomas hatte es bei den Aufnahmen sicherlich am leichtesten, denn was von der Schießbude ausgeht ist größtenteils absolut kraft- und drucklos. Ihm ist allerdings kein Vorwurf zu machen, schließlich prügelt er das Interesse der ganzen Band ein und schlecht spielt er nicht, nur kommt da eben nicht viel. Nach dem richtig langweiligen Dreizehnminüter „In Death – Is Death“ wird der Hörer durch ein losbrechendes „Shed“ noch mal wachgerüttelt und zum härteren Abschnitt des Albums eingeladen. Dieser klingt nach dem wirklich gelungenen Song „Dehuminization“ mit „Sum“ aus und berechtigt die Frage „Was war das?!“ Auf der einen Seite ist „Catch Thirtythree“ hochmodern und durch die experimentelle Spielweise einzigartig, auf der anderen Seite aber entschieden zu eintönig und langweilig. Es kommt so vor, als wolle die Band ständig zeigen, wie eigen sie ihre Instrumente bedienen, aber irgendwo ist das alles nicht sonderlich beeindruckend.

Bei mir macht sich auch nach mehrmaligem Hören herbe Enttäuschung breit. Ich hatte mit einem brutalen Album gerechnet, dass einen richtig umhaut, aber dies war ein viel zu hoch gesetzter Anspruch. Es mag auch an mir liegen und vielleicht stoße ich mit meinem Schrieb vielen Fans vor den Kopf, aber „Catch Thirtythree“ geht ohne bleibende Impressionen spurlos an mir vorbei.

Bewertung: 3 / 10

Geschrieben am

Antworten

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: