CD-Review: Equilibrium - Waldschrein (EP)

Besetzung

Robert Dahn - Gesang
René Berthiaume - Gitarre, Keyboard
Andreas Völkl - Gitarre
Sandra van Eldik - Bass
Tuval Refaeli - Drums

Tracklist

01. Waldschrein
02. Sturm
03. Zwergenhammer
04. Himmelsrand
05. Waldschrein - Instrumental


Die Power-Pagan-Kombo EQUILIBRIUM hatten 2013 nach einer dreijährigen Pause die EP „Waldschrein“ veröffentlicht, um den Fans die Wartezeit zum nächsten Album zu verkürzen. Da dieses nun kurz vor der Veröffentlichung steht, schauen wir uns einfach mal an, was für ein Licht „Waldschrein“ auf den kommenden Longplayer wirft.

Eröffnet wird die EP von der namensgebenden Single, die EQUILIBRIUM gleich in Höchstform präsentiert: Epische Power-Metal-Einlagen vermengen sich mit ruhigen Folk- und finsteren Pagan-Parts. Dazu werden einige stimmungsvolle Samples von Waldgeräuschen und Vogelgezwitscher eingestreut und der atmosphärische Hit ist komplett!

Die folgenden Nummern „Der Sturm“ und „Zwergenhammer“ sind dann das berühmte Füllmaterial vieler EPs: Die Künstler wollen sich die wirklich genialen Ideen bis zum nächsten Album aufheben, aber trotzdem keine miesen Songs abliefern. Daher wird hier stabiler Durchschnitt geboten, der aber an Kinderkrankheiten wie einigen unnötigen instrumentalen Leerläufen und zu „dudeligen“ Melodien leidet. Aber das ist zu verkraften.

Beim nächsten Track werden wohl alle Videospiel-Fans aufhorchen, denn völlig unerwartet ertönt plötzlich das Main Theme von „The Elder Scrolls V: Skyrim“, hier nicht von einem Männerchor, sondern von der Liedgitarre intoniert. Dabei handelt es sich keineswegs um ein billiges Plagiat, sondern der Song stellt vielmehr eine Hommage an das vielgeliebte Rollenspiel und dessen wunderbaren Soundtrack aus der Feder von Jeremy Soule dar. Diese musikalische Verbeugung ist nicht nur für (jetzt schon) nostalgische Fans ein Ohrenschmaus: Der kurze instrumentale Exkurs in die mit unzähligen Abenteuern gefüllten Wälder, Tundren und Grüfte von Himmelsrand dürfte auch auf Nicht-Spieler einiges an Eindruck machen. Mein persönliches Highlight der EP!

Beendet wird „Waldschrein“ von einer kürzeren Instrumental-Version des Titeltracks. Es mag sich vielleicht etwas zynisch anhören, aber diese sagt mir persönlich noch um einiges mehr zu als das Original. Mit wunderbar wuchtigen Rhythmen werden EQILIBRIUM hier ihrer selbstgewählten Genre-Bezeichnung „Epic Metal“ wohl am ehesten gerecht.

Der Abschließende Gesamteindruck von „Waldschrein“ ist also durchweg positiv. Wenn man die EP als „Warmspielen“ für das kommende Album sieht, könnte uns mit „Erdentempel“ wirklich ein kleines Pagan-Meisterwerk ins Haus stehen.

Keine Wertung

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