CD-Review: Minas Morgul - Aus Blut gemacht

Besetzung

Rico - Gesang
Christoph Kaul - Gitarre
Sam – Gitarre
Tard - Bass
Andreas - Schlagzeug

Tracklist

01. Prolog
02. Aus Blut Gemacht
03. Erinnerung
04. Der Sonne Entgegen
05. Mutter Erde
06. Das Feuer im Inneren
07. Meer aus Blut und Stahl
08. Bringer des Sturmes
09. Schatten des Krieges
10. Eisenfaust (Motörhead Cover)
11. Rasse Mensch


Pünktlich zum 10-jährigen Jubiläum von MINAS MORGUL erscheint das nun mehr dritte Album der Brandenburger. Viel hat sich seither getan. Neben dem neuen Sänger Rico fand man bei Heiden Klangwerke ein neues Zuhause.
Der Musik ist man trotz allem treu geblieben. So thematisiert die Band weiterhin alte Gottheiten, Menschenhass und die Natur. Dass hierbei keine Langweile aufkommt, liegt an der sehr soliden Mischung aus Black- und Pagan Metal, die vereinzelt von Death- oder Thrash Metal-Elementen unterstützt wird.

Nach einem szenetypischen Intro legen MINAS MORGUL direkt mit dem Titeltrack „Aus Blut gemacht“ los. Treibende Gitarren und ein kräftiges Schlagzeug begleiten von nun an den Hörer. Ergänzt wird das Ganze durch „Hoi!“-Rufe, die nahezu auffordern das nächste MINAS MORGUL Konzert zu besuchen.
„Erinnerungen“ reiht sich etwas unspektakulärer dahinter ein. Der Song überzeugt zwar durch gute Riffs, einen netten Groove und ein akzeptables Drumming, jedoch klingt er weder einzigartig noch einfallsreich.
„Mutter Erde“ hingegen klingt deutlich besser und bei „Das Feuer im Inneren“ werden klare Gesangparts sehr schön eingesetzt und verhelfen dem Song zu wahrer Größe.
Doch das wirkliche Highlight stellt „Meer aus Blut und Stahl“ dar. Dieser Song bietet alles was ein MINAS MORGUL- oder (Pagan-) Black Metal-Fan sich wünscht. Von melodiösen Riffs über ein wunderbare Schlagzeugtechnik bis hin zu genialen Gekeife.
Leider können die nun folgenden beiden Songs das hohe Niveau nicht halten und gehen zwischen „Meer aus Blut und Stahl“ und dem Song „Eisenfaust“ unter. Bei letzterem handelt es sich um ein gelungenes Cover des Motörhead-Klassikers „Ironfist“. Seltsamerweise wurde der Titel ins Deutsche übersetzt, der Rest des Textes jedoch nicht.
„Rasse Mensch“ bildet einen gelungenen Abschluss, ohne aus der bisherigen Struktur auszubrechen. Einzig und allein der Satz am Ende „Was ich dir noch sagen wollte: F*** dich“ wirkt meiner Meinung nach etwas deplaziert.

Zusammenfassend kann man sagen, dass MINAS MORGUL musikalisch stärker denn je zwischen keifendem und klarem Gesang, sowie hämmernden Drums und ruhigen Passagen abwechseln. Fans der „Todesschwadron Ost“ werden etwas überrascht sein, aber spätestens bei dem zweiten Durchlauf ihre Freude daran finden.
Positiv möchte ich noch anmerken, dass die Produktion im Vergleich zu den letzten Alben noch einmal um einiges verbessert wurde und der Hörgenuss dadurch noch einmal um einiges gesteigert wird.
„Aus Blut gemacht“ ist sicherlich kein unvergessliches Meisterstück geworden, jedoch liefert die Scheibe einige gute Songs und stellt eine gelungene Abwechslung zum Einheitsbrei der Szene dar. Verbessert die Band ihre musikalischen Fähigkeiten weiterhin mit diesem Tempo, muss man sich vor den nächsten Alben in Acht nehmen!

Bewertung: 7 / 10

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