CD-Review: Trans-Siberian Orchestra - Christmas Eve And Other Stories

Besetzung

Paul O'Neill - Gitarre
Al Pitrelli - Gitarre, Bass
Jon Oliva - Bass, Keyboard, Piano
Robert Kinkel - Keyboard, Piano

Gastmusiker:
Zak Stevens - Gesang
John Margolis - Gesang
Marlene Danielle - Gesang
Michael Fawcette - Gesang
Thomas Faresse - Gesang
Ken Williams - Gesang
Babi Floyd - Gesang
Nancy Jackson - Gesang
Peggy Harley - Gesang
Latasha Spencer - Gesang
Danielle Lander - Gesang
Jeffrey Stackhouse - Gesang
Timothy Carosi - Gesang
Peter Valentine - Gesang
Chris Caffery - Gitarre
Johnny Lee Middleton - Bass
Jeff Plate - Schlagzeug
Mary Wooten - Cello
John Clark - Waldhorn

Tracklist

01. An Angel Came Down
02. O Come All Ye Faithful / O Holy Night
03. A Star To Follow
04. First Snow
05. The Silent Nutcracker
06. A Mad Russian's Christmas
07. The Prince Of Peace
08. Christmas Eve / Sarajevo 12/24
09. Good King Joy
10. Ornament
11. The First Noel
12. Old City Bar
13. Promises To Keep
14. This Christmas Day
15. An Angel Returned
16. O Holy Night
17. God Rest Ye Merry Gentlemen


(Progressive Metal / Symphonic Metal / Klassik / Musical) Das TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA ist zweifelsohne eines der aufwendigsten Musikprojekte seiner Zeit, das als Mischung aus Orchester und Rockband bezeichnet werden kann. Darüber hinaus finden sich jedoch viele andere Einflüsse wie Jazz, Soul oder Musical-Elemente. Das Debüt „Christmas Eve And Other Stories“ gab den als erstes Album einer weihnachtlichen Trilogie den Startschuss für einen Erfolgsweg, der dem Release 2011 eine dreifache Platinauszeichnung für über drei Millionen verkaufte Exemplare in den USA bescherte.

Den grundsätzlichen Einfluss der Vorgängerband Savatage kann auch dieses Projekt nicht von der Hand weisen. Dafür verantwortlich sind natürlich die Hauptköpfe Paul O’Neill, Jon Oliva, Robert Kinkel und Al Pitrelli, die schon dort gemeinsam musizierten. Doch neben den vier, wenn man so will, Frontmännern hat dieses Album bereits eine illustre Fülle an Gastmusiker zu bieten. Zu den bekanntesten zählen sicherlich  Jeff Platte (Metal Church), Chris Caffery oder Johnny Lee Middleton (beide Savatage). Doch auch musikalisch hat dieses knapp 60-minütige Werk einiges zu bieten. Neben Songs mit Gesang stehen einige instrumentale Stücke, die teilweise selbst komponiert (z.B. „A Star To Follow“, „Ornament“, „This Christmas Day“) oder von klassichen Komponisten wie Franz Gruber, Tchaikovsky oder Felix Mendelssohn übernommen und auf den eigenen Stil angepasst wurden („An Angel Come Down“, „A Mad Russian’s Christmas“, „The Prince Of Peace“). Beide Herangehensweisen haben ihre Stärken und sorgen vor allem in ihrer Abwechslung dafür, dass keine Zeit für gelangweilte Gähner bleibt. So hat das Kollektiv beispielsweise ein mit Akustikgitarre vorgetragenes Zwischenspiel zu bieten („The Silent Nutcracker“), liefert eine pianogetragenene Ballade inklusive weiblichem Soul-Gesang („The Prince Of Peace“), covert sich selbst („Christmas Eve/Sarajevo 12/24“) oder fährt die gesamte Palette aus symphonischem Heavy Metal mit Broadway-Bombast und Meat-Loaf-Anleihen auf („An Angel Come Down“, „Good King Joy“). Auffallend ist auch, dass die verschiedenen Sänger je nach Inhalt und Rolle auf die Kompositionen verteilt werden, was den Charakter einer Rockoper weiter unterstreicht.

Mit ihrem qualitativ hochwertigen Debütalbum „Christmas Eve And Other Stories“ zeigte das TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA, das es mehr kann als bloßen Heavy Metal und legte einen Meilenstein weihnachtlicher Rockmusik ab, die alle konservativen Musikgrenzen zu sprengen versteht. Die Verkaufszahlen sprechen da natürlich für sich und sind keinesfalls unberechtigt. Trotzdem kann man einen gewissen Kitschfaktor nicht unter den Tisch fallen lassen. Wer dem höchsten aller christlichen Feste aber einen alternativen und zugleich hochkarätigen Anstrich verpassen möchte sollte sich dieses Werk ohne viele Überlegungen in die Sammlung stellen.

Bewertung: 9 / 10

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